Gerhard Roth

Orkus

Hardcover
Preis € (D) 24,95 | € (A) 25,70 | SFR 35,50
ISBN: 978-3-10-066083-1
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Buchdetails

672 Seiten, gebunden
S. Fischer Verlag
ISBN 978-3-10-066083-1
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Inhalt

32 Jahre lang hat Gerhard Roth an seinen beiden Romanzyklen »Die Archive des Schweigens« und »Orkus« gearbeitet – ein einzigartiger Kosmos der Literatur und des Denkens, der neben klassischen Romanen auch dokumentarische und essayistische Bände umfasst.
Der Band »Orkus« ist der Schlussstein dieser monumentalen Arbeit und nicht überbietbarer Endpunkt: ein autobiographischer Roman, in dem das Leben des Autors mit dem seiner Figuren auf faszinierende Weise verschmilzt. »Orkus« ist die Essenz eines Schriftstellerlebens: ein Buch über das Wesen des Menschen, die Wahrnehmung der Welt, die Suche nach einer anderen Wirklichkeit. Eine lange Reise zu den Toten und der grandiose Versuch, das Leben zu verstehen, ohne es zu zerstören.

Zugleich erscheint: Die Zeit, das Schweigen und die Toten. Materialien zum Werk von Gerhard Roth. Herausgegeben von Jürgen Hosemann.

Pressestimmen

»Die Welt beschreiben, um sie zu verstehen: Das ist der Imperativ, dem sich Roth beim Schreiben unterwirft.«
Christine Loetscher, Tagesanzeiger und Basler Zeitung, 4.8.2011

»ein bravouröser Schlussakt.«
Volker Hage, Der Spiegel, 1.8.2011

»Man sollte, um auf seine intellektuellen Kosten zu kommen, Roths ›Reise zu den Toten‹ einfach nur lesen.«
Bernhard Windisch, Nürnberger Nachrichten, 15.7.2011

»›Orkus‹ ist ein existenzielles Resümee ohne abschließende Antwort, eine beunruhigende Erkundung des menschlichen Daseins und seiner Widersprüche, ein Buch mithin, das weit über die zumeist harmlose Erzählerei unserer Tage hinausragt.«
Ulrich Greiner, Die Zeit, 9.6.2011

»Gerhard Roth legt mit ›Orkus‹ den Schlussstein zu einem der ambitioniertesten und umfangreichsten Erzählprojekte der Weltliteratur vor.«
Uwe Schütte, Volltext, 2/2011

»ein episches Großwerk, rücksichtslos nicht zuletzt den Lesern gegenüber, eigensinnig, ohne Vergleich in der Literatur dieser Generation.«
Tobias Heyl, Süddeutsche Zeitung, 8.6.2011

»In der fiktionalen Überhöhung tatsächlicher Begebenheiten liegt der Reiz dieses facettenreichen Schlusssteins. (…) In ›Orkus‹ ist Roth am Anfang seiner literarischen Laufbahn angekommen: in den inneren Bezirken seines Kopfes, in der Unterwelt seines Bewusstseins, das er mit anatomischer Präzision zu sezieren versucht. «
Maike Albath, Deutschlandradio, 31.5.2011 und Die Welt vom 4.6.2011

»Mit ›Orkus‹ untermauert Gerhard Roth seine Stellung als großer Chronist der österreichischen Gegenwart. (…) Ein Buch, aus dem man sehr viel über Österreich erfahren kann, aber auch viel über einen seiner großen Künstler und Dokumentaristen.«
Bernhard Setzwein, Passauer Neue Presse, 6.5.2011

»Das Buch spiegelt im Großen die Gedankenwelt und Entwicklung des Schriftstellers auf seinen Wegen zum Schreib­prozess wider. Roth hat eine Form von Selbstgesprächen gewählt, verpackt im Prinzip aber zig literarische Stilformen. Er steigt mit Erinnerungen an seine Kindheit ein, navigiert uns aber durch viele,­ viele­ Lebensgeschichten und Begegnungen mit Menschen, von denen einige irgendwann einmal von ihm zur literarischen Figur umgemodelt wurden. Roth, einer der von klein auf eher in literarischen Parallelwelten als in der Wirklichkeit zu Hause war, lotst uns durch die Köpfe von Künstlern, Autoren, Verbrechern, Irren und Unschuldigen.«
Tiroler Tageszeitung, 1.5.2011

