Mein Herz so weiß
 

Javier Marías

Mein Herz so weiß

Roman
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Aus dem Spanischen von Elke Wehr
Preis € (D) 9,99
ISBN: 978-3-10-401995-6
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Mein Herz so weiß
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ISBN: 978-3-596-51275-1
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Mein Herz so weiß
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ISBN: 978-3-596-19459-9

Inhalt

Erbarmungslos und genau untersucht Javier Marías in seinem internationalen Bestseller ›Mein Herz so weiß‹ die Macht uneingestandener Vergangenheit. Für Juan, der als Dolmetscher ständig zwischen New York, Genf und Madrid pendelt, ist das Leben seines Vaters ein ungelöstes Rätsel. Als er selbst heiratet, stellt er sich dem, was er nicht wissen will: Direkt nach der Hochzeitsreise seines Vaters erhob sich seine erste Frau vom Tisch, nahm eine Pistole und erschoss sich im Badezimmer. Später heiratete der Witwer ihre Schwester, Juans Mutter.

Der Roman zeigt Javier Marías als Meisterdetektiv des menschlichen Herzens, seiner dunklen Seiten und verborgenen Winkel. Verschwiegenheit kann bequem sein, aber sie fordert ihren Preis. Die Schärfe seiner Beobachtungen und die Eleganz seines Stils machen den Roman zu einem Klassiker der Moderne.

»Dies ist ein Meisterwerk, ein ganz großes Meisterwerk.«
Marcel Reich-Ranicki



Über Javier Marías

Javier Marías, 1951 als Sohn eines vom Franco-Regime verfolgten Philosophen geboren, veröffentlichte seinen ersten Roman mit neunzehn Jahren. Seit seinem Bestseller ›Mein Herz so weiß‹ gilt er weltweit als beachtenswertester Erzähler Spaniens.
Sein umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Nelly-Sachs-Preis sowie dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. Seine Bücher wurden in über vierzig Sprachen übersetzt.

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Javier Marías
Foto:Jürgen Bauer


Interview

Interview im El Espectador, 1 Juni 2011, 06.01.2012
Der Schriftsteller Javier Marías hat eingestanden, dass er beim Schreiben seines Romans Die sterblich Verliebten – mit Erstaunen stellt der Autor fest, dass noch kein anderer Roman zuvor diesen Titel trägt - von großen Zweifeln ergriffen war. Sie waren so groß, dass er, selbst zwei Wochen vor Abgabe an den Verlag, überlegte, ihn doch lieber in der Schublade zu lassen. Es sollte keiner dieser »Schmöker« werden.

Javier Marías hatte seine kraftraubende Trilogie Dein Gesicht morgen beendet und, nachdem er all die Buchstaben zu Papier gebracht hatte, den Eindruck, als Schriftsteller alles gesagt zu haben. Doch seine vierzigjährige Karriere als Schriftsteller sollte nicht achtlos versanden – vielmehr kristallisierte sich in ihm, produktiv, wie er ist, eine neue Geschichte heraus. Die Geschichte von María Dolz, einer Frau, die in der Verlagswelt arbeitet und Zeugin einer durch einen Todesfall zerstörten Ehe wird, einer Frau, die die Ambivalenz der Straffreiheit und die Wechselbäder der Verliebtheit erfährt.
Angélica Gallón Salazar: Worauf sind Sie bei Ihrem Versuch, der Verliebtheit auf den Grund zu gehen, gestoßen?
Javier Marías: Es ist bekannt, dass es in meinen Romanen außer der Geschichte, der Handlung und ihrer Figuren immer auch Überlegungen und Kommentare gibt, die abschweifend erzählt werden. In diesem Roman dreht sich eine dieser Überlegungen genau um die nicht haltbare, sehr verbreitete Vorstellung von Verliebten, dass das Aufeinandertreffen zweier Personen gewissermaßen vorbestimmt ist. Es gibt da dieses Bedürfnis, zum Anfang zurückzukehren, als man den Geliebten kennengelernt hat, und zu glauben, dass man sich, wäre man beispielsweise nicht in diese bestimmte Bar gegangen oder nicht in eine ferne Stadt gereist, nicht getroffen hätte. Das ist ganz normal, die Leute haben sehr viel Freude daran, diese Art von Mythologie zu erfinden, ich habe den Eindruck, und davon möchte ich in diesem Roman erzählen, dass das nicht ganz zutrifft.
Für mich ist das Verliebtsein ein Ergebnis von Zufällen, es ist eine Lotterie, manchmal auch nur eine Frage, wer gerade zu haben ist, wir sind sehr abhängig davon, wer in unser Blickfeld tritt oder in wessen Blickfeld wir treten, und deshalb soll mein Roman dazu anregen, das Verliebtsein als eine Art Tombola zu betrachten. Ich verstehe den Wunsch von Verliebten, ihre Beziehung zu adeln und mit dem Schicksal in Verbindung zu bringen, glaube aber, dass das falsch ist.

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