Kathrin Röggla
die alarmbereiten
Prosa
Taschenbuch
Preis € (D) 8,99 | € (A) 9,30 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-596-17415-7
voraussichtlich ab 23. August 2012 im Buchhandel
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Buchdetails
Prosa
192 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-17415-7
voraussichtlich ab 23. August 2012 im Buchhandel
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.
192 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-17415-7
voraussichtlich ab 23. August 2012 im Buchhandel
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.
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Inhalt
Sind wir die Helden in einem Katastrophenfilm? In sieben Prosastücken erzählt Kathrin Röggla von der Bedrohung und der Magie einer Welt in Alarmbereitschaft.
Brennende Wälder, fliehende Tiere, Panikeinkäufe. Experten, Schaulustige und Beteiligte stieren auf die Katastrophe. Und fragen sich: »hat man jetzt überlebt?«. Entwarnung wird nicht gegeben. Eine Welt im Ausnahmezustand: Finanzkrise, Klimakatastrophe, Entführungsfälle – das Leben wird zum Worst-Case-Szenario. Und dadurch dramatisch. Eine gespenstische Hetzjagd. Oder sind diese Panikszenen eine große Fiktion? Kennen wir diese bedrohlichen Sicherheitslücken, spektakulären Rettungsaktionen und exklusiven Berichterstattungen nicht aus den Filmen des Hollywood-Kinos? Sind wir die Helden in einem Katastrophenfilm? Kathrin Röggla spielt diese Katastrophen-Szenen durch und entlarvt ihre Dramaturgie. In acht Prosastücken erzählt sie von der Bedrohung und der Magie einer Welt in Alarmbereitschaft. Sie führt uns die trügerischen und verführerischen Geschichten unserer panischen Gegenwart vor Augen.
Brennende Wälder, fliehende Tiere, Panikeinkäufe. Experten, Schaulustige und Beteiligte stieren auf die Katastrophe. Und fragen sich: »hat man jetzt überlebt?«. Entwarnung wird nicht gegeben. Eine Welt im Ausnahmezustand: Finanzkrise, Klimakatastrophe, Entführungsfälle – das Leben wird zum Worst-Case-Szenario. Und dadurch dramatisch. Eine gespenstische Hetzjagd. Oder sind diese Panikszenen eine große Fiktion? Kennen wir diese bedrohlichen Sicherheitslücken, spektakulären Rettungsaktionen und exklusiven Berichterstattungen nicht aus den Filmen des Hollywood-Kinos? Sind wir die Helden in einem Katastrophenfilm? Kathrin Röggla spielt diese Katastrophen-Szenen durch und entlarvt ihre Dramaturgie. In acht Prosastücken erzählt sie von der Bedrohung und der Magie einer Welt in Alarmbereitschaft. Sie führt uns die trügerischen und verführerischen Geschichten unserer panischen Gegenwart vor Augen.
Pressestimmen
»Hinter langen Monologen entlarvt Röggla schonungslos die Inszenierungen dieser Katastrophen: Sie schält die Obsessionen und die Destruktivität der Figuren heraus, die hinter wohlfeiler Rhetorik zum Vorschein kommen. Durch die Klischees funkelt die Ironie. (…) In ihren stärkeren Szenen protokolliert sie überzeugend das Rauschen der Katastrophenangst unserer Zeit.«
Gunter Irmler, Mannheimer Morgen, 16.7.2010
»Eine furiose Zustandsbeschreibung. (…) Als Kritikerin, die auch genügend Flaches kennt, muss ich mich vor der Kunstfertigkeit der Autorin verbeugen.« Irntraud Gutschke, Neues Deutschland, 15.7.2010
»›die alarmbereiten‹ ist eines der literarisch interessantesten Bücher der letzten Jahre. Und eines der politischsten. Eine seltene Kombination.«
