Louis de Bernières

Traum aus Stein und Federn

Roman
Taschenbuch
Preis € (D) 9,95 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-596-16648-0
lieferbar
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Buchdetails

Roman
672 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-16648-0
Aus dem Englischen von Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié
lieferbar
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.

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Cover »Traum aus Stein und Federn«
Traum aus Stein und Federn
Preis € (D) 19,90
ISBN: 978-3-10-007125-5

Inhalt

In einem atemberaubenden epischen Roman macht Louis de Bernières eine vergessene Stadt im Südwesten Anatoliens zur Mitte der Welt. Mit schillernden Farben erschafft er einen Kosmos, in dem vor 100 Jahren Türken und Griechen, Christen und Muslime in Frieden nebeneinander lebten. Louis de Bernières lässt Iskander den Töpfer auftreten, dessen skurrilen Sprichworte als weise gelten, Georgio den Händler, der sein Glück sucht und einen Brunnen stiftet, Rustem Bey, der osmanische Landbesitzer, der eine Frau verliert und in Istanbul eine Mätresse findet, und schließlich die schöne Philotei, an deren Liebe zu Ibrahim sich die Stadt entzweit.

An ihrer Leidenschaft zerreißt das fragile Gewebe aus gemeinsamer Not und karger Freundschaft, aus kleinen Betrügereien und großen Heldentaten. Hatte man bis vor kurzem noch Türkisch mit griechischen Buchstaben notiert, stirbt die Toleranz über Nacht und werden Nachbarn zu Mördern, bis im Untergang des Osmanischen Reiches ganze Völker ihr Land verlieren. Die Stadt wird zerstört und schließlich leben nur noch Eidechsen in den Ruinen.

»Ein überwältigender, poetischer Roman über die wichtigen Dinge des Lebens: Liebe, Tod, Ehre, Scheitern und Schuld. Großartig geschrieben, in jeder Hinsicht hervorragend.«
New York Times

Pressestimmen

»In seinem breit angelegten Schmöker lässt der Brite Louis de Bernières im Stil eines Erzählers aus Tausendundeiner Nacht die Atmosphäre Anatoliens vor 100 Jahren wieder auferstehen. Und er liefert nebenbei historischen Hintergrund zur aktuellen Debatte um den EU-Beitritt der Türkei.«
Focus, 10. 1. 2005

»De Bernieres' neuer Roman „Traum aus Stein und Federn“ kommt mit einer Größe und Würde daher wie einst Michail Scholochows „Stiller Don“, ein hochliterarischer, kurzweiliger Leckerbissen für Freunde allzumenschlicher Geschichten und politischer Recherche und Analyse. Ein Roman mit einer einfachen Aussage: Ihr Menschen, habt euch doch lieb !«
Lutz Bunk, Deutschlandradio, Galerie, 10.1.2005

»Im Zentrum dieses epischen Meisterwerks von über 650 Seiten steht der Niedergang des Osmanischen Reichs und der Aufstieg des Soldaten Mustafa Kemal, der später als Kemal Atatürk herrschte. Der Autor bringt uns die Historie aus vielerlei Perspektiven nahe.«
Ulrike Sárkány, NDR, »Zum Lesen empfohlen« ,11.01.2005

»Zur rechten Zeit rückt ein atemberaubender Roman Land, Leute und Historie in den Fokus. Ein Epos wie aus “Tausendundeiner Nacht”, das ein Jahrhundert in magischen Geschichten bündelt, über Toleranz und Unterdrückung, fiktive Käuze und authentische Politiker fabuliert. [...] Sein neuer Roman ist eine Abenteuerreise durch die Facetten des Orients und eine poetische Mahnung zur Toleranz.«
Susanne Kunckel, Welt am Sonntag, 9.1.2005

»Aber am liebsten reist Louis de Bernières in die Vergangenheit. Für seinen neuen Roman entwirft er wieder so liebe- wie hingebungsvoll einen Mikrokosmos, in dem Christen und Moslems zufrieden zusammenleben und rege ihre Gebräuche austauschen. Die Kapitel, die den jungen Karatavuk in den Krieg begleiten, gehören zu den besten des Romans, eindringlich gelingt Bernières die Verknüpfung von Einzelschicksal und historischem Ereignis.«
Iris Alanyali, Die Welt, 15.1.2005

