Roger Willemsen
Die Enden der Welt
Hardcover
Preis € (D) 22,95 | € (A) 23,60 | SFR 32,90
ISBN: 978-3-10-092104-8
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Buchdetails
544 Seiten, gebunden
S. FISCHER
ISBN 978-3-10-092104-8
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Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.
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Inhalt
Auf fünf Erdteilen war Roger Willemsen unterwegs, um seine ganz persönlichen Enden der Welt zu finden. Manchmal waren es die großen geographischen: das Kap von Südafrika, Patagonien, der Himalaja, die Südseeinseln von Tonga, der Nordpol. Manchmal waren es aber auch ganz einzigartige, individuelle Endpunkte: eine Bahnstation in Birma, ein Bett in Minsk, ein Fresko des Jüngsten Gerichts in Orvieto, eine Behörde im kriegszerrütteten Kongo. Immer aber geht es in diesen grandiosen literarischen Reisebildern auch um ein Enden in anderem Sinn: um ein Ende der Liebe und des Begehrens, der Illusionen, der Ordnung und Verständigung. Um das Ende des Lebens – und um den Neubeginn.
Die Eifel – Gibraltar – Der Himalaja – Südafrika (»God's Window«) – Island – Patagonien – Timbuktu – Kamtschatka – Birma – Borneo – Italien (Fuciner See) – Bombay – Senegal – Hongkong – Afghanistan – Tonga – Indonesien – Orvieto – Kinshasa – Minsk – Thailand – Madeira – Nordpol
»Heute waren die Wolken eine Sehenswürdigkeit, nicht geringer als die Berge. Von ihrem Anblick ruhte ich mich aus, bis ich hungrig wurde. Da war es vier Uhr früh, alles schlief, und ich tappte durch die Gänge. Um halb sieben Uhr fiel mir eine Frau aus dem Aufzug entgegen, betäubt von Insektenspray. Ich hielt sie kurz im Arm. Glücklich fühlten wir uns beide nur, weil der Insektenspray so stark war. ›In dieser Gegend‹, sagte sie, ›entwickeln sich alle Dinge dramatisch.‹«
Die Eifel – Gibraltar – Der Himalaja – Südafrika (»God's Window«) – Island – Patagonien – Timbuktu – Kamtschatka – Birma – Borneo – Italien (Fuciner See) – Bombay – Senegal – Hongkong – Afghanistan – Tonga – Indonesien – Orvieto – Kinshasa – Minsk – Thailand – Madeira – Nordpol
»Heute waren die Wolken eine Sehenswürdigkeit, nicht geringer als die Berge. Von ihrem Anblick ruhte ich mich aus, bis ich hungrig wurde. Da war es vier Uhr früh, alles schlief, und ich tappte durch die Gänge. Um halb sieben Uhr fiel mir eine Frau aus dem Aufzug entgegen, betäubt von Insektenspray. Ich hielt sie kurz im Arm. Glücklich fühlten wir uns beide nur, weil der Insektenspray so stark war. ›In dieser Gegend‹, sagte sie, ›entwickeln sich alle Dinge dramatisch.‹«
Über Roger Willemsen
Interview zum Buch
Die Enden der Welt, 09.07.2010
Roger Willemsen im Gespräch mit seinem Lektor Jürgen Hosemann
Jürgen Hosemann: Am Ende der Welt steht vermutlich kein Schild. Woher weiß man, dass man da ist?
Roger Willemsen: Am Kap der guten Hoffnung in Südafrika war das Ende der Welt immerhin mit einem Gatter versehen. Davor stand ein Schild mit der Gebührenordnung, den Eintrittspreisen. Als ich kam, hatte dies Ende der Welt gerade geschlossen, und es wurde auch nicht wieder geöffnet. Von einem Seitenweg aus konnte ich allerdings erkennen, dass es sich um einen öden Hügel handelte, bedeckt mit Andenken. Nicht gerade eine glamouröse Art zu enden, doch andererseits wird so selbst eine wüste Erdkuppe zur Sehenswürdigkeit.

