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Kap Hoorn
Auftragsarbeit für das Theater in der Josefstadt, Wien
1 D, 1 H
„Das Kap Hoorn ist gefährlich. Man kann beim Versuch, es zu umsegeln, sein Leben verlieren. Oder man kann immer von diesem Versuch träumen, ohne zu leben.“

Ein Mann mittleren Alters kehrt ins abgeschiedene Paradies seiner Jugend zurück: an jenen Seestrand, an dem er – so erinnert er sich – die vollkommensten Tage seines Lebens verbracht hatte. Hier war er ganz er selbst gewesen, ein freier Mensch. Von hier aus konnte die Welt erobert werden. Heute verspricht er sich, dass ihm der Ort diese ursprüngliche Kraft der Unschuld zurückgeben kann, die Gewissheit und Ruhe, die er seit Jahren vermisst. Hier kann er sein, „wer er ist“. So jedenfalls erklärt er der abweisenden, alten Dame aus guter Familie, warum er sich für ihr heruntergekommenes Strandhaus interessiert. Die vereinsamte Frau, die von ihrem Lebensabend nichts mehr erwarten mag, lässt sich herab und zeigt plötzliches Interesse für den Unbekannten. Das ungleiche Paar scheint dafür gemacht, die Probleme des jeweils anderen zu lösen. Aber hinter der aufblühenden Beziehung der beiden versteckt sich nicht nur die Ahnung einer unwahrscheinlichen Liebe, sondern auch ein tödliches Verhängnis aus Täuschung und Selbstbetrug. (Ankündigung Theater in der Josefstadt)

„Kap Hoorn ist eine Geschichte von der Sehnsucht nach Erfüllung, nach Freiheit, dem Recht auf sein Leben und alles, was dieses Recht umfassen müsste.“ (Igor Bauersima)
Uraufführung:
09.12.2010 | Theater in der Josefstadt, Wien
Regie: Igor Bauersima
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