Preise und Nominierungen

Christoph Ransmayr erhält den Ludwig-Börne-Preis 2020

Autor Christoph Ransmayr
© Magdalena Weyrer

Die Ludwig-Börne-Stiftung verleiht, vertreten durch den diesjährigen Preisrichter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, den Ludwig-Börne-Preis 2020 an Christoph Ransmayr. Wir freuen uns sehr mit unserem Autor über diese Würdigung seines Werks und gratulieren sehr herzlich. Die Preisverleihung findet am Sonntag, den 8. August 2021 im Schloss Bellevue statt.

Aus der Begründung des Preisrichters Frank-Walter Steinmeier:
»Die Reden und Reportagen Ransmayrs zeichnen sich durch genaue Weltbeobachtung und tiefe Menschlichkeit aus. In Zeiten geprägt von Uneinigkeit und Abgrenzungen, hält er auf emphatisch-aufklärerische Weise das Einende hoch. Weder Nation, noch Konfession, noch Stand, noch Geschlecht sind es, die für ihn zählen, sondern allein die Gleichheit der Menschen und das Geheimnis der Existenz.«

»Christoph Ransmayr ist ein Reisender, ein Chronist, ein großer Erzähler von Menschheitsgeschichten – und er ist ein politischer Redner. Schonungslos berichtet er von Krieg, Gräuel und Folter, von Gedankenlosigkeit und menschenverachtendem Denken. Hass und Ausgrenzung setzt Christoph Ransmayr Geschichten entgegen, die von großer Menschlichkeit und einem existentiellen Trost zeugen, Geschichten, die Menschen verbinden, in denen wir das Gemeinsame erkennen.« (Petra Gropp, Programmleiterin Literatur S. Fischer)

»Zu den vornehmsten Möglichkeiten der Literatur zählt die Förderung der Vorstellungskraft durch das Erzählen vom tatsächlichen Leben des Einzelnen, um so gegen Dogma und Klischee, die Voraussetzungen aller Barbarei, zu immunisieren und darin vielleicht sogar eine Ahnung von Glück zu finden.« (Christoph Ransmayr)

 

Christoph Ransmayr wurde 1954 in Wels/Oberösterreich geboren und lebt nach Jahren in Irland und auf Reisen wieder in Wien. Neben seinen Romanen »Die Schrecken des Eises und der Finsternis«, »Die letzte Welt«, »Morbus Kitahara«, »Der fliegende Berg«, »Cox oder Der Lauf der Zeit« und dem »Atlas eines ängstlichen Mannes« erscheinen Spielformen ...

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