Roger Willemsen + Ralf Tooten

Bangkok Noir

Hardcover
Preis € (D) 26,95 | € (A) 27,80 | SFR 36,90
ISBN: 978-3-10-092106-2
lieferbar
Buch empfehlen

Buchdetails

368 Seiten, gebunden
S. Fischer Verlag
ISBN 978-3-10-092106-2
lieferbar
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.

Inhalt

Ein literarisches Nachtbild mit mehr als 300 Fotos von suggestiver Kraft: Nie zeigte Bangkok mehr Farben als in »Bangkok Noir«.
Etwa drei Monate lang lebte Roger Willemsen in Bangkok, verließ seine Bleibe allabendlich um 18 Uhr und kehrte im Morgengrauen zurück. In den Nächten durchstreifte er mit dem in Bangkok wohnenden Fotografen Ralf Tooten die Stadt: die Nachtclubs, Karaoke-Bars und Massage-Salons, die Kickbox-Studios, Nachtmärkte, Tempel und Baustellen. Er besuchte Wahrsager, Tätowierer und Aura-Fotografen, den Amulett-Markt, den Jahrmarkt der Gastarbeiter, das Straßenkino. Er aß bei den Insektenverkäufern, fand die geheimen Schlafplätze der Elefanten und kampierte unter den Demonstranten gegen die Regierung. Er fand Zugang zu Nobel-Clubs, aber ebenso zu den Glücksspielern aus den Armen-Wohnblocks. Entstanden ist ein großes Nocturno, komponiert aus lauter literarischen Nachtbildern und mehr als 300 Fotos von Ralf Tooten.

Pressestimmen

»Ein Reisebericht der anderen Sorte, den zu lesen größtes Vergnügen macht.«
Marc Peschke, Die Rheinpfalz, 19.12.2009

»Es ist also ein kluges Buch, und es ist ein schönes Buch, auch weil die Bilder nicht auf ›schön‹ gemacht sind.«
Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 14.12.2009

»ein geradezu magischer Gedankenstrom«
Jan Drees, Bücher, Dezember 2009

»Es ist also ein kluges Buch, und es ist ein schönes Buch, auch weil die Bilder nicht auf ›schön‹ gemacht sind.«
Martin Ebel, Basler Zeitung, 14.12.2009

»Und so ist auf den wunderbaren Fotografien des mehrfach ausgezeichneten Tooten keine der üblichen Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Nicht die vordergründig schönsten Seiten Bangkoks hat er abgelichtet - sondern die interessantesten. Seine Aufnahmen sind eindrucksvolle Kompositionen, die mit dem künstlichen Licht der Stadt spielen.«
Björn Gauges, Fuldaer Zeitung, 12.12.2009

»Eine Expedition in die Nacht: glänzend beobachtet und als Erkundung kultureller Differenzen klug reflektiert. […] Literarische Reportagekunst.«
Gregor Dotzauer, Börsenblatt des Deutschen Buchhandels, 26.11.2009

»Und in den Sätzen pulsiert das Fieber, pulsieren Farben und Hunger und die vielfältige Hysterie dieser fernöstlichen Metropole.«
Ingrid Mylo, Badische Zeitung, 25.11.2009

»›Bangkok Noir‹ - ein Buch, das wirklich den Blick schärft und die Perspektive wechselt.«
Eckart von Hirschhausen, »Tietjen und Hirschhausen« - NDR Fernsehen, 20.11.2009

»Eine Großstadt-Serenade in Moll. […] Text und Bilder verwandeln das plumpe Klischee der Sex-Metropole in eine heißkalte Komposition, die den Leser bei aller Intimität auf Distanz hält. Der Intellektuelle im Sündenbabel moralisiert nicht, er philosophiert. Ist Beobachter und Akteur. Und das macht diese Reise durch die Nacht zu einem literarischen Leuchtfeuer.«
Stern, 15.10.2009

»Etwa drei Monate lang lebt Willemsen in Bangkok und nimmt alles auf, was er hört und sieht. Komponiert daraus eine still vor sich hinmäandernde grosse Reportage, die von vielen subtilen Beobachtungen lebt - und von den wunderschönen Bildern. Wunderschön nicht im landläufigen Sinn, aber unglaublich in ihrer Ausdruckskraft.«
Rolf App, St. Galler Tagblatt, 10.9.2009

