Javier Marías
Die sterblich Verliebten
Hörbuch
Preis € (D) 29,95 | € (A) 30,80 | SFR 42,50
ISBN: 978-3-8398-1165-8
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Buchdetails
Argon Verlag
ISBN 978-3-8398-1165-8
Aus dem Spanischen von Susanne Lange
lieferbar
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.
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Inhalt
Javier Marías, der große Erzähler Spaniens, ist zurück. Keiner kennt so gut die verborgenen Winkel der Herzen. Die fesselnde Art, Spannungen aufzubauen und in unerwarteten Wendungen zu entladen, seine Kunst, unvergesslich von der Intensität der Gefühle zu erzählen: das hat Javier Marías weltberühmt gemacht. Hier ist sein neuer, packender Roman über die Grenzen von Wahrheit und Lüge, Liebe und Tod.
Luisa und Miguel sind das perfekte Paar. Das weiß vor allem María. Seit langem beobachtet sie heimlich die Liebenden. Doch dann stirbt Miguel auf mysteriöse Weise, und María gerät in einen Strudel erschreckender Ereignisse. Es eröffnet sich ihr die unheimliche Frage: Ist die Liebe ein Zustand, der alles erlaubt?
Eva Mattes liest mit einer Wärme und Intensität, die unwiderstehlich ist.
Luisa und Miguel sind das perfekte Paar. Das weiß vor allem María. Seit langem beobachtet sie heimlich die Liebenden. Doch dann stirbt Miguel auf mysteriöse Weise, und María gerät in einen Strudel erschreckender Ereignisse. Es eröffnet sich ihr die unheimliche Frage: Ist die Liebe ein Zustand, der alles erlaubt?
Eva Mattes liest mit einer Wärme und Intensität, die unwiderstehlich ist.
Pressestimmen
»Mattes Stimme hüllt einen in eine weiche Wolke ein. Sie verleiht den »sterblich Verliebten« die Größe, die sie verdienen.« Alex Dengler, denglers-buchkritik.de
»Sie spricht die María Dolz so vielseitig und lebendig, dass es eine Freude ist, ihr zuzuhören. […] Eva Mattes hat Die sterblich Verliebten in eine absolut gültige und hoch erfreuliche Hörfassung gebracht.« Martin Gaiser, freeFM Ulm
»Sie spricht die María Dolz so vielseitig und lebendig, dass es eine Freude ist, ihr zuzuhören. […] Eva Mattes hat Die sterblich Verliebten in eine absolut gültige und hoch erfreuliche Hörfassung gebracht.« Martin Gaiser, freeFM Ulm
Über Javier Marías
Interview zum Buch
Interview im El Espectador, 1 Juni 2011, 06.01.2012
[El Espectador, 1 Juni 2011]
Der Schriftsteller Javier Marías hat eingestanden, dass er beim Schreiben seines Romans Die sterblich Verliebten – mit Erstaunen stellt der Autor fest, dass noch kein anderer Roman zuvor diesen Titel trägt - von großen Zweifeln ergriffen war. Sie waren so groß, dass er, selbst zwei Wochen vor Abgabe an den Verlag, überlegte, ihn doch lieber in der Schublade zu lassen. Es sollte keiner dieser »Schmöker« werden.
Javier Marías hatte seine kraftraubende Trilogie Dein Gesicht morgen beendet und, nachdem er all die Buchstaben zu Papier gebracht hatte, den Eindruck, als Schriftsteller alles gesagt zu haben. Doch seine vierzigjährige Karriere als Schriftsteller sollte nicht achtlos versanden – vielmehr kristallisierte sich in ihm, produktiv, wie er ist, eine neue Geschichte heraus. Die Geschichte von María Dolz, einer Frau, die in der Verlagswelt arbeitet und Zeugin einer durch einen Todesfall zerstörten Ehe wird, einer Frau, die die Ambivalenz der Straffreiheit und die Wechselbäder der Verliebtheit erfährt.
Der Schriftsteller Javier Marías hat eingestanden, dass er beim Schreiben seines Romans Die sterblich Verliebten – mit Erstaunen stellt der Autor fest, dass noch kein anderer Roman zuvor diesen Titel trägt - von großen Zweifeln ergriffen war. Sie waren so groß, dass er, selbst zwei Wochen vor Abgabe an den Verlag, überlegte, ihn doch lieber in der Schublade zu lassen. Es sollte keiner dieser »Schmöker« werden.
Javier Marías hatte seine kraftraubende Trilogie Dein Gesicht morgen beendet und, nachdem er all die Buchstaben zu Papier gebracht hatte, den Eindruck, als Schriftsteller alles gesagt zu haben. Doch seine vierzigjährige Karriere als Schriftsteller sollte nicht achtlos versanden – vielmehr kristallisierte sich in ihm, produktiv, wie er ist, eine neue Geschichte heraus. Die Geschichte von María Dolz, einer Frau, die in der Verlagswelt arbeitet und Zeugin einer durch einen Todesfall zerstörten Ehe wird, einer Frau, die die Ambivalenz der Straffreiheit und die Wechselbäder der Verliebtheit erfährt.
Angélica Gallón Salazar: Worauf sind Sie bei Ihrem Versuch, der Verliebtheit auf den Grund zu gehen, gestoßen?
Javier Marías: Es ist bekannt, dass es in meinen Romanen außer der Geschichte, der Handlung und ihrer Figuren immer auch Überlegungen und Kommentare gibt, die abschweifend erzählt werden. In diesem Roman dreht sich eine dieser Überlegungen genau um die nicht haltbare, sehr verbreitete Vorstellung von Verliebten, dass das Aufeinandertreffen zweier Personen gewissermaßen vorbestimmt ist. Es gibt da dieses Bedürfnis, zum Anfang zurückzukehren, als man den Geliebten kennengelernt hat, und zu glauben, dass man sich, wäre man beispielsweise nicht in diese bestimmte Bar gegangen oder nicht in eine ferne Stadt gereist, nicht getroffen hätte. Das ist ganz normal, die Leute haben sehr viel Freude daran, diese Art von Mythologie zu erfinden, ich habe den Eindruck, und davon möchte ich in diesem Roman erzählen, dass das nicht ganz zutrifft.
Für mich ist das Verliebtsein ein Ergebnis von Zufällen, es ist eine Lotterie, manchmal auch nur eine Frage, wer gerade zu haben ist, wir sind sehr abhängig davon, wer in unser Blickfeld tritt oder in wessen Blickfeld wir treten, und deshalb soll mein Roman dazu anregen, das Verliebtsein als eine Art Tombola zu betrachten. Ich verstehe den Wunsch von Verliebten, ihre Beziehung zu adeln und mit dem Schicksal in Verbindung zu bringen, glaube aber, dass das falsch ist.
Für mich ist das Verliebtsein ein Ergebnis von Zufällen, es ist eine Lotterie, manchmal auch nur eine Frage, wer gerade zu haben ist, wir sind sehr abhängig davon, wer in unser Blickfeld tritt oder in wessen Blickfeld wir treten, und deshalb soll mein Roman dazu anregen, das Verliebtsein als eine Art Tombola zu betrachten. Ich verstehe den Wunsch von Verliebten, ihre Beziehung zu adeln und mit dem Schicksal in Verbindung zu bringen, glaube aber, dass das falsch ist.

