Zsuzsa Bánk

Die hellen Tage

Roman
Hardcover
Preis € (D) 21,95 | € (A) 22,60 | SFR 31,50
ISBN: 978-3-10-005222-3
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Buchdetails

Roman
544 Seiten, gebunden
S. FISCHER
ISBN 978-3-10-005222-3
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Inhalt

In einer süddeutschen Kleinstadt erlebt das Mädchen Seri helle Tage der Kindheit: Tage, die sie im Garten ihrer Freundin Aja verbringt, die aus einer ungarischen Artistenfamilie stammt und mit ihrer Mutter in einer Baracke am Stadtrand wohnt.
Aber schon die scheinbar heile Welt ihrer Kindheit in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts hat einen unsichtbaren Sprung: Seris Vater starb kurz nach ihrer Geburt, und Ajas Vater, der als Trapezkünstler in einem Zirkus arbeitet, kommt nur einmal im Jahr zu Besuch. Karl, der gemeinsame Freund der Mädchen, hat seinen jüngeren Bruder verloren, der an einem hellblauen Frühlingstag in ein fremdes Auto gestiegen und nie wieder gekommen ist.
Es sind die Mütter, die Karl und die Mädchen durch die Strömungen und Untiefen ihrer Kindheit lotsen und die ihnen beibringen, keine Angst vor dem Leben haben zu müssen und sich in seine Mitte zu begeben.
Zsuzsa Bánk erzählt die Geschichte dreier Familien und begleitet ihre jungen Helden durch ein halbes Leben: Als Seri, Karl und Aja zum Studium nach Rom gehen, wird die Stadt zum Wendepunkt ihrer Biographien – und zur Zerreißprobe für eine Freundschaft zwischen Liebe und Verrat, Schuld und Vergebung.

Nach ihrem hochgelobten Debütroman »Der Schwimmer« schreibt Zsuzsa Bánk die bewegende Geschichte dreier Kinder, die den Weg ins Leben finden. »Die hellen Tage« ist ein großes Buch über Freundschaft und Verrat, Liebe und Lüge – über eine Vergangenheit, die erst allmählich ihre Geheimnisse enthüllt, und die Sekunden, die unser Leben für immer verändern.

Leserstimmen

»Ein unglaubliches Buch! Ich danke Ihnen von Herzen. Selten zuvor hat mich ein Buch so berührt. Am liebsten möchte ich es jedem in die Hand drücken und sagen „Lesen Sie dieses Buch!“. Eine wundervolle poetische Sprache (…) und Charaktere, die man nicht mehr loslassen möchte. (…) Es ist schon jetzt eins meiner Lieblingsbücher 2011.« Martje Bertram, Universitätsbuchhandlung Holderer, Gießen

»Seit Zsuzsa Banks Lesung am Savignyplatz im Cafe Brel ist mir ihre Stimme noch im Ohr und noch auf dem Nachhauseweg fing ich an, ihr Buch aufzuessen. Dieses Buch ist ein absoluter Genuss Zeile für Zeile! Ich bin noch nicht ganz durch, aber dieses besondere Gefühl von Geborgenheit und den Zauber der Erinnerung hat sie so wunderbarst in Worte gefasst, dass ich immer wieder auf einer Meta-Ebene berührt werde, die bisher keine Worte dafür kannte. Ich wünsche mir, dass das Hörbuch auch Zsuzsa Banks Stimme bekommt.«
Sandra Brust, Lehmann´s Fachbuchhandlung, Berlin

»Lange gab es keinen Roman, in den ich derart eingetaucht bin, mich von der Stimmung habe tragen lassen und mit den Personen mitempfunden habe. Das Buch ist zum Weinen schön, zum Atem anhaltend fesselnd und dank seiner Sprache ein Geschenk an die Leser.«
Cornelia Kipura, Tolksdorf Bücherstube, Hofheim/Ts.

»Ein ganz wunderbares Buch!«
C. Herbold, uchhandlung Hella Winnemuth, Hann. Münden

»Dieser Roman ist wie eine Fuge von Bach: klar und wesentlich und kraftvoll und traurig, und so perfekt, dass ich dankbar bin, dieses Kunstwerk lesen zu dürfen.« Claudia Hullmann, Thalia, Magdeburg

»Wenn man wie ich in den 60ern in eben solch einer Kleinstadt aufgewachsen ist, kennt man den Geruch, der den Orten des Buches entströmt. Man kennt die Glocke an der Ladentüre – hier eines Fotografen. Die Atmosphäre wird ganz fein beschrieben ohne derart ins Detail zu gehen, dass der eigenen Fantasie nichts mehr bliebe; im Gegenteil: ohne viel Worte ist alles da und man kann sich selbstvergessen dem Buch hingeben und mit den Kindern wachsen und den Eltern altern. Man braucht Zeit und Muße für diesen Roman – er bedankt sich dafür mit seinem Zauber.«
Ulrich Brockmann, Karola Brockmann Die Buchhandlung, Brühl

»Eine unglaubliche Wucht hat dieses Buch. Nicht enden wollende Sätze, vielschichtig, Worte quellen und sprudeln unaufhörlich hervor, ein Schreibfluss, der nur noch Staunen lässt. Vielschichtige Spiegelungen, Psychogramme, kaum zum Atemholen, einfach sprachgewaltig. Eine Hymne an die Kindheit und das ländliche Leben.«
Andrea Brida-Laurenz, Pan Buchhandlung, Ditzingen

