Monika Maron

Ach Glück

Roman
Hardcover
Preis € (D) 18,90 | € (A) 19,50 | SFR 27,50
ISBN: 978-3-10-048820-6
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Buchdetails

Roman
224 Seiten, gebunden
S. Fischer Verlag
ISBN 978-3-10-048820-6
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Inhalt

Ob dies nun der von Johanna insgeheim herbeigesehnte Neuanfang ist oder einfach nur ein Aufbruch, als sie kurzentschlossen dem Lockruf der alten russischen Aristokratin Natalia Timofejewna nach Mexiko folgt, weiß sie selbst nicht.
Während sie in 10.000 Meter Höhe erwartungsvoll einer fremdartigen Welt entgegensieht, vielleicht der Begegnung mit der legendären Leonora Carrington, jener wunderbar-verrückten surrealistischen Künstlerin, irrt Achim in Berlin ziellos zwischen den gewohnten Plätzen und Ritualen umher, bedrängt von der Frage, was Johannas Flucht zu bedeuten hat und wie die seltsame Verwandlung seiner Frau mit jenem schwarzen zotteligen Hund zusammenhängt, den sie eines Tages angebunden an einem Abfalleimer an der Autobahn fand und mitnahm.
Ach Glück, sagt Johanna.

Pressestimmen

»Monika Marons neues Buch ist eine feinsinnige Recherche - Glücksuche auf hohem Niveau.«
Wolf Scheller, Rheinische Post, 18.7.2007

»Glasklar schreibt diese Autorin, umstandslos, zielgenau, mit dem lakonischen Sinn fürs Wesentliche und einem unbestechlich scharfen, bisweilen satirischen Blick.« Bettina Schulte, Badische Zeitung, 11.8.2007

»Ein Roman über männliche Sprachlosigkeit und weibliche Sehnsucht, von einer Wortgewalt und psychologischen Trennschärfe, dass man den Textmarker nicht mehr aus der Hand legen möchte.« Myself, 18.7.2007

»Die Sätze scheinen ihr flüssiger aus der Feder zu fließen, dem Phänomen des Alterns begegnet die Autorin mit einem gelassenen Augenzwinkern, und zudem lässt sie in einigen Passagen ein beachtliches humoristisch-satirisches Potenzial aufblitzen.(...) Dieses Buch ist rundherum empfehlenswertes Anti-Aging für den Geist.«
Peter Mohr, Eßlinger Zeitung, 21.7.2007

»Monika Maron erzählt scharfsinnig vom Kampf der Geschlechter.«
Peter M. Hetzel, Schweizer Illustrierte, 23.7.2007

»Wieder einmal hat Monika Maron feinfühlig zwei Seelenleben ausgelotet.«
Roland Mischke, Augsburger Allgemeine, 25.7.2007

»Es ist, soviel gleich vorweg, eine lebenskluge, ermutigende, leichte, humorvolle - eine fulminante Lektüre. Spannender zu lesen als Harry Potter...(...) Die Autorin erzählt mit kühler beiläufiger Leidenschaft in einer einfachen, klaren Sprache, die kein überflüssiges Wort duldet und ihren Gedankenkosmos aus der Schärfe der Beobachtung entwickelt. Die Spannung hält sich durch die bis zum Schluss offene Geschichte der allmählichen Trennung.(...) Wenn Monika Maron, 66, jetzt die Resonanzen auf ihre Glücksüberlegungen einsammelt, wird sie für Momente wieder genau wissen, was das ist, Glück.«
Birgit Walter, Berliner Zeitung, 26.7.2007

»In der zurückgenommen erzählten Geschichte steckt hohe Spannung. Sie macht neugierig darauf, wie Johannas weitere Suche verlaufen wird. Denn Monika Marons ›Ach Glück‹ ist eine Entwicklungsgeschichte, eine in das Zeitfenster eines Atlantikfluges eingekapselte Rückschau auf ein Leben und Reflexionen darüber, leicht daherkommend, aber intensiv.«
Claudia Toll, NDR Kultur, Matinée, 27.7.2007

»Monika Maron ist eine Meisterin der kleinen Sinnfragen, hinter denen sich die großen Mysterien des Lebens verbergen. Zum Beispiel: Warum ist mein Hund bedingungslos glücklich, und ich nicht? Das kommt banal daher, kann einen aber tagelang ins Grübeln bringen.«
Gerda-Marie Schönfeld, stern.de, 27.7.2007