»Ein ziemlich ungewöhnliches Stadtporträt mit Fotos voller Neonlichter und Sätzen voller Einsichten.«
Hörzu, 10.10.2009

»ein selten präzises, intimes, lebenssattes Porträt der Stadt«
Stefan Fischer, Süddeutsche Zeitung, 24.9.2009

»ein glanzvoller Dichter […] eine Rhapsodie in Schwarz, ein überwältigender Gesang in Prosa auf Glück und Elend im asiatischen Metropolis.«
Claudia Schülke, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.9.2009

»Roger Willemsen […] Der rote Faden? Seine unersättliche Neugier. Wir entdecken nicht nur Bangkok neu, sondern auch diesen Herrn: ein Mann ohne Berührungsängste. Ein Wahrnehmungssüchtiger.«
Carola Wittrock, HR Fernsehen - Hauptsache Kultur, 10.9.2009

»Was das Buch zu etwas Besonderem macht, ist die Kombination aus Bild und Text. Beides zusammen ergibt ein kleines Kunstwerk, eine flirrende Momentaufnahme, eine Hommage auf das ›schwarze Bangkok‹, auf das nächtliche Leben, auf das Leben selbst. Ein Reisebericht der anderen Sorte, den zu lesen größtes Vergnügen macht.«
Marc Peschke, hr-online, 7.9.2009

Über Roger Willemsen + Ralf Tooten

Roger Willemsen veröffentlichte sein erstes Buch 1984 und arbeitete danach als Dozent, Herausgeber, Übersetzer und Korrespondent aus London, ab 1991 auch als Moderator, Regisseur und Produzent fürs Fernsehen. Er erhielt u. a. den Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis in Gold, für seine Bücher den Rinke- und den Julius-Campe-Preis. Heute steht er mit Soloprogrammen oder gemeinsam mit Dieter Hildebrandt auf der Bühne. Sein Monolog ›Kleine Lichter‹ wurde verfilmt, ›Der Knacks‹ von Jan Müller-Wieland vertont und sein Film über den Jazzpianisten Michel Petrucciani in vielen Ländern gezeigt. Willemsen ist Schirmherr des Afghanischen Frauenvereins und Honorarprofessor für Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin. Seine Bestseller ›Deutschlandreise‹, ›Gute Tage‹, ›Afghanische Reise‹, ›Der Knacks‹, ›Bangkok Noir‹ und zuletzt ›Die Enden der Welt‹ erschienen im S. Fischer Verlag und im Fischer Taschenbuch Verlag. Sie wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Mehr über Roger Willemsen

Roger Willemsen
Foto: Anita Affentranger

Ralf Tooten, geboren 1958 am Niederrhein, arbeitete bereits in jungen Jahren als Set-Fotograf bei Volker Schlöndorffs “Blechtrommel”-Verfilmung. Seither hat er für zahlreiche internationale Magazine, Buchproduktionen, Ausstellungs-Projekte und Galerien gearbeitet. Sein erster Bildband – »Augen der Weisheit« – erregte weltweit Aufmerksamkeit. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter der renommierte Hasselblad Master Award. Ralf Tooten lebt und arbeitet in Bangkok.

Mehr über Ralf Tooten

Ralf Tooten
Foto: Ralf Tooten


Interview zum Buch

Die Enden der Welt, 09.07.2010
Roger Willemsen im Gespräch mit seinem Lektor Jürgen Hosemann
Jürgen Hosemann: Am Ende der Welt steht vermutlich kein Schild. Woher weiß man, dass man da ist?
Roger Willemsen: Am Kap der guten Hoffnung in Südafrika war das Ende der Welt immerhin mit einem Gatter versehen. Davor stand ein Schild mit der Gebührenordnung, den Eintrittspreisen. Als ich kam, hatte dies Ende der Welt gerade geschlossen, und es wurde auch nicht wieder geöffnet. Von einem Seitenweg aus konnte ich allerdings erkennen, dass es sich um einen öden Hügel handelte, bedeckt mit Andenken. Nicht gerade eine glamouröse Art zu enden, doch andererseits wird so selbst eine wüste Erdkuppe zur Sehenswürdigkeit.
Bangkok Noir
 
0 Artikel  0.00 €