Der leidenschaftliche Zeitgenosse
 

Roger Willemsen Herausgegeben von: Insa Wilke

Der leidenschaftliche Zeitgenosse

Zum Werk von Roger Willemsen

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Cover »Der leidenschaftliche Zeitgenosse«
Der leidenschaftliche Zeitgenosse
Preis € (D) 24,99
ISBN: 978-3-10-002422-0

Inhalt

Roger Willemsen ist einer der vielseitigsten und bekanntesten Intellektuellen unserer Zeit. Bleibt trotzdem die Frage: Wer ist Roger Willemsen?

Für die Ernsthaftigkeit seines Tuns und die Freiheit seines Denkens wird Roger Willemsen geschätzt. In einem eigens für diesen Band geführten großen Gespräch tritt er für seine Überzeugungen ein und zeigt sich als sprühender Enthusiast, aber auch als tief melancholischer, bei allem Talent zum wütenden Furor gütiger Zeitgenosse. Kollegen und Leser, Weggefährten und Skeptiker setzten sich in diesem Band überdies kritisch mit seinem Werk auseinander. Ihre Beiträge fügen sich mit zahlreichen bislang unveröffentlichten Selbstzeugnissen zum Mosaik einer ungewöhnlichen Existenz und eines einmaligen künstlerischen und intellektuellen Werks.



Pressestimmen

»ein aufrichtiges und kurzweiliges Portrait, das […] am Ende vor allem eines lehrt: Leidenschaft ist die Triebfeder zu großen Taten. Fest steht: Willemsen hat davon reichlich.«
Sebastian Meißner, literaturkritik.de, 21.10.2015

»[…] einer der bekanntesten und brillantesten Intellektuellen […]«
Radiobremen.de, 16.08.2015

»[…] Roger Willemsen, der galant und gescheit Umtriebige, einer der schreibend Intelligentesten dieses Landes […]«
Hans-Dieter Schütt, neues-deutschland.de, 15.08.2015

»Sein Expertentum scheint dabei so unbegrenzt zu sein wie sein Enthusiasmus, seine Eloquenz und seine Konstitution.«
Oliver Jungen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.08.2015



Über Roger Willemsen

Roger Willemsen, geboren 1955 in Bonn, gestorben 2016 in Wentorf bei Hamburg, arbeitete zunächst als Dozent, Übersetzer und Korrespondent aus London, ab 1991 auch als Moderator, Regisseur und Produzent fürs Fernsehen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis in Gold, den Rinke- und den Julius-Campe-Preis, den Prix Pantheon-Sonderpreis, den Deutschen Hörbuchpreis und die Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft. Willemsen war Honorarprofessor für Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin, Schirmherr des Afghanischen Frauenvereins und stand mit zahlreichen Soloprogrammen auf der Bühne. Zuletzt erschienen im S. Fischer Verlag seine Bestseller ›Der Knacks‹, ›Die Enden der Welt‹, ›Momentum‹ und ›Das Hohe Haus‹. Über sein umfangreiches Werk gibt Auskunft der Band ›Der leidenschaftliche Zeitgenosse‹, herausgegeben von Insa Wilke.

Literaturpreise:

Rinke-Preis 2009
Julius-Campe-Preis 2011
Prix Pantheon-Sonderpreis 2012

Mehr über Roger Willemsen

Roger Willemsen
Foto: Anita Affentranger

Insa Wilke
wurde 1978 in Bremerhaven geboren und lebt als Publizistin, Literaturkritikerin und Moderatorin in Frankfurt am Main. Sie ver-
öffentlichte u.a. die Monographie ›Ist das
ein Leben. Der Dichter Thomas Brasch‹ (2010) und ›Bericht am Feuer. Gespräche, E-Mails und Telefonate zum Werk von Christoph Ransmayr‹ (2014). 2010 übernahm sie die Programmleitung im Literaturhaus Köln und gab diese Tätigkeit zugunsten des freiberuflichen Arbeitens 2012 wieder auf. 2014 wurde sie mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet.

Mehr über Insa Wilke

Insa Wilke
Foto: Jürgen Bauer


Interview

Die Enden der Welt, 09.07.2010
Roger Willemsen im Gespräch mit seinem Lektor Jürgen Hosemann
Jürgen Hosemann: Am Ende der Welt steht vermutlich kein Schild. Woher weiß man, dass man da ist?
Roger Willemsen: Am Kap der guten Hoffnung in Südafrika war das Ende der Welt immerhin mit einem Gatter versehen. Davor stand ein Schild mit der Gebührenordnung, den Eintrittspreisen. Als ich kam, hatte dies Ende der Welt gerade geschlossen, und es wurde auch nicht wieder geöffnet. Von einem Seitenweg aus konnte ich allerdings erkennen, dass es sich um einen öden Hügel handelte, bedeckt mit Andenken. Nicht gerade eine glamouröse Art zu enden, doch andererseits wird so selbst eine wüste Erdkuppe zur Sehenswürdigkeit.
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