Klaus Brinkbäumer
Unter dem Sand
Roman
Taschenbuch
Preis € (D) 12,95 | € (A) 13,40 | SFR 18,90
ISBN: 978-3-596-17502-4
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Buchdetails
Roman
256 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-17502-4
lieferbar
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.
256 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-17502-4
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Inhalt
Am Rand eines Massengrabes in Hilla, einer überwiegend schiitischen Stadt 160 Kilometer südlich von Bagdad, steht Haydar und krümmt sich vor Trauer und Schmerz. Er hat soeben seine Mutter entdeckt. Er weiß, er spürt, er hofft, dass sie es ist.
Es war ein Freitag, es war 6 Uhr morgens. Als die Männer an die Tür des Hauses klopften und Haydars Bruder Ali mitnahmen, wollte die Mutter ihren ältesten Sohn begleiten. Sie konnte ihn nicht alleine lassen, sie wusste, was ein Verhör in den Zellen der Polizei bedeutete. Welche Mutter wäre nicht mitgegangen?
Es war das letzte Mal, dass Haydar die beiden lebend sah. Dann ging der Vater, um die beiden zu suchen, und kam nicht zurück. 12 Jahre lang blieben Vater, Mutter und der große Bruder in Saddams Verliesen verschwunden, 12 Jahre lang hat Haydar nach ihnen gesucht. Bis die Amerikaner kamen. Bis heute. Bis jetzt.
Einfühlsam erzählt Klaus Brinkbäumer die Geschichte des Jungen Haydar auf der Suche nach seiner Familie. In ungekannter Intensität und Empathie liefert Brinkbäumer das literarische Porträt eines geschundenen Landes, eine Reflexion über die unerfüllte Sehnsucht der Menschen des Irak nach Geborgenheit und Gewissheit.
Es war ein Freitag, es war 6 Uhr morgens. Als die Männer an die Tür des Hauses klopften und Haydars Bruder Ali mitnahmen, wollte die Mutter ihren ältesten Sohn begleiten. Sie konnte ihn nicht alleine lassen, sie wusste, was ein Verhör in den Zellen der Polizei bedeutete. Welche Mutter wäre nicht mitgegangen?
Es war das letzte Mal, dass Haydar die beiden lebend sah. Dann ging der Vater, um die beiden zu suchen, und kam nicht zurück. 12 Jahre lang blieben Vater, Mutter und der große Bruder in Saddams Verliesen verschwunden, 12 Jahre lang hat Haydar nach ihnen gesucht. Bis die Amerikaner kamen. Bis heute. Bis jetzt.
Einfühlsam erzählt Klaus Brinkbäumer die Geschichte des Jungen Haydar auf der Suche nach seiner Familie. In ungekannter Intensität und Empathie liefert Brinkbäumer das literarische Porträt eines geschundenen Landes, eine Reflexion über die unerfüllte Sehnsucht der Menschen des Irak nach Geborgenheit und Gewissheit.
