Margarete Mitscherlich-Nielsen

Die Radikalität des Alters

Sachbuch
Taschenbuch
Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-596-18956-4
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Buchdetails

Sachbuch
272 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-18956-4
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Inhalt

Mit über neunzig Jahren wendet sich Margarete Mitscherlich, die Grande Dame der deutschen Psychoanalysedie unermüdliche Aufklärerin, mit großer Entschiedenheit nochmals den großen Fragen ihres Lebens zu: Dem Vergessen und Verdrängen und der Unfähigkeit der Deutschen zu trauern; der Emanzipation im weitesten Sinne, also der Befreiung von Denkeinschränkungen, Vorurteilen, Ideologien, aber auch im engeren Sinne der Emanzipation der Frau und ihrer Stellung in der Gesellschaft; den Geschlechterrollen, männlichen und weiblichen Werten.
Zugleich reflektiert Margarete Mitscherlich das Älter- und Altwerden und beschreibt mit großer Offenheit, wie es ihre Sicht auf die Dinge prägt. In einem sehr persönlichen Stück beschreibt sie schließlich mit dem geschulten Blick der Psychoanalytikerin ihr Leben und Lebenswerk. Ein bewegendes Zeugnis lebendiger Zeitgeschichte.

Pressestimmen

»so vital und so klar, so temperamentvoll und so entschieden!«
Klaus Harpprecht, Die Zeit, 22.12.2010

»Margarete Mitscherlich ist alt und gescheit und kein bisschen allwissend geworden.«
Gabriele von Arnim, Deutschlandradio Kultur, 30.11.2010

»Es ist unterhaltsam und anregend, wenn sie auf ihren Streifzügen durch die Geschichte der Psychoanalyse u.a. der Frage nachgeht, ob diese Wissenschaft nicht eigentliche eine weibliche sei oder wenn sie die Grenzen Sigmund Freuds auslotet, für den die Frau ein ›dark continent‹ war.«
Angela Gutzeit, Frankfurter Rundschau, 14.10.2010

»das berührende Resümee eines Lebens, in dem das Denken stets eng mit der eigenen Biographie verwoben war.«
Ina Hartwig, Süddeutsche Zeitung, 5.10.2010

»Sie ist eine sanfte Radikale. Ihre Radikalität liegt in der unbeirrbaren Beharrlichkeit, mit der sie immer wieder zu ihren grossen Themen zurückkehrt: Emanzipation und Trauer.«
Andrea Roedig, Neue Zürcher Zeitung, 4.10.2010

»kurzweilig und ein großes Lesevergnügen, wenn jemand so gelassen und radikal ehrlich mit sich umgeht.«
Markus Schmitz, Hauptsache Kultur! - HR-Fernsehen, 9.9.2010

Über Margarete Mitscherlich-Nielsen

Margarete Mitscherlich-Nielsen, geb. 1917 in Dänemark, ist Psychoanalytikerin, Medizinerin und Autorin zahlreicher Bücher. Die Tochter eines dänischen Arztes und einer deutschen Lehrerin studierte Medizin und Literatur in München und Heidelberg und wurde 1950 in Tübingen zum Dr. med. promoviert. 1947 traf sie in der Schweiz den Arzt und Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich (1908–1982), den sie 1955 heiratete. Gemeinsam bemühten sie sich nach dem Krieg um die Wiederbelebung der Psychoanalyse in Deutschland. 1960 war sie Mitbegründerin des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt, wo sie fortan vorrangig arbeitete, und fungierte viele Jahre als Herausgeberin der Zeitschrift ›Psyche‹. Gemeinsam mit ihrem Mann veröffentlichte Margarete Mitscherlich 1967 das bahnbrechende Buch ›Die Unfähigkeit zu trauern‹. Es folgten u.a. ›Die friedfertige Frau‹ (1985), ›Die Zukunft ist weiblich‹ (1987) und ›Über die Mühsal der Emanzipation‹ (1990). Margarete Mitscherlich lebt in Frankfurt am Main.

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Margarete Mitscherlich-Nielsen
Foto: Walter Breitinger
Die Radikalität des Alters
 

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