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Tattoo
2 D, 3 H, Verwandlungsdek
"Fred und Lea, er ein ... Schriftsteller, sie Schauspielerin, ... haben sich so gern, dass sie die beengten Verhältnisse in ihrem Ein-Zimmer-Produktions-Wohnküchenklo ... mit Fassung tragen und unkorrumpierbar durch noch so lukrative Schwachsinnsangebote vom Fernsehen sind. Bis Tiger auftaucht, Leas alter Freund, der eine steile Karriere als absolut trendgerechter Künstler an der Westküste gemacht hat und selbst das reinste Kunstwerk ist: Über und über ist sein prominenter Körper mit Tätowierungen geschmückt, die neueste an seinem Bauchnabel eitert noch etwas. Im besoffenen Wiedersehensglück gibt Lea der alten Liebe ein folgenreiches Versprechen: Im Falle seine Ablebens ... wird sie den kostbaren mumifizierten Body hegen, pflegen und abstauben. Kurz darauf kommt Tiger bei einer Kunstaktion ums Leben, die plastifizierte Tattoo-Leiche hält Einzug in der Einraum-Hütte. Und stellt das moralisch hochstehende Paar auf eine harte Probe ...
An Tattoo werden sich noch eine Menge Theater versuchen. Hoffentlich." (Theater heute)

"Kasse gegen Klasse. Markt gegen Moral. Schein gegen Sein. Video gegen Wirklichkeit. Desvignes und Bauersima haben eine grelle Satire auf die Kunstszene geschrieben, die sich, dick auftragend und ganz schön durchgeknallt, als alternatives Gegen-Stück zu Yasmina Rezas Komödie 'Kunst' zu behaupten vermag." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

"Tattoo überrumpelt mit makabrem Witz, Humor und Ironie, ist ein rasantes, freches, unverbrauchtes Spiel, erzählt von ebenso hemmungsloser wie naiver Coolness jugendlichen Un- und Verbindlichkeiten." (Saarbrücker Zeitung)
Uraufführung:
01.07.2002 | Düsseldorfer Schauspielhaus
Regie: Igor Bauersima
Ursendung: DLR Berlin: 22.2.2004
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