Wolfgang Hilbig

Der Schlaf der Gerechten

Erzählung/en
Taschenbuch
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-596-15133-2
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Buchdetails

Erzählung/en
192 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-15133-2
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Cover »Der Schlaf der Gerechten«
Der Schlaf der Gerechten
Preis € (D) 16,90
ISBN: 978-3-10-033624-8

Inhalt

Ein Mann geht zum Briefkasten und gerät in seiner Erinnerung auf den täglichen Weg zur Arbeit im unheimlichen Heizkraftwerk einer Fabrik. Ein anderer entdeckt eine abgelegene Insel in einem See, auf der die Natur ein wucherndes, magisches Regiment entfaltet, und betritt noch einmal die Wildnis einer Nachkriegskindheit. Ein dritter kehrt in seine Heimatstadt zurück und fühlt sich verfolgt - nicht nur der Stadt, auch sich selbst entkommt er nicht.
Wolfgang Hilbigs Figuren folgen einer verwischten Spur ins Unbewußte und Vergangene, die sich durch dunkle Erinnerungslandschaften zieht. Den Leser führt diese suggestive und musikalische Prosa in die unausgeloteten Tiefen der 50er und 60er Jahre.

Pressestimmen

» (...) der rundum gelungene Hilbig-Sound, den ruhig und kraftvoll fließenden Strom der Worte, der Zeit still stellt, wie ein andauernder Rausch es tut.«
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 17.3.

»Die Welt noch einmal erschaffen, aus dem Nichts ein Etwas hervorbringen, aus Absenz Präsenz, aus Schweigen ein Sprechen, das ist das demiurgische Geheimnis der Kunst Hilbigs, die den Gegenständen gilt, dem Stein, den er zum Sprechen bringt, dem Rauch, der Luft, dem Himmel, die er regelrecht greifbar vor uns stellt, benennend, in dinglicher Evokation: ein großes Schauspiel der Anwesenheit.«
Sibylle Cramer, Frankfurter Rundschau, 19.3.2003

»Hilbigs Texte haben wie die Bernhards zuweilen etwas Suggestives, etwas Rauschhaftes; sie ziehen den Leser derart in ihren Bann, dass er sich nur wehren kann, in dem er sich regelrecht einrichtet in der Finsternis des Erzählten, zumindest mit ihr vertraut macht.«
Hajo Steinert, Die Welt, Literarische Welt, 5.3.2003

»Wolfgang Hilbigs Sätze führen auf ihrer Oberfläche keine Thesen mit sich, seine Helden verkündigen keine Botschaften, und der Autor läßt sich von keiner Seite vereinnahmen. Beeindruckend wird der Text gerade durch seine feine, hochdifferenzierte Textur.«
Pia Reinacher, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.7.2003

Über Wolfgang Hilbig

Wolfgang Hilbig, geboren 1941 in Meuselwitz bei Leipzig, gestorben 2007 in Berlin, übersiedelte 1985 aus der DDR in die Bundesrepublik. Er erhielt zahlreiche literarische Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Ingeborg-Bachmann-Preis, den Bremer Literaturpreis, den Berliner Literaturpreis, den Literaturpreis des Landes Brandenburg, den Lessing-Preis, den Fontane-Preis, den Stadtschreiberpreis von Frankfurt-Bergen-Enkheim, den Peter-Huchel-Preis und den Erwin-Strittmatter-Preis. Im S. Fischer Verlag erscheint die siebenbändige Ausgabe seiner Werke, »eine der wichtigsten Werkausgaben der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur« (Uwe Schütte, Wiener Zeitung).

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Wolfgang Hilbig
© Jürgen Bauer
Der Schlaf der Gerechten
 
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