Javier Marías

So fängt das Schlimme an

Roman
Hardcover
Aus dem Spanischen von Susanne Lange
Preis € (D) 24,99 | € (A) 25,70
ISBN: 978-3-10-002429-9
lieferbar
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Buchdetails

Roman
640 Seiten, gebunden
S. FISCHER
ISBN 978-3-10-002429-9
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Cover »So fängt das Schlimme an«
So fängt das Schlimme an
Preis € (D) 21,99
ISBN: 978-3-10-403519-2

Inhalt

Liebe, Leidenschaft und ein rätselhafter Todesfall – der große spanische Erzähler und Bestseller-Autor JAVIER MARÍAS in Höchstform

Welches Geheimnis verbirgt sich hinter der unglücklichen Ehe von Eduardo und Beatriz? Auch Juan, Freund und engster Vertrauter, kennt die Wahrheit nicht. Als er Beatriz‘ Geliebter wird, überstürzen sich erschütternde Ereignisse. Jahre später erkennt Juan: Wenn wir uns der Vergangenheit nicht stellen, wird alles Leben aus der Lüge kommen.

Javier Marías ist ein erbarmungsloser Kenner der menschlichen Herzen, ihrer dunklen Seiten und verborgenen Winkel. Ein überwältigendes Meisterwerk.



Pressestimmen

»hat die Dramaturgie einer klassischen Komposition, in der auf die Ouvertüre rasante Passagen folgen, retardierende Momente und eindringliche Abschnitte und vergnügliches Gezwitscher.«
Sebastian Hammelehle, Literatur Spiegel, 28.09.2015

»Einmal mehr erweist sich der spanische Autor auch als ein Meister darin, wunderbar leicht formulierte, aber doch tiefgehende Gedanken über die Psyche des Menschen einzustreuen.«
Tobias Wenzel, Norddeutscher Rundfunk, NDR Kultur, 24.09.2015

»Der geduldige Leser von ›So fängt das Schlimme an‹ wird mit Weltliteratur belohnt.«
Tobias Wenzel, Deutschlandradio Kultur, 24.09.2015

»Aus weniger Gegenstand entsteht mehr Freiheit des Denkens. Darin liegt Javier Marías' Kunst.«
Albrecht Buschmann, Neue Zürcher Zeitung, 24.09.2015

»Wieder einmal erweist sich Marías als Moralist und Pessimist, […] dies in einem ebenso mäandernden wie suggestiven Roman, der ihn auf der Höhe seiner Meisterschaft zeigt.«
Sigrid Löffler, Deutschlandradio, 23.09.2015

»Javier Marías Sprache, […]erzeugt einen derartigen Sog, dass 638 Seiten wie im Flug vergehen.«
Roana Brogsitter, Bayerischer Rundfunk, B5, 23.09.2015

»Marías zieht uns kunstvoll hinein in eine quälende, geheimnisvolle eheliche Beziehung.«
Brigitte, 28.10.2015

»Hier liegt ein Buch vor, das mit voller Wucht ins Tiefschwarze trifft.«
Tina Uhlmann, Berner Zeitung, 26.10.2015



Über Javier Marías

Javier Marías, 1951 als Sohn eines vom Franco-Regime verfolgten Philosophen geboren, veröffentlichte seinen ersten Roman mit neunzehn Jahren. Seit seinem Bestseller ›Mein Herz so weiß‹ gilt er weltweit als beachtenswertester Erzähler Spaniens.
Sein umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Nelly-Sachs-Preis sowie dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. Seine Bücher wurden in über vierzig Sprachen übersetzt.

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Javier Marías
Foto:Jürgen Bauer


Interview zum Buch

Interview im El Espectador, 1 Juni 2011, 06.01.2012
Der Schriftsteller Javier Marías hat eingestanden, dass er beim Schreiben seines Romans Die sterblich Verliebten – mit Erstaunen stellt der Autor fest, dass noch kein anderer Roman zuvor diesen Titel trägt - von großen Zweifeln ergriffen war. Sie waren so groß, dass er, selbst zwei Wochen vor Abgabe an den Verlag, überlegte, ihn doch lieber in der Schublade zu lassen. Es sollte keiner dieser »Schmöker« werden.

Javier Marías hatte seine kraftraubende Trilogie Dein Gesicht morgen beendet und, nachdem er all die Buchstaben zu Papier gebracht hatte, den Eindruck, als Schriftsteller alles gesagt zu haben. Doch seine vierzigjährige Karriere als Schriftsteller sollte nicht achtlos versanden – vielmehr kristallisierte sich in ihm, produktiv, wie er ist, eine neue Geschichte heraus. Die Geschichte von María Dolz, einer Frau, die in der Verlagswelt arbeitet und Zeugin einer durch einen Todesfall zerstörten Ehe wird, einer Frau, die die Ambivalenz der Straffreiheit und die Wechselbäder der Verliebtheit erfährt.
Angélica Gallón Salazar: Worauf sind Sie bei Ihrem Versuch, der Verliebtheit auf den Grund zu gehen, gestoßen?
Javier Marías: Es ist bekannt, dass es in meinen Romanen außer der Geschichte, der Handlung und ihrer Figuren immer auch Überlegungen und Kommentare gibt, die abschweifend erzählt werden. In diesem Roman dreht sich eine dieser Überlegungen genau um die nicht haltbare, sehr verbreitete Vorstellung von Verliebten, dass das Aufeinandertreffen zweier Personen gewissermaßen vorbestimmt ist. Es gibt da dieses Bedürfnis, zum Anfang zurückzukehren, als man den Geliebten kennengelernt hat, und zu glauben, dass man sich, wäre man beispielsweise nicht in diese bestimmte Bar gegangen oder nicht in eine ferne Stadt gereist, nicht getroffen hätte. Das ist ganz normal, die Leute haben sehr viel Freude daran, diese Art von Mythologie zu erfinden, ich habe den Eindruck, und davon möchte ich in diesem Roman erzählen, dass das nicht ganz zutrifft.
Für mich ist das Verliebtsein ein Ergebnis von Zufällen, es ist eine Lotterie, manchmal auch nur eine Frage, wer gerade zu haben ist, wir sind sehr abhängig davon, wer in unser Blickfeld tritt oder in wessen Blickfeld wir treten, und deshalb soll mein Roman dazu anregen, das Verliebtsein als eine Art Tombola zu betrachten. Ich verstehe den Wunsch von Verliebten, ihre Beziehung zu adeln und mit dem Schicksal in Verbindung zu bringen, glaube aber, dass das falsch ist.

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