»Monika Maron erzählt auf melancholisch souveräne, auf heitere und wehmütige Weise vom Älterwerden und Ältersein, von der Differenz zwischen Männern und Frauen, von der Starre der einen und dem Mut der anderen. ›Ach Glück‹: Das könnte der Stoßseufzer aller Figuren in diesem schönen Roman sein, je nach dem wie man ihn betont, steckt in ihm Hoffnung oder Resignation.«
Manuela Reichart, rbb Kulturradio, 19.7.2007, auch im WDR, Mosaik, 27.7.2007

»(…) eine spannende, komplexe Geschichte. (...) Marons Tonfall, in den neunziger Jahren von unerbittlicher Strenge, wenn es um die DDR ging, hat sich gemildert. Das ist gut für ihre Prosa, in der sie zu größerer Gelassenheit findet.« Jörg Magenau, Tagesspiegel, 27.7.2007

»Monika Marons neues Meisterwerk ›Ach Glück‹ beschreibt einfühlsam die Schwierigkeit, eine glückliche Beziehung zu führen.«
Ruhr Nachrichten, 2.8.2007

»Dieser schöne, perspektivisch aufgefächerte, mit herbem Esprit erzählte Roman eines Ausbruchs speist sich merklich aus dem Melancholievorrat bürgerlich-intellektueller Ziellosigkeit.«
Ralph Gambihler, Freie Presse Chemnitz, 3.8.2007

»Man darf ruhig staunen darüber, wie es Monika Maron versteht, in aller stilistischer Eleganz die Psyche Achims aufzublättern und ihm literarisch zu seinem Recht zu verhelfen. Das liest sich hervorragend.«
Sabine Dultz, Münchner Merkur, 3.8.2007

»Monika Maron erzählt lakonisch und voller Witz von der Krise einer Mittfünfzigerin, die an der Ereignislosigkeit ihres Lebens leidet und nüchtern der eigenen Zukunft entgegen blickt. (...) Monika Maron erzählt nichts Spektakuläres, aber ist das Leben spektakulär? Bemerkenswert ist, wie Monika Maron davon erzählt, bilderreich und klug und mit großer Ruhe. ›Ach Glück‹ ist ein kleiner, feiner Roman über das Älterwerden.«
Heide Soltau, NDR Info, 4.8.2007

»Mit scharfer Beobachtungsgabe beschreibt sie eine Langzeitbeziehung mit all ihren kommunikativen und erotischen Abnutzungserscheinungen, den Missverständnissen und unterschwelligen Vorwürfen, die jedes noch so harmlose Gespräch begleiten. (...) ›Ach Glück‹, der lakonische Titel drückt es gut aus, ist viel zu bissig und schonungslos, um als Ratgeber für ein erfülltes (Senioren-) Leben zu taugen.«
Marion Lühe, taz, 4.8.2007

»Mit der Lektüre von Monika Marons Roman kommt man dem Glück um ein schönes Stück näher.«
Anton Thuswaldner, ORF, Ö1, Ex libris, 5.8.2007

»Marons Buch besticht durch eine große epische Gelassenheit. Und seine Genauigkeit und sein sprachlicher Takt sind rar in der deutschen Literatur dieser Jahre. (...) Mit ihrer Heldin Johanna hat uns Monika Maron nicht nur eine Heldin geschenkt, deren Lebenslust ansteckend wirkt und die mit Würde auf ihren Sehnsüchten und Wünschen besteht; sie hat darüber hinaus ein Stück Literatur vorgelegt, mit dem sie sich endgültig als Erzählerin von europäischem Rang profiliert hat.«
Peter Henning, Spiegel online, 7.8.2007

»Das Bestechende an Marons Prosa ist nicht allein die Eleganz der Sprache, der weiche Fluss der Worte. Es ist dieses Mäandern der Gedanken, dem man sich leichten Herzens überlässt. Ihr Ton, eine geglückte Mischung aus Lakonie und Ironie und fern jeder Larmoyanz, gepaart mit einem feinen Schuss Selbstironie und einer gelegentlich aufblitzenden Boshaftigkeit, macht die Lektüre zu einem großen Vergnügen. Einmal mehr zeigt sich Monika Maron als eine der wichtigsten deutschen Schriftstellerinnen.«
Jeanette Stickler, Hannoversche Allgemeine, 15.8.2007

»Monika Maron benutzt dieses konventionelle Handlungsgerüst, um daran eine Menge amüsanter Episoden aufzuhängen, die durch ihre haarscharf beobachteten Details und ihre fein ironische Figurenzeichnung die Lektüre zum Vergnügen machen.«
Alexander Altmann, tz, 17.8.2007

»Einmal mehr beweist Monika Maron, dass sich gerade hinter einfachen, klaren Sätzen oft Tiefsinniges verbirgt. Die 66jährige erzählt leise und leicht.«
Ute Schwarzwald, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 22.8.2007