Jörg Plath, NZZ, 3.7.2010
»Mit viel boshaftem Witz und noch größerer Lust am Sprachspiel und an der Übertreibung führt Röggla in dieser Textbaustein-Collage vor, wie Katastrophendiskurse organisiert sind.«
Amnesty Journal, Juni/Juli 2010
»Szenario von ungeheurer Spannung und Dramatik.«
Hardy Holz, Ostthüringer Zeitung, 26.6.2010
»Den Konjunktiv der indirekten Rede hat Kathrin Röggla denn auch schon öfter als Stilmittel kultiviert. Es ist ihre schärfste Waffe im Kampf gegen eine Verfassung der Welt, deren wirkliche Sorgen hinter medialem Geschwurbel, will sagen hinter inszenierten Spektakeln unsichtbar zu werden drohen.«
Michael Schmitt, Deutschlandfunk, Büchermarkt, 16.6.2010
»Literarisch meisterhaft.«
Literaturen, Mai/Juni 2010
»Aus den unterschiedlichsten Perspektiven zeichnet Kathrin Röggla das facettenreiche Bild eines bedrohlichen Diskurses. Wer sich mal richtig durchschütteln und auf der Metaebene alarmieren lassen will, wer Gehör und Verstand für die nächste Nachrichtensendung ein wenig nachschärfen lassen will, dem sei Kathrin Rögglas Buch bestens empfohlen.«
Ralph Schock, SR2 KulturRadio ›Bücherlese‹, 15.05.2010
»Die in Salzburg geborene und in Berlin lebende Autorin unterstreicht mit ihrem neuen Buch wieder ihren besonderen Rang in der Gegenwartsliteratur.Kathrin Röggla ist ein außergewöhnlich empfindlicher Seismograph für die Bewusstseinslagen und Kollektivneurosen unserer Zeit. Und wenn solch ein Seismograph auch noch so gut schreiben kann, dann haben wir es mit Literatur vom Feinsten zu tun.«
Oberösterreichische Nachrichten, 7.5.2010
»treffende Satire auf allgegenwärtige Medienhysterie und Panikmache. (…) ebenso unterhaltendes wie hochaktuelles Buch.«
Jeff Thoss, Luxemburger Wort, 1.5.2010
»Mit solchen Texten beweist die Schriftstellerin Kathrin Röggla eine literarische Zeitzeugenschaft, wie sie heute selten geworden ist.«
Sandra Leis, NZZ am Sonntag, 25.04.2010
»Und weil es da auch um die Rolle der Medien geht, fehlt Natascha Kampusch nicht in diesem Buch, das durch Sprachkunst auffällt.«
Peter Pisa, Kurier, 3.4.2010
»Die Autorin demonstriert hier literarischen Mut. Mit ungewöhnlichen sprachlichen Mitteln fängt ihr Buch die (diskursive) Realität aus ungewöhnlichen Perspektiven ein, um so hinter ihre polierten Oberflächen zu blicken. Sie setzt ihr Thema vor allem auch formal um: Das ist hohe Schule.«
Beat Mazenauer, literaturkritik, April 2010
»Mit diesem Buch ist ihr wieder ein Stück brillanter Zeitdiagnose gelungen.«
Maria Renhardt, Die Furche, 1. April 2010
»Mit den ureigensten Mitteln der Literatur kritisiert Röggla die negativen Aspekte und Auswüchse einer Konsum- und Arbeitswelt.«
Thomas Rothschild, Die Presse, 27.3.2010
»Kathrin Röggla, die Theaterautorin, chronische Kleinschreiberin und Meisterin des Sprachbewusstseins, spiegelt die Krisenrealität stilistisch.«
Anne Haeming, Freitag, 27.3.2010
»Beschwörendes, magisches Reden im 21. Jahrhundert: Es läuft wie geschmiert, es ist dabei so zwanghaft, autoritätshörig und autoritär, so agressiv und dumpf, dass es dagegen immer wieder einen subversiven, erhellenden Gestus braucht; Röggla hat ihn.«
Sabine Peters, Basler Zeitung, 26.3.2010
»Mit ›die alarmbereiten‹ setzt Röggla (…) ihre (…) literarischen Zustandsbeschreibungen, ihre Archive der Angst, souverän fort.«
