Unsere neuen Sachbücher im April


Urban Wiesing – ›Heilswissenschaft‹

Wie sieht die Zukunft der modernen Medizin aus? Der renommierte Medizinethiker Urban Wiesing untersucht die Erzählungen zur Zukunft der modernen Medizin.
Personalisierte Medizin, Gen-Technologie, Künstliche Intelligenz, Big Data – der ersehnte Sieg über Krankheiten und Tod, ja die Verbesserung des Menschen stehen unmittelbar bevor, hört man aus dem Silicon Valley, den Eliteuniversitäten, Forschungslaboren und Startups dieser Welt.
Wir nehmen die Verheißungen der modernen Medizin sehnsüchtig und voller Euphorie auf. Aber warum tun wir das? Und was sagt das eigentlich aus über uns und unsere heutige Zeit? Eindrücklich zeigt Wiesing: Es gibt ein großes menschliches Bedürfnis nach Heil, das vermeintlich nur die Medizin stillen kann. Doch was ist der Sinn von Medizin im Besonderen und von Wissenschaft generell? Was dürfen wir von ihr erwarten, und was kann sie eben nicht leisten?
Ein unnachgiebiger Appell an die Grundtugenden der Medizin als Wissenschaft, an Nüchternheit, die intellektuelle Redlichkeit, Skepsis und Kritik.


Harald Welzer – ›Alles könnte anders sein‹

Heute glaubt niemand mehr, dass es unseren Kindern mal besser gehen wird. Muss das so sein? Muss es nicht! Der Soziologe und erprobte Zukunftsarchitekt Harald Welzer entwirft uns eine gute, eine mögliche Zukunft. Anstatt nur zu kritisieren oder zu lamentieren, macht er sich Gedanken, wie eine gute Zukunft aussehen könnte: In realistischen Szenarien skizziert er konkrete Zukunftsbilder u.a. in den Bereichen Arbeit, Mobilität, Digitalisierung, Leben in der Stadt, Wirtschaften, Umgang mit Migration usw.
Erfrischend und Mut machend zeigt Welzer: Die vielbeschworene »Alternativlosigkeit« ist in Wahrheit nur Phantasielosigkeit. Wir haben auch schon viel erreicht, auf das man aufbauen kann. Es ist nur vergessen worden beziehungsweise von andere Prioritäten verdrängt. Es kann tatsächlich alles anders sein. Man braucht nur eine Vorstellung davon, wie es sein sollte. Und man muss es machen. Die Belohnung: eine lebenswerte Zukunft, auf die wir uns freuen können.


Zsuzsa Bánk, Antje Rávik Strubel, Angelika Klüssendorf, Teresa Präauer, Wilhelm Genazino, Lars Brandt, Olga Grjasnowa, Martin Mosebach, Thomas Pletzinger – ›Stimmen einer Stadt‹

Zsuzsa Bánk, Lars Brandt, Wilhelm Genazino, Olga Grjasnowa, Angelika Klüssendorf, Martin Mosebach, Teresa Präauer, Thomas Pletzinger und Antje Rávik Strubel haben Menschen aus Frankfurt getroffen und deren Leben poetisch überschrieben. Es sind neun Monodramen entstanden, die vom Schauspiel Frankfurt uraufgeführt wurden – ein spannendes Kaleidoskop der Großstadt.

Abgedruckt sind:
Zsuzsa Bánk: Alles ist groß / Lars Brandt: Die Gräten, / Wilhelm Genazino: Im Dickicht der Einzelheiten / Olga Grjasnowa: Absturz / Angelika Klüssendorf: Branka / Martin Mosebach: Das Leben ist eine Kunst / Teresa Präauer: Ein Hund namens Dollar / Thomas Pletzinger: Ich verlasse dieses Haus / Antje Rávik Strubel: Unvollkommene Umarmung

»Stimmen einer Stadt gehört zu den reizvollsten Ideen, die das Schauspiel Frankfurt unter Anselm Weber ausgeheckt hat.« Frankfurter Rundschau

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