Pressestimmen
»Porträt eines Landes und seiner Menschen, das beeindruckender und verstörender nicht sein könnte.«
Nordwest-Zeitung, 7.12.2007
»Brinkbäumer literarisiert und so wird das Drama zu einer Klageoper mit ästhetischen Qualitäten.«
Chrismon, Januar 2008
» Mit ›Unter dem Sand‹ liefert der Journalist das Porträt eines Landes, das mehr sein könnte als der Schatten seiner selbst, eine Reflexion über die unerfüllte Sehnsucht der Menschen nach Geborgenheit und Sicherheit. Als literarisch verdichtete Dokumentation sucht der Text seinesgleichen. Brinkbäumer komponiert voller Intensität und Empathie. Es sind die kleinen, zerstörten Leben, die den Leser bewegen. Haydar und seine Geschwister erinnern uns daran, dass weltweit Generationen ohne Hoffnung aufwachsen.«
Thomas Ludwig, Handelsblatt, 4.1.2008
»Der Autor vermittelt eine Vorstellung dessen, was sich die Menschen antun können. Und der Leser dieses der Humanität verpflichteten Irak-Buchs kann schwer begreifen, wie hilflos die Weltgemeinschaft reagiert.«
Harald Loch, Nürnberger Nachrichten, 19.1.2008
»In einer eindringlichen Sprache zeichnet Brinkbäumer das Porträt eines Menschen, aber noch viel mehr: ein Sittenbild eines Landes, in dem die Menschen seit Jahrzehnten in Krieg und Unterdrückung leben.«
Jeanette Goddar, Das Parlament, 25.2.2008
»Ein ergreifendes Buch. Und klug, weil Brinkbäumer seine Reporterrolle schonungslos reflektiert.«
Chrismon, 3/2008
Nordwest-Zeitung, 7.12.2007
»Brinkbäumer literarisiert und so wird das Drama zu einer Klageoper mit ästhetischen Qualitäten.«
Chrismon, Januar 2008
» Mit ›Unter dem Sand‹ liefert der Journalist das Porträt eines Landes, das mehr sein könnte als der Schatten seiner selbst, eine Reflexion über die unerfüllte Sehnsucht der Menschen nach Geborgenheit und Sicherheit. Als literarisch verdichtete Dokumentation sucht der Text seinesgleichen. Brinkbäumer komponiert voller Intensität und Empathie. Es sind die kleinen, zerstörten Leben, die den Leser bewegen. Haydar und seine Geschwister erinnern uns daran, dass weltweit Generationen ohne Hoffnung aufwachsen.«
Thomas Ludwig, Handelsblatt, 4.1.2008
»Der Autor vermittelt eine Vorstellung dessen, was sich die Menschen antun können. Und der Leser dieses der Humanität verpflichteten Irak-Buchs kann schwer begreifen, wie hilflos die Weltgemeinschaft reagiert.«
Harald Loch, Nürnberger Nachrichten, 19.1.2008
»In einer eindringlichen Sprache zeichnet Brinkbäumer das Porträt eines Menschen, aber noch viel mehr: ein Sittenbild eines Landes, in dem die Menschen seit Jahrzehnten in Krieg und Unterdrückung leben.«
Jeanette Goddar, Das Parlament, 25.2.2008
»Ein ergreifendes Buch. Und klug, weil Brinkbäumer seine Reporterrolle schonungslos reflektiert.«
Chrismon, 3/2008
Über Klaus Brinkbäumer
Interview zum Buch
Fragen an Klaus Brinkbäumer, 29.09.2006
Fischer Verlag: Was hat Sie bewogen, diese große Reise zu unternehmen?
Brinkbäumer: Vor vier Jahren waren der Fotograf Markus Matzel und ich auf beiden Seiten der Meerenge von Gibraltar unterwegs, um zu recherchieren, was sich damals dort abspielte: Nacht für Nacht legten in Marokko Schlauchboote ab, die zum Teil in Spanien ankamen, zum Teil aber auch nicht, weil die Boote in den Bugwellen der Tanker sanken oder auf Riffe liefen. Wir trafen in einem Keller in Algeciras eine junge Frau, Joy Ofoni, die sich dort verstecken musste, weil die Polizei sie auf der Straße sofort aufgegriffen und zurückgeschickt hätte; Joys Paradies war dieser Keller. Wir hörten uns die Geschichte ihrer Reise an, Joy erzählte zum Schluss von ihrer Freundin, die auf der Überfahrt über Bord gegangen und nicht wieder aufgetaucht war. Und damals beschlossen Markus und ich, dass wir die Geschichte der afrikanischen Odyssee einmal von Anfang an erzählen wollten, dass wir also von den Orten, in denen sich die Migranten auf den Weg machen, bis nach Europa reisen wollten. Wir fragten dann John Ampan, der das alles hinter sich hatte, ob er mit uns zurückkehren würde, und in dem Moment, als John verstand, dass er dadurch seine Kinder wiedersehen würde, sagte er zu.

