Günther Rühle

Theater in Deutschland 1887-1945

Hardcover
Preis € (D) 39,90 | € (A) 41,10 | SFR 53,90
ISBN: 978-3-10-068508-7
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Buchdetails

1296 Seiten, gebunden
S. Fischer Verlag
ISBN 978-3-10-068508-7
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Inhalt

Dieses Buch enthält die lebendig geschriebene Geschichte des Theaters in Deutschland von den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts, vom jungen Kaiserreich über die Republik bis zum Ende der Hitler-Diktatur 1945. Es spricht von seinen prägenden Personen, von Dramatikern, Regisseuren und Schauspielern, zeigt die Entwicklung führender Theater. Es behandelt den Wandel der Themen, der Stile, der Arbeitsmethoden, gibt also Bericht von einem großen Aufbruch in die Weltgeltung, aber auch von der Spaltung und Zerstörung dieses bedeutenden Kunstbetriebes und von den Bemühungen um die Rettung seiner Substanz. Das Buch macht Zusammenhänge sichtbar zwischen der künstlerischen Arbeit und der Politik, dem Zeitgeist und den gesellschaftlichen Kräften. Günther Rühle nennt es: »Eine Biographie des Theaters«.

Pressestimmen

»Rühle hat den epischen Atem - wer sonst hat ihn noch? -, den im 19. Jahrhundert die Historiker Ranke, Mommsen, Burckhardt gehabt haben. Auch wenn die von unvergleichlich bedeutenderen Themen, als es das Theater sein kann, zum Schreiben verlockt wurden. Faszinierend, wie Rühle es trotzdem fertigbringt, einen doch immer gleichbleibenden Vorgang über einen Zeitraum von 58 Jahren so unterhaltsam darzustellen - mindestens für jeden, dem Theater überhaupt etwas bedeutet: ein Stück schreiben, es aufführen, neu inszenieren oder auch, noch öfter: es vergessen.«
Rolf Hochhuth, Basler Zeitung, 7.3.2007

»Kann man vergangenes Theater nacherleben? Ist es möglich, über historische Epochenbrüche hinweg Sternstungen und krachende Niederlagen so zu vergegenwärtigen, dass man meint, ihre Vibrationen noch zu spüren? Günther Rühle bingt es fertig.«
Eckhard Fuhr, Welt am Sonntag, 11.3.2007

»Ein Glücksfall deutscher Theater- Geschichtsschreibung ist anzuzeigen: Mit seinem 1280 Seiten umfassenden Band ›Theater in Deutschland 1887 bis 1945‹ hat Günther Rühle nicht nur ein neues Standardwerk geschaffen, sondern auch eine ungemein lebendig geschriebene und daher spannend zu lesende ›ruhmvolle und lehrreiche Geschichte‹ des deutschen Theaterlebens (...).«
Wilfried Mommert, dpa, 12.3.2007

»Es hat das Zeug zur Bibel für alle, die wie auch immer am Theater hängen.«
Reinhard Wengierek, Die Welt, 12.3.2007

»Der Leser (...) wird mitgenommen auf eine Zeitreise, die über achtundfünfzig Jahre führt und ein kulturgeschichtliches Panorama besichtigt, wie es selten ein Buch entfaltet.«
Andreas Rossmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.3.2007

»Niemand denkt so emphatisch von den Möglichkeiten der Bühne wie er. Rühle glaubt an dieses Medium mit einzigartiger und schöner Ernsthaftigkeit.«
Peter Michalzik, Frankfurter Rundschau, 21.3.2007

»Wenn man bedenkt, dass Günther Rühle 1945 gerade 21 Jahre alt war, also von dem, was er beschreibt, aus eigener Anschauung fast nichts mitbekommen haben kann, wächst noch einmal der Respekt vor der Lebendigkeit und Frische, mit der er sein im Untertitel gegebenes Versprechen einlöst: nämlich Theaterereignisse und Theatermenschen gewissermaßen live vor Augen zu führen. (...) Ein wahrhaft monumentales, fabelhaft zu lesendes Werk.«
Joachim Kreidet, SWR2, 25.4.2007

