Roger Willemsen

Roger Willemsen legt auf

Hörbuch
Preis € (D) 19,95 | € (A) 20,60 | SFR 29,90
ISBN: 978-3-941168-90-9
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Buchdetails

Roof Music
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Roger Willemsen legt auf
Preis € (D) 19,95
ISBN: 978-3-941168-60-2

Inhalt

»›Das Beste, das Schwarze über ihre Leute gesagt haben‹, so sagte einmal der Saxophonist Ornette Coleman, ›haben sie auf dem Tenorsaxophon gesagt.‹ Man muss hinzusetzen: Manchmal haben sie auch gesungen.«

Als Roger Willemsen im letzten Jahr seine „Favourite Things“ des Jazz zusammenstellte, verzichtete er absichtlich auf alle Vokal-Titel. Das Instrument der menschlichen Stimme eröffnet ein eigenes Genre, und es lässt sich im Gesamtspektrum des Jazz auch kaum mit ein paar Titeln repräsentativ abhandeln – jedenfalls nicht, wenn es um Willemsens Vorlieben geht. Denn diese sind weit gespannt und reichen von der geradezu rohen Inbrunst einer Sophie Tucker bis zur subtilen Vokalartistik von Sarah Vaughn, vom selbstversunkenen Sprechgesang eines Chet Baker bis zum herzzerreißenden Krakeelen des legendären Little Jimmy Scott. Gemeinsam ist allen nicht notwendig die »große Stimme«, sondern ein spezifischer Zugang zu den eigenen Gefühlen, die sich auf einem bemerkenswert breiten Ausdrucksspektrum entfalten.
„My Favourite Things – Singers“ versammelt einige der Lieblingstitel Willemsens, begleitet von seinen charakteristischen Erklärungen. Diese sind nicht akademisch, sie möchten vielmehr voraussetzungslos zugänglich sein und sich auch Hörerinnen und Hörern erschließen, die sich auf diesem Spektrum der Musik weniger bewandert fühlen.

Roger Willemsens Beschäftigung mit Jazz hat Geschichte. In seiner ZDF-Sendung „Willemsens Woche“ waren regelmäßig die größten Jazzmusiker der Welt zu Gast, in seinem ZDF-Magazin „Willemsens Musikszene“ hat er ehemals auch die Sänger des Jazz filmisch porträtiert. Über Jahre moderierte er eine eigene Jazz-Sendung im WDR, seit fast vier Jahren ist er den Hörern von NDR Kultur mit einer wöchentlichen Sendung zu Klassik und Jazz ein Begriff. Daneben ist Willemsen mit einem eigenen Bühnenprogramm auf Tour, in dem er Jazz erklärt und auflegt.

Über Roger Willemsen

Roger Willemsen veröffentlichte sein erstes Buch 1984 und arbeitete danach als Dozent, Herausgeber, Übersetzer und Korrespondent aus London, ab 1991 auch als Moderator, Regisseur und Produzent fürs Fernsehen. Er erhielt u. a. den Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis in Gold, für seine Bücher den Rinke- und den Julius-Campe-Preis. Heute steht er mit Soloprogrammen oder gemeinsam mit Dieter Hildebrandt auf der Bühne. Sein Monolog ›Kleine Lichter‹ wurde verfilmt, ›Der Knacks‹ von Jan Müller-Wieland vertont und sein Film über den Jazzpianisten Michel Petrucciani in vielen Ländern gezeigt. Willemsen ist Schirmherr des Afghanischen Frauenvereins und Honorarprofessor für Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin. Seine Bestseller ›Deutschlandreise‹, ›Gute Tage‹, ›Afghanische Reise‹, ›Der Knacks‹, ›Bangkok Noir‹ und zuletzt ›Die Enden der Welt‹ erschienen im S. Fischer Verlag und im Fischer Taschenbuch Verlag. Sie wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

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Roger Willemsen
Foto: Anita Affentranger


Interview zum Buch

Die Enden der Welt, 09.07.2010
Roger Willemsen im Gespräch mit seinem Lektor Jürgen Hosemann
Jürgen Hosemann: Am Ende der Welt steht vermutlich kein Schild. Woher weiß man, dass man da ist?
Roger Willemsen: Am Kap der guten Hoffnung in Südafrika war das Ende der Welt immerhin mit einem Gatter versehen. Davor stand ein Schild mit der Gebührenordnung, den Eintrittspreisen. Als ich kam, hatte dies Ende der Welt gerade geschlossen, und es wurde auch nicht wieder geöffnet. Von einem Seitenweg aus konnte ich allerdings erkennen, dass es sich um einen öden Hügel handelte, bedeckt mit Andenken. Nicht gerade eine glamouröse Art zu enden, doch andererseits wird so selbst eine wüste Erdkuppe zur Sehenswürdigkeit.
Die Enden der Welt, 09.07.2010
Roger Willemsen im Gespräch mit seinem Lektor Jürgen Hosemann
Jürgen Hosemann: Am Ende der Welt steht vermutlich kein Schild. Woher weiß man, dass man da ist?
Roger Willemsen: Am Kap der guten Hoffnung in Südafrika war das Ende der Welt immerhin mit einem Gatter versehen. Davor stand ein Schild mit der Gebührenordnung, den Eintrittspreisen. Als ich kam, hatte dies Ende der Welt gerade geschlossen, und es wurde auch nicht wieder geöffnet. Von einem Seitenweg aus konnte ich allerdings erkennen, dass es sich um einen öden Hügel handelte, bedeckt mit Andenken. Nicht gerade eine glamouröse Art zu enden, doch andererseits wird so selbst eine wüste Erdkuppe zur Sehenswürdigkeit.
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