Das Ende einer Freundschaft und die Zukunft des Westens

Nachruf auf Amerika

Die USA sind uns fremd geworden. Zwar waren sie immer schon ein Land der Widersprüche, doch mit Donald Trumps Präsidentschaft wurde klar: Fundamentales verschiebt sich, was gerade noch verlässlich schien, bricht entzwei. Auch nach Donald Trump wird es nicht wieder so werden wie zuvor.
Warum das so ist, zeigt uns Klaus Brinkbäumer in seinem großen Buch über Amerika. Als Chefredakteur und langjähriger USA-Korrespondent des Nachrichtenmagazins »Der Spiegel« kennt er das Land wie wenige andere. Er hat über die Jahre mit Barack Obama, Dick Cheney oder Hillary Clinton, mit George Clooney oder Bruce Springsteen, mit zahlreichen Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wirtschaft gesprochen und mit Donald Trump ein etwas anstrengendes Telefongespräch geführt. In seiner so leidenschaftlichen wie analytischen Schilderung von Menschen, Orten, Stimmungen, Geschichte und Geschichten zeichnet er das faszinierende Porträt einer Nation, die für Jahrzehnte wegweisend für uns war und nun im Begriff ist, sich selbst zu verlieren. Das Ende dieser einst so verlässlichen Beziehung wird unsere Zukunft wesentlich bestimmen.

Preis € (D) 24,00 | € (A) 24,70

528 Seiten, gebunden
S. FISCHER
ISBN 978-3-10-397232-0

E-Book | € (D) 19,99

FISCHER E-Books
ISBN 978-3-10-490226-5

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Drei Fragen an Klaus Brinkbäumer

  1. Sie haben lange in den USA gelebt. Gibt es ein Ereignis, bei dem Ihnen schlagartig klar wurde: Da verändert sich etwas ganz grundlegend?

    Als die Regierung Bush ihre Bürger und die Welt über die Gründe für den zweiten Irak-Krieg belog und damit nicht nur kurzfristig durchkam, sondern wiedergewählt wurde, war klar: Etwas Grundsätzliches ist ins Rutschen gekommen.
  2.  
  3. Von den zahlreichen Menschen, die Sie getroffen haben: Wer steht Ihrer Meinung nach für das alte, wer für das neue Amerika?

    Joe Arpaio, ein Sheriff, der Fremde aus reiner Freude am Sadismus verhaftete und quälte, ist zwar ein alter Mann, aber das neue Amerika: Trumps Amerika. George Clooney und Joan Didion sind mutig und intellektuell, elegant und kunstvoll - dieses alte Amerika hat es schwer, aber es existiert noch.
  4.  
  5. Ganz knapp: Was bedeuten die Entwicklungen in den USA für Deutschland?

    Werde erwachsen, liebes Deutschland, und zwar bitte schnell.

Leseprobe

Prolog

Und nun also war Donald Trump am Telefon, morgens um zehn, pünktlich.
»My friend«, sagt er zur Begrüßung, »here is the Donald«, und dann: »Es geht New York blendend. Wir haben einen glänzenden Polizeichef, einen glänzenden Bürgermeister, wir sind in glänzender Verfassung. Reicht dir das Zitat?« Trump hatte nicht viel Zeit, vielleicht musste er zum Friseur, vielleicht Geld zählen, aber ich sagte: »Nein, noch nicht.«

Über Klaus Brinkbäumer

Klaus Brinkbäumer
Seit dreißig Jahren ist Klaus Brinkbäumer (geb. 1967) den USA eng verbunden. Seit seinem Studium an der University of California, Santa Barbara/USA, war er regelmäßig dort und verfolgte fasziniert und kritisch das politische und kulturelle Leben. 2007 wurde sein Lebenstraum wahr und er ging als Korrespondent des SPIEGEL nach New York. So erlebte er die berühmten Krisenjahre und die Jahre Obamas hautnah mit. Im Januar 2011 wurde er als Textchef Mitglied der Chefredaktion des SPIEGEL und ab 1. September 2011 stellvertretender Chefredakteur. Im Januar 2015 wurde Klaus Brinkbäumer zum Chefredakteur des SPIEGEL berufen. Er gewann u. a. den Egon-Erwin-Kisch-Preis, den Henri-Nannen- Preis, den Deutschen Reporterpreis und wurde 2016 Chefredakteur des Jahres. Er schrieb Bücher wie »Der Traum vom Leben – Eine afrikanische Odyssee«, »Unter dem Sand« oder »Die letzte Reise – Der Fall Christoph Columbus« (mit Clemens Höges).

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