Roger Willemsen

Die Enden der Welt

Hardcover
Preis € (D) 22,95 | € (A) 23,60 | SFR 32,90
ISBN: 978-3-10-092104-8
lieferbar
Buch empfehlen

Buchdetails

544 Seiten, gebunden
S. Fischer Verlag
ISBN 978-3-10-092104-8
lieferbar
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.

Weitere Ausgaben

Cover »Die Enden der Welt«
Die Enden der Welt
Preis € (D) 12,00
ISBN: 978-3-596-51223-2
Cover »Die Enden der Welt«
Die Enden der Welt
Preis € (D) 10,99
ISBN: 978-3-596-17988-6
Die Enden der Welt
Preis € (D) 24,95
ISBN: 978-3-941168-42-8
Cover »Die Enden der Welt«
Die Enden der Welt
Preis € (D) 9,49
ISBN: 978-3-10-400807-3

Inhalt

Auf fünf Erdteilen war Roger Willemsen unterwegs, um seine ganz persönlichen Enden der Welt zu finden. Manchmal waren es die großen geographischen: das Kap von Südafrika, Patagonien, der Himalaja, die Südseeinseln von Tonga, der Nordpol. Manchmal waren es aber auch ganz einzigartige, individuelle Endpunkte: eine Bahnstation in Birma, ein Bett in Minsk, ein Fresko des Jüngsten Gerichts in Orvieto, eine Behörde im kriegszerrütteten Kongo. Immer aber geht es in diesen grandiosen literarischen Reisebildern auch um ein Enden in anderem Sinn: um ein Ende der Liebe und des Begehrens, der Illusionen, der Ordnung und Verständigung. Um das Ende des Lebens – und um den Neubeginn.

Die Eifel – Gibraltar – Der Himalaja – Südafrika (»God's Window«) – Island – Patagonien – Timbuktu – Kamtschatka – Birma – Borneo – Italien (Fuciner See) – Bombay – Senegal – Hongkong – Afghanistan – Tonga – Indonesien – Orvieto – Kinshasa – Minsk – Thailand – Madeira – Nordpol

»Heute waren die Wolken eine Sehenswürdigkeit, nicht geringer als die Berge. Von ihrem Anblick ruhte ich mich aus, bis ich hungrig wurde. Da war es vier Uhr früh, alles schlief, und ich tappte durch die Gänge. Um halb sieben Uhr fiel mir eine Frau aus dem Aufzug entgegen, betäubt von Insektenspray. Ich hielt sie kurz im Arm. Glücklich fühlten wir uns beide nur, weil der Insektenspray so stark war. ›In dieser Gegend‹, sagte sie, ›entwickeln sich alle Dinge dramatisch.‹«

Pressestimmen

»Roger Willemsen […] geht es um die Geschichten und diese gerieten zu monströsen Gestalten, würde er seine eigenen Schwächen herausoperieren. So gelingen ihm authentische Schilderungen, die sich wie einen Roman durchleben lassen. […] Eine solche Erzählweise erinnert an den Abenteurer und Schriftsteller Ernst Friedrich Löhndorff oder an Reisereporter wie Wolfgang Bücher, übertrifft aber Ersteren in der Präzision der Empfindung und des Ausdrucks und Letzteren in der Abenteuerlichkeit des Erlebten. Eine besondere Qualität erhalten ›Die Enden der Welt‹ durch ihre Bezüge zu Literatur und Bildender Kunst […] Sie kommen nicht als aufgesetztes bildungsbürgerliches Zitat daher, sondern als Zeugnis einer inneren Notwendigkeit, Welt und Kunst zusammenzudenken.«
Christoph Borgans, literaturkritik.de, 19.5.2011

»Manchmal scheint es, als sei sein ganzes Buch eine Liebeserklärung an die Welt, eine Umarmung der Menschheit, irgendwo zwischen wilder Selbstvergewisserung und lebensweiser Erkenntnis der eigenen Vergänglichkeit.«
Otto Paul Burkhardt, Südwest Presse, 5.2.2011

»Willemsen reist und schreibt mit der Besessenheit und dem Überschwang eines Blaise Cendrars und Bruce Chatwin«
Hans-Jürgen Heinrichs, Die Welt, 15.01.2011

»Das perfekte Geschenk für alle Reisesüchtigen und Fernweh-Opfer.«
Bernd-Uwe Gutknecht, Bayern 3 am Vormittag, 16.12.2010

»[…] alles, was zu haben ist von dieser Welt. Man muss sagen, Willemsen hat daraus das meiste gemacht. Er hat auf eine für ihn selbst anstrengende Weise seine Leser beglückt, vielleicht sogar verändert.«
Susanne Mayer, Die Zeit, 25.11.2010

»Dreissig Jahre lang ist dieser Mann […] durch die Welt gereist. Hat hingeschaut, gefragt, notiert. Ein Flaneur, Reporter, Denker. […] Manche Kapitel lesen sich wie Novellen. […] Immer wieder ist es ein wunderbares, ein erhellendes Buch. Weil man lernt, ahnt, sieht, riecht.«
Gabriele von Arnim, Tages-Anzeiger, 28.10.2010