»Zu dem wenigen, das bleiben wird aus der österreichischen Gegenwartsliteratur, gehört dieses Meisterwerk.«
Oberösterreichische Nachrichten, 29.4.2011

»Formal ist in diesem grossen romanhaften Essay Unterschiedlichstes möglich: ein Traum aus dem Uterus, Schreibspiele mit Anklängen an verstorbene Kollegen sind ebenso plausibel wie lakonische Referate aus Kriminalakten, Hinweise auf Lieblingsfilme oder Bücher oder reportagehafte Alltagsszenen.«
Angelika Overath, NZZ am Sonntag, 24.4.2011

»›Orkus‹ als Buch über das eigene Schreiben, als Hadesfahrt ins Unbewusste und zugleich Schöpfungsmythos, führt vor, wie aus der Entzifferung der Welt ein neuer, fiktiver Kosmos geboren wird, in dem Fiktion und Wirklichkeit sich im Zwischenreich des Kopfes mischen.«
Daniela Bartens, Falter, 20.4.2011

»In dem fulminanten Abschlussband ›Orkus.Reise der Toten‹ begibt sich der Bildersammler in seinen eigenen Kopf, in das Gehirn als Archiv – eine ›Müllhalde der Erinnerungen‹ – und kompensiert noch einmal, zwischen Wahn und Welterfahrung, ein fragmentarisches ›Denk-Abenteuer‹.«
Annerose Kirchner, Ostthüringer Zeitung, 16.4.2011

»Die Hölle, der Orkus, als ein Ort, der tief in uns steckt und die aussichtslose Suche nach dem Paradies – in diesem
Spannungsfeld gedeiht Roths Schaffen.«
Martin Gasser, Kronenzeitung, 13.4.2011

»Als großer Abschlussband ist ›Orkus‹ ein eindrucksvolles Werk.(…) Ein verrücktes, ein fesselndes Großprojekt!«
Julia Kospach, Format, 11.4.2011

»Schon der Prolog ist ein virtuoses Kabinettstück. (…) Es gibt in der österreichischen Gegenwartsliteratur kaum einen zweiten Autor, der in seinem Werk einzigartig und unverwechselbar wie für seine Generation exemplarisch erscheint.»
Thomas Rothschild, Die Presse, 9.4.2011

»Gerhard Roth holt das Unbewusste an die Oberfläche, als hellsichtigster Gegenwartsarchäologe unserer Tage.«
Werner Krause, Kleine Zeitung, 9.4.2011

»›Orkus‹ ist so etwas wie ein virtuoser Schlussakkord, ein vielschichtiger Text, der vom Leser ein hohes Maß an Aufmerksamkeit verlangt.«
Ruth Halle, ORF, 2.4.2011

»Das ist keines der flachwurzeligen, flott geschriebenen Prosawerke in schmucklosem Alltags-Talk, die in der deutschsprachigen Literatur derzeit ins Kraut zu schießen scheinen. Nein, da geht ein Autor aufs Ganze. Gerhard Roth ist es um Selbsterforschung, Welterforschung zu tun, couragiert und nicht ohne eine gewisse Fasziniertheit lotet er die Grenzen des menschlichen Daseins aus, die Grenzen zu Wahnsinn, Depression und Tod. (…) Ein würdiger Schlußstein zu einer imponierenden Prosa-Kathedrale.«
Günter Kaindlstorfer, Deutschlandfunk, Büchermarkt,

»Hochinteressant - Gerhard Roths Werk werden die Schulkinder auch in 100 Jahren studieren (und die Erwachsenen begeistert lesen)- da bin ich sicher!« Brigitte Hofer, ORF, 9.3.2011

Über Gerhard Roth

Gerhard Roth, 1942 in Graz geboren, lebt als freier Schriftsteller in Wien und der Südsteiermark. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und Theaterstücke, darunter den 1991 abgeschlossenen siebenbändigen Zyklus »Die Archive des Schweigens«. Anschließend erschienen die Bände des »Orkus«-Zyklus: die Romane »Der See«, »Der Plan«, »Der Berg«, »Der Strom« und »Das Labyrinth«, die literarischen Essays über Wien »Die Stadt« sowie die beiden Erinnerungsbände »Das Alphabet der Zeit« und »Orkus – Reise zu den Toten«. Für sein Werk wurde Gerhard Roth mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet.

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Gerhard Roth
© Andreas Horvath
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