»Das Buch ist außerordentlich, ja: singulär. Denn eine deutsche Theatergeschichte wie die von Günther Rühle hat es noch nie gegeben – und ein ähnliches Werk wird aus vielerlei Gründen wohl nie mehr geschrieben werden.«
Peter von Becker, Tagesspiegel, 6.5.2007

»Dieses Buch von Günther Rühle ist eines der großen und herausragenden Theaterereignisse dieses Jahres, und sicher weit darüber hinaus, und ganz ohne Subventionen.(…) Es gelingt Günther Rühle darzulegen, wie zwölf Jahre Diktatur ein Theater der Zugeständnisse und gleichzeitig den Versuch bedeuten, Substanz zu retten.«
Peter Hans Goepfert, RBB Kulturradio, 9.7.2007

» (…) seine Theatergeschichte ist ein außergewöhnliches Werk. Niemand hat bisher in so großem Bogen und zugleich so detailliert die Geschichte des deutschen Schauspiels
geschildert.«
Büchermarkt. Aus dem literarischen Leben, 16.7.2007

»Rühle entwirft dabei immer wieder überzeugende Porträts, Einordnungen und Bewertungen und würzt sein ebenso kluges wie lesbares und streckenweise höchst unterhaltsames Buch mit allerhand Bonmots, deren tiefere Bedeutung und Wahrhaftigkeit sich wohl nur dem leidgeprüften Praktiker mitteilt: ›Das Theater wertet anders als die Literatur; was ihm zum Leben hilft, seinen Betrieb sichert, hat einen eigenen Wert‹ (…) Er (Rühle) liefert eine in dieser Form und Ausdehnung wohl beispiellose Einbeziehung internationaler Strömungen, Künstler und Werke, die besonders deutlich macht, wie sehr das deutsche Theaterleben schon Ende des 19. und erst Recht während des 20. Jahrhunderts ein europäisches Phänomen war.«
Virtuelle Kulturregion SWO, 23.8.2007

»Man muss nicht jede Einschätzung Rühles teilen. (…) Eine bessere Bilanz zum deutschen Theater wird man trotzdem nirgendwo finden.«
Frank Dietschreit, Märkische Allgemeine, 18.9.2007

»Geschrieben hat hier einer, der das Theater liebt.«
Joachim Rübel, Saale-Zeitung, 14.11.2007

»Mit Ehrfurcht steht man vor der Wucht der akribisch ausgebreiteten Informationen.«
Petra Castell, Rundfunk Berlin-Brandenburg, 6. Dezember 2007

»Günther Rühles Geschichte des deutschen Theaters ist einfach ein großer Wurf.«
Hermann Rudolph, Der Tagesspiegel, 8.12.2007

»Ein monumentales Werk (...) ein überaus wichtiges Buch, unverzichtbar eigentlich für alle, die im Theater arbeiten, und wunderbar für jene, die das Theater lieben.«
Rüdiger Gieselmann, Radio Darmstadt, 15.12.2007

»ein wahrhaft monumentales Stück Theatergeschichte«
Gerri Lembke, Das Historisch-Politische Buch, 1/2008

»Als Theaterkritiker und -intendant ist Günther Rühle schon zu Lebzeiten eine Legende.«
Frank Dietschreit, Kulturradio, 1.07.2008

Über Günther Rühle

Günther Rühle, einer der angesehensten deutschen Theaterkritiker und Theaterschriftsteller, geboren 1924 in Gießen, 1960–1985 Redakteur im Feuilleton der ›Frankfurter Allgemeinen Zeitung‹ – seit 1974 sein Leiter –, 1985–1990 Intendant des Frankfurter Schauspiels, danach Feuilletonchef am Berliner ›Tagesspiegel‹. Edierte u.a. die Werke von Marieluise Fleißer und Alfred Kerr. Ehrenpräsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Theodor-Wolff-Preis 1963, Johann-Heinrich-Merck-Preis 2007.

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