»Man staunt und man verliert sich in diesem Reisebildern. Das ist auch das eigentliche Ziel des Reisenden Willemsen: nicht ankommen. Wer das kann, findet in jedem Ende der Welt einen neuen Horizont.«
Holger Schlodder, Mannheimer Morgen, 27.10.2010

»Er wendet sich voller Achtung und Empathie den anderen zu, denen er unterwegs begegnet, und im Augenblick des Abschieds entfaltet er eine scheue Zärtlichkeit, die zu Herzen geht.«
Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung, 5.10.2010

»Mit der Besessenheit eines Dokumentarfilmers hält Roger Willemsen fest, was auf ihm einströmt, und bereitet das Erlebte sprachlich so elegant auf, dass es über den literarischen Wert von ›Die Enden der Welt‹ keinen Zweifel gibt.«
Tom Hörner, Stuttgarter Nachrichten, 5.10.2010

»Das Ziel heißt Ich-Verlust, nicht Selbstbestätigung, und deshalb ist das Werk als Fahrtenbuch annährend unbrauchbar, als Roman aber fulminant. (…) Er will weg und kann sich selbst doch nicht entkommen. Er träumt vom Ende der Welt und erwacht stets am Ausgang einer neuen Fahrt. Nichts, was wir nicht schon von anderen Schriftstellern erfahren hätten. Wenn aber so virtuos davon erzählt wird, ist es immer wieder bewegend.«
Daniel Haas, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2.10.2010

»Schaulust und Wissensdurst prägen dieses Buch«
Denis Scheck, ›Druckfrisch‹ - ARD, 26.9.2010

»Willemsens Erzählduktus hat die Eigenschaften eines Amphetamins«
Claudia Schülke, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.9.2010

»Er nimmt den Leser mit auf seine Expeditionen und zwingt ihn, seine Position einzunehmen. Dabei bestechen seine Wortgewalt, sein Blickwinkel, seine Bewertungen und die bildreiche präzise Sprache.«
Annette Bosetti, Rheinische Post, 18.9.2010

»Die Geschichten von den Enden der Welt sind poetische Dokumentationen eines globalen Flaneurs, der seinen voyeuristischen Blick nicht verstohlen auf Verbotenes richtet, sondern der sein Visier offen hält. […] Die ›Enden der Welt‹ öffnen einem die Augen für Nischen, von denen man noch nicht einmal ahnte, dass sie überhaupt existieren; eine Grand Tour durch's Grandiositätenkabinett unserer Welt.«
Katrin Krämer, Radio Bremen - Literaturzeit, 12.9.2010

»ein phantastisch schönes Buch, ein traurig-schönes Buch«
Markus Lanz, ZDF - Markus Lanz, 9.9.2010

»Roger Willemsens Buch ›Die Enden der Welt‹ ist so eine poetische und in weiten Teilen lyrische Dokumentation, dass man das Gefühl hat, man hat es mit einem zu groß geratenen Gedicht zu tun. […] ›Die Enden der Welt‹ ist Reiseliteratur vom Feinsten. Auf den 542 Seiten gibt es reichlich Gelegenheit zum Schmunzeln und Staunen.«
Katharina Sieckmann, Hessischer Rundfunk - Mikado, 8.9.2010

Über Roger Willemsen

Roger Willemsen veröffentlichte sein erstes Buch 1984 und arbeitete danach als Dozent, Herausgeber, Übersetzer, Essayist und Korrespondent aus London, ab 1991 auch als Moderator, Regisseur und Produzent fürs Fernsehen. Er erhielt u. a. den Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis in Gold. Heute steht er mit Soloprogrammen oder gemeinsam mit Dieter Hildebrandt auf der Bühne. Sein Roman ›Kleine Lichter‹ wurde mit Franka Potente in der Hauptrolle verfilmt, sein Film über den Jazzpianisten Michel Petrucciani in vielen Ländern gezeigt. Willemsen ist »amnesty«-Botschafter, Schirmherr des Afghanischen Frauenvereins und Honorarprofessor für Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin. Seine Bestseller ›Deutschlandreise‹, ›Gute Tage‹, ›Afghanische Reise‹, ›Der Knacks‹, ›Bangkok Noir‹ und zuletzt ›Die Enden der Welt‹ erschienen im S. Fischer Verlag und im Fischer Taschenbuch Verlag. Sie wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Mehr über Roger Willemsen

Roger Willemsen
Foto: Anita Affentranger


Interview zum Buch

Die Enden der Welt, 09.07.2010
Roger Willemsen im Gespräch mit seinem Lektor Jürgen Hosemann
Jürgen Hosemann: Am Ende der Welt steht vermutlich kein Schild. Woher weiß man, dass man da ist?
Roger Willemsen: Am Kap der guten Hoffnung in Südafrika war das Ende der Welt immerhin mit einem Gatter versehen. Davor stand ein Schild mit der Gebührenordnung, den Eintrittspreisen. Als ich kam, hatte dies Ende der Welt gerade geschlossen, und es wurde auch nicht wieder geöffnet. Von einem Seitenweg aus konnte ich allerdings erkennen, dass es sich um einen öden Hügel handelte, bedeckt mit Andenken. Nicht gerade eine glamouröse Art zu enden, doch andererseits wird so selbst eine wüste Erdkuppe zur Sehenswürdigkeit.
Die Enden der Welt
 
0 Artikel  0.00 €