Wolfgang Paterno, profil, 22.3.2010
»Kathrin Rögglas Buch demonstriert mustergültig, wie man heute als Schriftsteller auf seine Gegenwart zu reagieren vermag, die sich der literarischen Wiedergabe zunehmend entzieht. Ihre Texte sind politisch, weil sie analysieren, statt Botschaften zu verbreiten, weil sie in der Form gegen die öffentlichen Sprachformen in Medien, Politik und Wissenschaft opponieren.«
Uwe Schütte, Wiener Zeitung, 20.3.2010
» (…) absolut mitreißend. (…) Kathrin Röggla lässt sich von der vordergründigen Logik menschlicher Handlungsweisen nicht blenden und rückt den Erscheinungsformen des Alltags mit sezierendem Blick auf die Pelle – literarisch kommt dabei eine radikale Zeitgenossenschaft heraus, ein temporeicher Sound von heute.«
Maike Albath, Deutschlandradio, 19.3.2010
»In ›die alarmbereiten‹ spürt man die Angst als säße sie im eigenen Nacken. Der Alptraum vom Weltuntergang, den jeder schon einmal geträumt hat und der jeden Tag in den Abendnachrichten ein Stück näher an die eigene Haustür heranrückt, ist längst Realität geworden. Begleitet vom Deutschlandfunk. Und was tun wir nun? Rögglas Buch wirft Fragen auf. Wie klingt sie, die Sprache der Angst? Die Autorin gibt darauf keine Antwort. Aber sie liefert eine beunruhigende Hörprobe.«
Anna Dumange, Junge Welt, 18.3.2010
»Es gibt nur wenige jüngere deutschsprachige Autoren, denen man einen politischen Roman auf der Höhe der Zeit zutraut. Kathrin Röggla gehört dazu.« Meike Fessmann, Süddeutsche Zetiung, Literaturbeilage, 16.3.2010
»Eine Textmontage, die sich tief ins Gewissen bohrt.«
Kleine Zeitung, 14.3.2010
»Ein Verdienst von Rögglas literarischer Verarbeitungsmethode ist das Zusammenführen unterschiedlichster Schauplätze und Situationen auf einen gemeinsamen Grundduktus: Ob es Finanzmanager oder Regierungsexperten, NGO-Mitarbeiter oder Augenzeugen, Lehrer, Journalisten, von welcher Institution auch immer legitimierte Krisen-Intervenierer oder einfach Betroffene sind, immer entsteht sofort ein dem Polit-Sprech nicht unähnliches Grund-Rauschen, das alle konkreten Befunde zudeckt.«
Wolfgang Huber-Lang, APA, 12.3.2010
»Röggla nimmt Stimmen aus ihrer Umgebung, schreibt sie um und spitzt sie hier und da durch einen gekonnt gesetzten Konjunktiv zu, sodass eine lockerleichte, blitzgescheite Prosa entsteht, die einen zum Totlachen und zu Beklemmungen höchsten Grades gleichermaßen animiert.«
Daniel Schreiber, Cicero, März 2010
»Röggla gelingt ein Zeitgeisttext, ein unmittelbares Buch, das man auszugsweise oder vollständig, aufmerksam oder nebenher lesen kann.«
Markus Keuschnigg, ORF, FM 4, 15.3.2010
»So temperamentvolle, wütend reflektierende Monologe, die sich lustvoll und hemmungslos auf die gegenwärtige Sprache einlassen, hat man lange nicht gelesen, vielleicht gar seit Thomas Bernhard und der Wiener Gruppe nicht.(…) Kathrin Röggla ist unübersehbar eine hochmoralische, politische Schriftstellerin.« Nicole Henneberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.3.2010
»Die Autorin demonstriert hier literarischen Mut. Mit ungewöhnlichen sprachlichen Mitteln fängt ihr Buch die (diskursive) Realität aus ungewöhnlichen Perspektiven ein, um so hinter ihre polierten Oberflächen zu blicken. Sie setzt ihr Thema vor allem auch formal um: Das ist hohe Schule.«
Beat Mazenauer, literaturkritik.de, 11.3.2010