»(…) ohne Pathos und Kitsch. Mit feiner Ironie und kühler Distanz berichtet sie von Missverständnissen und Missvergnügen, Ratlosigkeit und Aufbruch (…) Ein Kunstgriff der klar macht, warum selbst kopfgesteuerte Intellektuelle ihre Gefühle nicht mit Worten beschreiben und für ihr gemeinsames Leben nicht die gleiche Sprache finden können.«
Frank Dietschreit, Mannheimer Morgen, 24.8.2007

»Monika Maron strebt keinen Jahrhundertroman an, sondern legt alle paar Jahre einen dieser sorgfältig gearbeiteten Zweihundertseiter vor, geschrieben in dichter, lakonischer Prosa, der auch die Würze bitterer Komik nicht fehlt. (...) Interessant wird dieses Beziehungsdrama im siebenundzwanzigsten Ehejahr gerade dadurch, dass es die Möglichkeit der Perspektive ausschöpft.«
Wolfgang Schneider, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.8.2007

»Mit kühler Genauigkeit hat Monika Maron einen Seelenzustand nacherlebbar gemacht, der nach neuem Werden ruft.«
Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland, September 2007

»Monika Maron macht in ihrem Roman das Unspektakuläre spektakulär, weil sie es in wunderbar eleganten Sätzen umkreist, weil sie klug und pointiert Ambivalenzen schildern kann. Sie schafft es, Trauer und Komik, Überschwang und Niedergeschlagenheit zu verschwistern, so dass die Janusköpfigkeit der Liebe und des Alterns immer nahezu gleichzeitig präsent sind.(...) Für alle, die sich nach einem literarisch makellosen, stillen Roman sehnen, bietet ›Ach Glück‹ das Erhoffte.«
Barbara Dobrick, Radio Bremen, Literaturzeit, 2.9.2007

»Mit ›Ach Glück‹ ist Monika Maron ein unterhaltsamer, facettenreicher und mitunter selbstironischer Roman gelungen.«
Frank Quilitzsch, Thüringer Landeszeitung, 8.9.2007

»›Ach Glück‹ ist ein mit feiner Ironie erzählter Roman, der viel zu früh zu Ende geht. Und die zentrale Frage - was ist ein geglücktes Leben? - wartet noch auf viele Antworten. Aber Johanna war schon die Heldin in Monika Marons Roman ›Endmoränen‹, was mich sehnsüchtig auf ein Wiedersehen hoffen lässt.«
Brigitte Heft , 12. 9. 2007

»Das Buch wird sich gut verkaufen: Weil Monika Maron natürlich stilistisch versiert schreibt. Aber auch, weil sie die wunden Punkte vieler (Ehe-) Frauen um die fünfzig trifft - und sie literarisch veredelt.«
Carola Ebeling, Rheinsicher Merkur, 20.9.2007

»Präzises, unsentimentales Psychogramm.«
ELLE, Oktober 2007

» (…) scharfsichtig, vergnüglich und ein klein bisschen wehmütig.«
Rolf Pfeiffer, Westfälische Rundschau, 10.10.2007

»Monika Maron, diese kluge, lebenserfahrene und kampferprobte Autorin, macht daraus eine lesenswerte Studie des gegenseitigen Verkennens und Verfehlens. (...) So allumfassend klug kann nur eine Romancière sein: Monika Maron beherrscht die Kunst des doppelten Blicks.«
Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 24.10.2007

»Sie hält die Dinge wunderbar leicht in der Schwebe. Keine Larmoyanz. Höchstens ein bisschen Melancholie. Ein Buch für Erwachsene.«
Hermann Rudolph, Tagesspiegel, 8.12.2007

»Der Roman des Jahres zur Altersliebessuche ist Monika Marons ›Ach Glück‹«
Uwe Wittstock, Die Welt, 8.12.2007

Über Monika Maron

Monika Maron ist 1941 in Berlin geboren, wuchs in der DDR auf, übersiedelte 1988 in die Bundesrepublik und lebt seit 1993 wieder in Berlin. Sie veröffentlichte u. a. die Romane ›Flugasche‹, ›Die Überläuferin‹, ›Stille Zeile sechs‹, ›Animal triste‹, ›Pawels Briefe. Eine Familiengeschichte‹, ›Endmoränen‹ und ›Ach Glück‹, außerdem mehrere Essaybände. Zuletzt erschien die Reportage ›Bitterfelder Bogen‹. Sie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter dem Kleist-Preis (1992), dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2003), dem Deutschen Nationalpreis (2009) und dem Lessing-Preis des Freistaats Sachsen (2011).

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Foto: Jürgen Bauer
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