Roger Willemsen

Das müde Glück

Hörbuch
Preis € (D) 16,95 | € (A) 17,50 | SFR 25,90
ISBN: 978-3-941168-88-6
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Buchdetails

Roof Music
ISBN 978-3-941168-88-6
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Inhalt

»So lange Sie wachsen, Herr Hopp, sind Sie nicht verloren. Ihr Glück ist nur gerade müde. Also wachsen Sie!«

Kaum eine Figur des Alten Testaments ragt so groß und feierlich aus der Offenbarung wie Hiob. Kaum eine andere ist so oft interpretiert und in neue Zusammenhänge gebracht worden, und nicht umsonst hat der Name des Unglücklichen seine Spur selbst im alltäglichen Sprechen hinterlassen. Wo von »Hiobsbotschaften« die Rede ist, assoziiert man »schlechte Nachrichten«, und das nicht zu Unrecht, doch was widerfährt Hiob, warum ihm, wie reagiert und wie endet er eigentlich?
Roger Willemsen hat den alten Stoff bearbeitet und ihn für Erwachsene, aber ebenso für Kinder ab etwa acht Jahren, so neu erzählt, dass nicht die Frage des Gottesglaubens, sondern der Umgang mit dem Unglück im Zentrum steht. Entscheidend für diese Version der Geschichte ist nicht vor allem der Einbruch der Katastrophe in eine glückliche Welt, sondern der Versuch, diese Katastrophe zu verstehen, zu wenden und sich über das unvermeidliche Unglück zu trösten.

Über Roger Willemsen

Roger Willemsen veröffentlichte sein erstes Buch 1984 und arbeitete danach als Dozent, Herausgeber, Übersetzer und Korrespondent aus London, ab 1991 auch als Moderator, Regisseur und Produzent fürs Fernsehen. Er erhielt u. a. den Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis in Gold, für seine Bücher den Rinke- und den Julius-Campe-Preis. Heute steht er mit Soloprogrammen oder gemeinsam mit Dieter Hildebrandt auf der Bühne. Sein Monolog ›Kleine Lichter‹ wurde verfilmt, ›Der Knacks‹ von Jan Müller-Wieland vertont und sein Film über den Jazzpianisten Michel Petrucciani in vielen Ländern gezeigt. Willemsen ist Schirmherr des Afghanischen Frauenvereins und Honorarprofessor für Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin. Seine Bestseller ›Deutschlandreise‹, ›Gute Tage‹, ›Afghanische Reise‹, ›Der Knacks‹, ›Bangkok Noir‹ und zuletzt ›Die Enden der Welt‹ erschienen im S. Fischer Verlag und im Fischer Taschenbuch Verlag. Sie wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

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Roger Willemsen
Foto: Anita Affentranger


Interview zum Buch

Die Enden der Welt, 09.07.2010
Roger Willemsen im Gespräch mit seinem Lektor Jürgen Hosemann
Jürgen Hosemann: Am Ende der Welt steht vermutlich kein Schild. Woher weiß man, dass man da ist?
Roger Willemsen: Am Kap der guten Hoffnung in Südafrika war das Ende der Welt immerhin mit einem Gatter versehen. Davor stand ein Schild mit der Gebührenordnung, den Eintrittspreisen. Als ich kam, hatte dies Ende der Welt gerade geschlossen, und es wurde auch nicht wieder geöffnet. Von einem Seitenweg aus konnte ich allerdings erkennen, dass es sich um einen öden Hügel handelte, bedeckt mit Andenken. Nicht gerade eine glamouröse Art zu enden, doch andererseits wird so selbst eine wüste Erdkuppe zur Sehenswürdigkeit.
Die Enden der Welt, 09.07.2010
Roger Willemsen im Gespräch mit seinem Lektor Jürgen Hosemann
Jürgen Hosemann: Am Ende der Welt steht vermutlich kein Schild. Woher weiß man, dass man da ist?
Roger Willemsen: Am Kap der guten Hoffnung in Südafrika war das Ende der Welt immerhin mit einem Gatter versehen. Davor stand ein Schild mit der Gebührenordnung, den Eintrittspreisen. Als ich kam, hatte dies Ende der Welt gerade geschlossen, und es wurde auch nicht wieder geöffnet. Von einem Seitenweg aus konnte ich allerdings erkennen, dass es sich um einen öden Hügel handelte, bedeckt mit Andenken. Nicht gerade eine glamouröse Art zu enden, doch andererseits wird so selbst eine wüste Erdkuppe zur Sehenswürdigkeit.
Das müde Glück
 

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