»Ich bin absolut überwältigt von Zsuzsa Bánks unvergleichlicher metapherreicher Sprache, die mich sehr stark fasziniert hat.«
Eva Seitz-Brückner, RavensBuch, Ravensburg

»Eben habe ich die neue Bank fertig gelesen und bin ganz begeistert von diesem zauberhaften, leichten und doch auch so traurigem Buch. Ich denke das wird eines meiner Lieblingsbücher von diesem Frühling sein.«
Christine Wuthier, LÜTHY + STOCKER BUCHHAUS, Luzern

»Es gibt die hellen Tage im Leben, die man festhalten will, und die dunklen Schicksalstage, die den Verlust und die Lügen, die Schmerzen mit sich bringen das Leben verändern. Davon erzählt die Autorin in langsamen Rhythmus voll poetischer Bilder und in musikalischer Sprache. Vom Zauber der Kindheit, vom Wechsel der Jahreszeiten und vom Erwachsenwerden.
Ein Roman, der den Leser einfängt und nicht mehr loslässt und die eigene Kindheit mit ihren verlorenen Erinnerungen wach werden lässt.«
Karin Mack, Konstanzer Bücherschiff, Konstanz

»Eines der schönsten Bücher – vielleicht sogar das schönste! – das ich in letzter Zeit gelesen habe.«
Alice Moltzen, Alice im Bücherland, Hamburg

»Zsuzsa Bánk ist mit diesem Roman ein Meisterwerk gelungen. Selten hat mich ein Roman so sehr vereinnahmt. Mit den Protagonisten habe ich gelacht, geweint, gehofft, gewütet. Ich habe ganz einfach mit ihnen gelebt. Große Literatur und preisverdächtig. Grandios!«
Machthild Barklage, Bücher Leseberg, Nienburg

»Ich bin absolut begeistert, ein so besonderes und schönes Buch, jeder Satz ist ein Genuss und ich lese bewusst langsam. Selten las ich einen derart sprachlich und inhaltlich gelungenen Roman, dem man anmerkt, dass die Autorin sich jeden Satz genau überlegt hat, die Schilderung der einzelnen Schicksale evoziert ungeteiltes Mitgefühl des Lesers. Dies ist Literatur von ihrer besten und schönsten Seite, und ich erkläre es schon jetzt zu den TOP Ten 2011 meiner persönlichen Bücherernte diesen Jahres. Danke für dieses wundervolle Buch!!«
Annette Pfannenschmidt, Buchhandlung Karmann, Schlüchtern

Über Zsuzsa Bánk

Zsuzsa Bánk, geboren 1965, arbeitete als Buchhändlerin und studierte anschließend in Mainz und Washington Publizistik, Politikwissenschaft und Literatur. Heute lebt sie als Autorin mit ihrem Mann und zwei Kindern in Frankfurt am Main. Für ihren ersten Roman »Der Schwimmer« wurde sie mit dem aspekte-Literaturpreis, dem Deutschen Bücherpreis, dem Jürgen-Ponto-Preis, dem Mara-Cassens-Preis sowie dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet. Für die Erzählung »Unter Hunden« aus ihrem Erzählungsband »Heißester Sommer« erhielt sie den Bettina-von-Arnim-Preis. Zuletzt erschien ihr Roman »Die hellen Tage«.

Mehr über Zsuzsa Bánk

Zsuzsa Bánk
Foto: Thorsten Greve


Interview zum Buch

Zsuzsa Bánk im Gespräch mit ihrem Lektor Jürgen Hosemann, 25.03.2011
Jürgen Hosemann: Frau Bánk, Sie sind gelernte Buchhändlerin. Wenn Sie noch selbst im Laden stehen würden – wüssten Sie mit welchen Worten Sie Ihren neuen Roman ›Die hellen Tage‹ einem noch unentschlossenen Leser vorstellen würden?

Zsuzsa Bánk: Ich würde sagen, hier wird eine Kindheit in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts beschrieben, in einer kleinen süddeutschen Provinzstadt. Es geht um die ewig um den Menschen kreisenden Themen Liebe und Verrat, Schuld und Vergebung, Schicksal oder Zufall. Drei Kinder finden sich und schließen Freundschaft fürs Leben. Gegen alle Widerstände und trotz vieler Enttäuschungen bleiben sie einander nah bis ins Erwachsenenalter, sind unersetzlich füreinander. Drei Familiengeschichten werden parallel erzählt, irgendwann beginnen sie, ineinander zu greifen, die Lebenslinien kreuzen sich, ein Figurenkarussell beginnt sich zu drehen. Aus vielerlei Dreiecken ist der Roman gebaut, die Familien setzen sich jeweils aus drei Figuren zusammen. Dreiecksbeziehungen werden geflochten, nicht nur die Kinder, auch ihre Mütter bilden ein Dreieck, sie gehen langsam aufeinander zu, überwinden ihre Vorbehalte und lernen einander zu stützen. Am Anfang stand für mich die Frage, was ist dem Menschen zuzumuten, und inwieweit sind wir überhaupt in der Lage, uns von unserer Kindheit zu befreien. Kurzum: Was bestimmt eigentlich unsere Lebenswege?

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