»Schon in ihren früheren Werken hielt Kathrin Röggla gesellschaftlichen Phänomenen einen kritischen Spiegel vor, ob es nun um den öffentlichen Umgang mit Verbrechensopfern wie Natascha Kampusch geht oder das Leben von innerlich zerrütteten Managern der New Economy. Auch mit den ›Alarmbereiten‹ übt Kathrin Röggla Kritik an einer Gesellschaft, die ständig Angst schürt.«
Ruth Halle, ORF, Ö 1, Inforadio, 11.3.2010
»in konsequenter Kleinschreibweise entwirft die experimentierfreudige Autorin Szenen, die vollkommen überspitzt wirken, aber irritierend vorstellbar sind« Steffen Könau, Literatur.Magazin, Beilage von Frankfurter Rundschau, Kölner Stadtanzeiger, Berliner Zeitung und Mitteldeutscher Zeitung, 10.3.2010
»Klimakatastrophe, globale Finanzkrise, Schweinegrippe. Das waren die Leitmotive im Katastrophensound des vergangenen Jahres. Ganz sicher werden wir dieses Jahr neue Kandidaten kennenlernen, wir werden uns gehörig fürchten und trotzdem hoffen, dass dann alles nur Medienpalaver bleibt. In Kathrin Rögglas Hörspiel ›Die Alarmbereiten‹ findet sich diese moderne Bewusstseinslage furios aufbereitet. Zu vernehmen ist der atemlose Monolog einer zeitgenössischen Kassandra, die auch nichts Genaues weiß, aber trotzdem alles zur Sprache bringt. Im rhetorischen Dauerfeuer quellen die apokalyptischen Bilder und Begrifflichkeiten, stets im Konjunktiv und aus zweiter Hand. Ein alarmiertes Drama aus den Hallräumen unserer medialen Erregungskultur.«
Tom Peuckert, Tagesspiegel, 27.1. 2010
Gunter Irmler, Mannheimer Morgen, 16.7.2010
»Eine furiose Zustandsbeschreibung. (…) Als Kritikerin, die auch genügend Flaches kennt, muss ich mich vor der Kunstfertigkeit der Autorin verbeugen.« Irntraud Gutschke, Neues Deutschland, 15.7.2010
»›die alarmbereiten‹ ist eines der literarisch interessantesten Bücher der letzten Jahre. Und eines der politischsten. Eine seltene Kombination.«
Jörg Plath, NZZ, 3.7.2010
»Mit viel boshaftem Witz und noch größerer Lust am Sprachspiel und an der Übertreibung führt Röggla in dieser Textbaustein-Collage vor, wie Katastrophendiskurse organisiert sind.«
Amnesty Journal, Juni/Juli 2010
»Szenario von ungeheurer Spannung und Dramatik.«
Hardy Holz, Ostthüringer Zeitung, 26.6.2010
»Den Konjunktiv der indirekten Rede hat Kathrin Röggla denn auch schon öfter als Stilmittel kultiviert. Es ist ihre schärfste Waffe im Kampf gegen eine Verfassung der Welt, deren wirkliche Sorgen hinter medialem Geschwurbel, will sagen hinter inszenierten Spektakeln unsichtbar zu werden drohen.«
Michael Schmitt, Deutschlandfunk, Büchermarkt, 16.6.2010
»Literarisch meisterhaft.«
Literaturen, Mai/Juni 2010
»Aus den unterschiedlichsten Perspektiven zeichnet Kathrin Röggla das facettenreiche Bild eines bedrohlichen Diskurses. Wer sich mal richtig durchschütteln und auf der Metaebene alarmieren lassen will, wer Gehör und Verstand für die nächste Nachrichtensendung ein wenig nachschärfen lassen will, dem sei Kathrin Rögglas Buch bestens empfohlen.«
Ralph Schock, SR2 KulturRadio ›Bücherlese‹, 15.05.2010
»Die in Salzburg geborene und in Berlin lebende Autorin unterstreicht mit ihrem neuen Buch wieder ihren besonderen Rang in der Gegenwartsliteratur.Kathrin Röggla ist ein außergewöhnlich empfindlicher Seismograph für die Bewusstseinslagen und Kollektivneurosen unserer Zeit. Und wenn solch ein Seismograph auch noch so gut schreiben kann, dann haben wir es mit Literatur vom Feinsten zu tun.«
