Jan-Pieter Barbian
Literaturpolitik im NS-Staat
Studien
Taschenbuch
Preis € (D) 14,95 | € (A) 15,40 | SFR 21,90
ISBN: 978-3-596-16306-9
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Buchdetails
Studien
560 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-16306-9
lieferbar
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.
560 Seiten, Broschur
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Inhalt
Die Bücherverbrennungen, die am 10. Mai 1933 in nahezu allen deutschen Universitätsstädten stattfanden, waren ein medienwirksam inszeniertes Ereignis. Bis heute verstellt dieses Symbol der Kulturbarbarei den Blick auf die Entscheidungsabläufe, die zur Etablierung einer nationalsozialistischen Literaturpolitik führten. Die Beseitigung eines bedeutenden Teils der Literatur der Weimarer Moderne und ihrer Protagonisten war nur das öffentliche Vorspiel zu einem allumfassenden Prozess, in dem staatliche Behörden und Partei"dienststellen" politischen Einfluss auf die Produktion und Verbreitung von Literatur nahmen.
Eine Schlüsselrolle fiel dabei Joseph Goebbels als Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda und als Präsident der von ihm gegründeten Reichskulturkammer zu. Was im Dritten Reich erscheinen durfte, war "von seinen Gnaden" zugelassen. Allerdings musste Goebbels seine Macht mit anderen Herrschaftsträgern teilen. Und auch die Beherrschten - Autoren, Verleger, Buchhändler und das lesende Publikum - folgten keineswegs allen Vorgaben des Regimes.
Der Autor präsentiert einen knappen wie präzisen Überblick über all die Institutionen, Akteure und Betätigungsfelder, die für die nationalsozialistische Literaturpolitik entscheidend waren. Die Darstellung stützt sich auf umfangreiche Überlieferungen in staatlichen Archiven und zugleich auf Analysen der Verhaltensweisen von Schriftstellern, Verlagen, des Buchmarktes und des Leseverhaltens, wie sie sich in Tagebüchern, Erinnerungen, Briefen, statistischen Erhebungen und Darstellungen zur Buchhandelsgeschichte widerspiegeln.
Jan-Pieter Barbian, geb. 1958, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie. Seit 1995 ist er Direktor der Stadtbibliothek Duisburg. Er gilt als einer der ganz wenigen Kenner des Forschungsfeldes.
Buchpublikationen u. a.: „Literaturpolitik im ‚Dritten Reich’“ (zuletzt bei dtv 1993/95, 950 S, seit 1998 vergriffen); »Die vollendete Ohnmacht. Schriftsteller, Verleger und Buchhändler im NS-Staat« (2008).
Unsere Adressen im Internet: www.fischerverlage.de
Eine Schlüsselrolle fiel dabei Joseph Goebbels als Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda und als Präsident der von ihm gegründeten Reichskulturkammer zu. Was im Dritten Reich erscheinen durfte, war "von seinen Gnaden" zugelassen. Allerdings musste Goebbels seine Macht mit anderen Herrschaftsträgern teilen. Und auch die Beherrschten - Autoren, Verleger, Buchhändler und das lesende Publikum - folgten keineswegs allen Vorgaben des Regimes.
Der Autor präsentiert einen knappen wie präzisen Überblick über all die Institutionen, Akteure und Betätigungsfelder, die für die nationalsozialistische Literaturpolitik entscheidend waren. Die Darstellung stützt sich auf umfangreiche Überlieferungen in staatlichen Archiven und zugleich auf Analysen der Verhaltensweisen von Schriftstellern, Verlagen, des Buchmarktes und des Leseverhaltens, wie sie sich in Tagebüchern, Erinnerungen, Briefen, statistischen Erhebungen und Darstellungen zur Buchhandelsgeschichte widerspiegeln.
Jan-Pieter Barbian, geb. 1958, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie. Seit 1995 ist er Direktor der Stadtbibliothek Duisburg. Er gilt als einer der ganz wenigen Kenner des Forschungsfeldes.
Buchpublikationen u. a.: „Literaturpolitik im ‚Dritten Reich’“ (zuletzt bei dtv 1993/95, 950 S, seit 1998 vergriffen); »Die vollendete Ohnmacht. Schriftsteller, Verleger und Buchhändler im NS-Staat« (2008).
Unsere Adressen im Internet: www.fischerverlage.de
Pressestimmen
»eine kompakte, verständlich geschriebene Übersicht über das Medium Buch als Wirtschaftsfaktor und Gegenstand der Propaganda«
Stefan Hüpping, Zeitschrift für Germanistik, Januar 2011
»Jan-Pieter Barbian hinterlässt den Leser am Ende mit dem Gefühl, alles über Literaturpolitik unter Hitler und sehr viel über diese Zeit in Deutschland erfahren zu haben.«
Rudolf Neumaier, Süddeutsche Zeitung, 3.9.2010
»Jan-Pieter Barbian hat sein Standardwerk von 1993 nun in gestraffter, um neue Forschungsergebnisse ergänzter Form vorgelegt. Er schreibt Institutionengeschichte im besten Sinne.«
Tilman Krause, Die Welt, 7.8.2010
»Barbians materialreiche Studie gibt einen umfassenden Überblick über das Literatur-, Buchhandels- und Verlagswesen. Sie bildet so etwas wie ein Handbuch für diesen Bereich, an dem nicht vorbeikommt, wer sich über die Funktionsweise der ›Mediendiktatur‹ informieren will.«
Rudolf Walther, Frankfurter Rundschau, 3.8.2010
Stefan Hüpping, Zeitschrift für Germanistik, Januar 2011
»Jan-Pieter Barbian hinterlässt den Leser am Ende mit dem Gefühl, alles über Literaturpolitik unter Hitler und sehr viel über diese Zeit in Deutschland erfahren zu haben.«
Rudolf Neumaier, Süddeutsche Zeitung, 3.9.2010
»Jan-Pieter Barbian hat sein Standardwerk von 1993 nun in gestraffter, um neue Forschungsergebnisse ergänzter Form vorgelegt. Er schreibt Institutionengeschichte im besten Sinne.«
Tilman Krause, Die Welt, 7.8.2010
»Barbians materialreiche Studie gibt einen umfassenden Überblick über das Literatur-, Buchhandels- und Verlagswesen. Sie bildet so etwas wie ein Handbuch für diesen Bereich, an dem nicht vorbeikommt, wer sich über die Funktionsweise der ›Mediendiktatur‹ informieren will.«
Rudolf Walther, Frankfurter Rundschau, 3.8.2010

