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Lebenswut
(Rage of Life)
Freie Übersetzung der Oper The Rage of Life von Igor Bauersima und Elena Kats-Chernin
Frei zur UA
4 D, 4 H, (oder mehr)
Leif liebt Helena. Nun soll sie gestorben sein. Leif kann es nicht glauben. Seine Eltern und seine Freunde versuchen, ihn von ihrem Tod zu überzeugen. Schließlich hat Helena einen Abschiedsbrief hinterlassen. Leif will es nicht glauben. Er macht sich auf die Suche nach der Geliebten. Verschwindet. Seine Freunde finden ihn schließlich an einem völlig verlassenen Ort. Leif wirkt verwirrt. Er spricht mit einer unsichtbaren Person. Er macht ihnen Angst. Sie überwältigen ihn und bringen ihn in eine Anstalt. Aber Leif ist auch dort nicht zu beruhigen. Er hört Helenas Stimme, er sieht sie sogar. Sie kommt ihn besuchen. Zusammen mit ihr bricht er aus seinem Gefängnis aus ...

Man ist geübt darin zu glauben, dass unsichtbare Personen nur den Wahnvorstellungen psychisch kranker Menschen entspringen können. Doch in Lebenswut reicht diese Erklärung nicht aus. Wenn die Handlung zunehmend die Grenzen der Plausibilität zu sprengen droht und Dinge geschehen, die die menschliche Vorstellungskraft übersteigen, so geschieht dies absichtlich. Vielleicht ist Helena doch real und lebend, und die lebenden Toten sind diejenigen, die ihre Existenz verneinen? Am Ende erweist sich Helena, ob tot oder lebendig, als die Verkörperung eines frohen, erfüllten und stolzen Lebens ohne Kompromisse. Sie ist, was uns die Lebenswut am Beginn unserer Existenz alle werden lassen will: FREI.

Die Oper The Rage of Life wurde am 12. November 2010 an der Staatsoper Stuttgart in Koproduktion mit De Vlaamse Opera Antwerpen und Gent uraufgeführt. Igor Bauersima hat aus dem Libretto ein Theaterstück entwickelt.
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