Oberösterreichische Nachrichten, 7.5.2010
»treffende Satire auf allgegenwärtige Medienhysterie und Panikmache. (…) ebenso unterhaltendes wie hochaktuelles Buch.«
Jeff Thoss, Luxemburger Wort, 1.5.2010
»Mit solchen Texten beweist die Schriftstellerin Kathrin Röggla eine literarische Zeitzeugenschaft, wie sie heute selten geworden ist.«
Sandra Leis, NZZ am Sonntag, 25.04.2010
»Und weil es da auch um die Rolle der Medien geht, fehlt Natascha Kampusch nicht in diesem Buch, das durch Sprachkunst auffällt.«
Peter Pisa, Kurier, 3.4.2010
»Die Autorin demonstriert hier literarischen Mut. Mit ungewöhnlichen sprachlichen Mitteln fängt ihr Buch die (diskursive) Realität aus ungewöhnlichen Perspektiven ein, um so hinter ihre polierten Oberflächen zu blicken. Sie setzt ihr Thema vor allem auch formal um: Das ist hohe Schule.«
Beat Mazenauer, literaturkritik, April 2010
»Mit diesem Buch ist ihr wieder ein Stück brillanter Zeitdiagnose gelungen.«
Maria Renhardt, Die Furche, 1. April 2010
»Mit den ureigensten Mitteln der Literatur kritisiert Röggla die negativen Aspekte und Auswüchse einer Konsum- und Arbeitswelt.«
Thomas Rothschild, Die Presse, 27.3.2010
»Kathrin Röggla, die Theaterautorin, chronische Kleinschreiberin und Meisterin des Sprachbewusstseins, spiegelt die Krisenrealität stilistisch.«
Anne Haeming, Freitag, 27.3.2010
»Beschwörendes, magisches Reden im 21. Jahrhundert: Es läuft wie geschmiert, es ist dabei so zwanghaft, autoritätshörig und autoritär, so agressiv und dumpf, dass es dagegen immer wieder einen subversiven, erhellenden Gestus braucht; Röggla hat ihn.«
Sabine Peters, Basler Zeitung, 26.3.2010
»Mit ›die alarmbereiten‹ setzt Röggla (…) ihre (…) literarischen Zustandsbeschreibungen, ihre Archive der Angst, souverän fort.«
Wolfgang Paterno, profil, 22.3.2010
»Kathrin Rögglas Buch demonstriert mustergültig, wie man heute als Schriftsteller auf seine Gegenwart zu reagieren vermag, die sich der literarischen Wiedergabe zunehmend entzieht. Ihre Texte sind politisch, weil sie analysieren, statt Botschaften zu verbreiten, weil sie in der Form gegen die öffentlichen Sprachformen in Medien, Politik und Wissenschaft opponieren.«
Uwe Schütte, Wiener Zeitung, 20.3.2010
» (…) absolut mitreißend. (…) Kathrin Röggla lässt sich von der vordergründigen Logik menschlicher Handlungsweisen nicht blenden und rückt den Erscheinungsformen des Alltags mit sezierendem Blick auf die Pelle – literarisch kommt dabei eine radikale Zeitgenossenschaft heraus, ein temporeicher Sound von heute.«
Maike Albath, Deutschlandradio, 19.3.2010
»In ›die alarmbereiten‹ spürt man die Angst als säße sie im eigenen Nacken. Der Alptraum vom Weltuntergang, den jeder schon einmal geträumt hat und der jeden Tag in den Abendnachrichten ein Stück näher an die eigene Haustür heranrückt, ist längst Realität geworden. Begleitet vom Deutschlandfunk. Und was tun wir nun? Rögglas Buch wirft Fragen auf. Wie klingt sie, die Sprache der Angst? Die Autorin gibt darauf keine Antwort. Aber sie liefert eine beunruhigende Hörprobe.«
Anna Dumange, Junge Welt, 18.3.2010
»Es gibt nur wenige jüngere deutschsprachige Autoren, denen man einen politischen Roman auf der Höhe der Zeit zutraut. Kathrin Röggla gehört dazu.« Meike Fessmann, Süddeutsche Zetiung, Literaturbeilage, 16.3.2010