»Der Absturz aus dem Paradies tut auch beim Lesen richtig weh, denn der englische Autor Louis de Bernìeres weiß genau, wie er einem jede einzelne Figur ans Herz schreibt. Ein intensiveres Plädoyer für Tolerenz kann man sich nicht wünschen.«
Angela Wittmann, BRIGITTE, 19.1.2005

»Von Tolstoi hat er das Opulente, das Ausufernde übernommen und den Anspruch, eine ganze Epoche abzubilden, und von Gabriel Garcia Marquez hat er den Magischen Realismus kopiert und nach Europa exportiert.«
Jan Brandt, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 23. 1. 2005

»Vom Winde verweht, Dr.Schiwago, Lawrence von Arabien-alles Epen, die Weltgeschichte geschrieben haben. Dieses Epos reiht sich hier nahtlos ein.«
Alex Dengler, Bild am Sonntag, 23. 1. 2005

»In "Traum aus Stein und Federn" verwebt er kunstvoll und ungemein poetisch Einzelschicksale mit großer Geschichte - über 600 Seiten lang, und keine Zeile ist zu viel.«
ARD, Kulturweltspiegel, 27. 2. 2005

»Ein Roman, der derart in die Breite geht, ist natürlich ein ziemlich aufwendiges Vorhaben....Und trotzdem stimmt auf den knapp siebenhundert Seiten von "Traum aus Stein und Federn" einfach alles, bis in die Feinheiten der Sprache hinein...«.
Kolja Mensing, TAZ, 12.3.2005

»De Bernières versteht es, auch scheinbar disparate Erzählstränge zu einem schlüssigen Ganzen zusammenzufügen.«
Rainer Moritz, Literaturen, April 2005

»Das meisterhafte Buch schildert den Niedergang einer Kleinstadt in Anatolien - und warnt vor Nationalismus und religiösem Eifer.«
Ulf Lippitz, Spiegel online

»Louis de Bernières hat ein bilderreiches und anekdotengesättigstes Buch geschrieben, das bezaubert und erschreckt. Es erzählt von der Schönheit und von der Würde menschlicher Existenz, und es zeigt zugleich, dass zur Schönheit immer auch ein Schrecken gehört. Von diesem furchtbaren und unauflöslichen Widerspruch hat schon lange keiner mehr so verstörend und so betörend erzählt wie Louis de Bernières.«
Claus-Ulrich Bielefeld, Tages-Anzeiger, 16.4.2005

Über Louis de Bernières

Louis de Bernières, 1954 in London geboren, wuchs im Nahen Osten auf und lebt heute als Schriftsteller in London. Sein Bestseller »Corellis Mandoline« (Fischer Taschenbuch Bd. 16784) wurde erfolgreich mit Nicholas Cage und Penelope Cruz verfilmt. Louis de Bernières erhielt u.a. den Commonwealth Writers Prize 1995 und den Lannan Award.

Mehr über Louis de Bernières

Louis de Bernières
Foto: © Jerry Bauer


Interview zum Buch

Interview mit Louis de Bernières, 12.07.2006
»Von Tolstoi hat er das Opulente, das Ausufernde übernommen und den Anspruch, eine ganze Epoche abzubilden, und von Gabriel Garcia Marquez hat er den Magischen Realismus kopiert und nach Europa exportiert.«
Jan Brandt, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Fischer sprach mit Louis de Bernières über seinen gefeierten Roman "Traum aus Stein und Federn" und über das Schreiben.
Fischer: Ihr Roman "Traum aus Stein und Federn" spielt im Südosten der Türkei. Lieben Sie diese Landschaft besonders?
Louis de Bernières: Das Wichtigste an einer Landschaft für mich sind ihre Geschichten, denn ich mich interessiere für alles, was die Menschen erzählen. Wie bei meinem letzten Roman Corellis Mandoline, der auf einer griechischen Insel spielt, stieß ich auch diesmal während einer Reise auf die Geschichte. Beim Wandern fand ich in einer kleinen verlassenen Stadt im Südosten der Türkei ein Beinhaus. Wie die Stadt war der Friedhof längst aufgelassen, aber einige Knochen lagen noch zerstreut herum. Und so hatte ich die Idee für meine Geschichte: Wer hat hier gelebt und wessen Leben endete in diesem Beinhaus? Warum ging die Stadt unter? Wenn man sich so dem Kern einer Geschichte nähert, beginnt die Arbeit, alles Wissenswerte zusammenzutragen, um die Geschichte zu erzählen. Aber natürlich hatte ich dort nur gewandert, weil ich die Landschaft so liebe – vor allem die Küche.

Traum aus Stein und Federn
 
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