»Eine Textmontage, die sich tief ins Gewissen bohrt.«
Kleine Zeitung, 14.3.2010
»Ein Verdienst von Rögglas literarischer Verarbeitungsmethode ist das Zusammenführen unterschiedlichster Schauplätze und Situationen auf einen gemeinsamen Grundduktus: Ob es Finanzmanager oder Regierungsexperten, NGO-Mitarbeiter oder Augenzeugen, Lehrer, Journalisten, von welcher Institution auch immer legitimierte Krisen-Intervenierer oder einfach Betroffene sind, immer entsteht sofort ein dem Polit-Sprech nicht unähnliches Grund-Rauschen, das alle konkreten Befunde zudeckt.«
Wolfgang Huber-Lang, APA, 12.3.2010
»Röggla nimmt Stimmen aus ihrer Umgebung, schreibt sie um und spitzt sie hier und da durch einen gekonnt gesetzten Konjunktiv zu, sodass eine lockerleichte, blitzgescheite Prosa entsteht, die einen zum Totlachen und zu Beklemmungen höchsten Grades gleichermaßen animiert.«
Daniel Schreiber, Cicero, März 2010
»Röggla gelingt ein Zeitgeisttext, ein unmittelbares Buch, das man auszugsweise oder vollständig, aufmerksam oder nebenher lesen kann.«
Markus Keuschnigg, ORF, FM 4, 15.3.2010
»So temperamentvolle, wütend reflektierende Monologe, die sich lustvoll und hemmungslos auf die gegenwärtige Sprache einlassen, hat man lange nicht gelesen, vielleicht gar seit Thomas Bernhard und der Wiener Gruppe nicht.(…) Kathrin Röggla ist unübersehbar eine hochmoralische, politische Schriftstellerin.« Nicole Henneberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.3.2010
»Die Autorin demonstriert hier literarischen Mut. Mit ungewöhnlichen sprachlichen Mitteln fängt ihr Buch die (diskursive) Realität aus ungewöhnlichen Perspektiven ein, um so hinter ihre polierten Oberflächen zu blicken. Sie setzt ihr Thema vor allem auch formal um: Das ist hohe Schule.«
Beat Mazenauer, literaturkritik.de, 11.3.2010
»Schon in ihren früheren Werken hielt Kathrin Röggla gesellschaftlichen Phänomenen einen kritischen Spiegel vor, ob es nun um den öffentlichen Umgang mit Verbrechensopfern wie Natascha Kampusch geht oder das Leben von innerlich zerrütteten Managern der New Economy. Auch mit den ›Alarmbereiten‹ übt Kathrin Röggla Kritik an einer Gesellschaft, die ständig Angst schürt.«
Ruth Halle, ORF, Ö 1, Inforadio, 11.3.2010
»in konsequenter Kleinschreibweise entwirft die experimentierfreudige Autorin Szenen, die vollkommen überspitzt wirken, aber irritierend vorstellbar sind« Steffen Könau, Literatur.Magazin, Beilage von Frankfurter Rundschau, Kölner Stadtanzeiger, Berliner Zeitung und Mitteldeutscher Zeitung, 10.3.2010
»Klimakatastrophe, globale Finanzkrise, Schweinegrippe. Das waren die Leitmotive im Katastrophensound des vergangenen Jahres. Ganz sicher werden wir dieses Jahr neue Kandidaten kennenlernen, wir werden uns gehörig fürchten und trotzdem hoffen, dass dann alles nur Medienpalaver bleibt. In Kathrin Rögglas Hörspiel ›Die Alarmbereiten‹ findet sich diese moderne Bewusstseinslage furios aufbereitet. Zu vernehmen ist der atemlose Monolog einer zeitgenössischen Kassandra, die auch nichts Genaues weiß, aber trotzdem alles zur Sprache bringt. Im rhetorischen Dauerfeuer quellen die apokalyptischen Bilder und Begrifflichkeiten, stets im Konjunktiv und aus zweiter Hand. Ein alarmiertes Drama aus den Hallräumen unserer medialen Erregungskultur.«
Tom Peuckert, Tagesspiegel, 27.1. 2010

