Peter Stamm
Ungefähre Landschaft
Roman
Taschenbuch
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-596-18824-6
lieferbar
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Buchdetails
Roman
192 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-18824-6
lieferbar
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.
192 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-596-18824-6
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Inhalt
Ein kleines norwegisches Dorf nördlich des Polarkreises. An diesem Rand der Welt lebt Kathrine. Sie ist achtundzwanzig, hat aus erster Ehe ein Kind und unterbricht nur selten das Einerlei ihrer Tage. Sie lernt Thomas kennen und heiratet ihn. Er ist das, was man eine gute Partie nennt, er gibt ihr Halt. »Sein Leben war ein Strich durch die ungefähre Landschaft ihres Lebens.« Doch dann macht Kathrine eine Entdeckung, die sie tief verletzt.
»Ungefähre Landschaft« ist der zweite Roman des Autors von »Agnes« und »Sieben Jahre«. Das Porträt einer jungen Frau, erzählt mit schwebender Leichtigkeit.
»Ungefähre Landschaft« ist der zweite Roman des Autors von »Agnes« und »Sieben Jahre«. Das Porträt einer jungen Frau, erzählt mit schwebender Leichtigkeit.
Über Peter Stamm
Interview zum Buch
Ein Gespräch mit Peter Stamm über das Wesen der Liebe, das Glück des Schreibens und seinen neuen Roman ›Sieben Jahre‹, 12.08.2009
Fischer Verlag: Alexander, der Held in Ihrem neuen Roman ›Sieben Jahre‹, lebt mit seiner Frau Sonja, sie ist schön und erfolgreich und müsste ihn – von außen betrachtet – glücklich machen. Ohne etwas vorwegzunehmen: Sie tut es nicht. Jedenfalls hat er eine Geliebte, Iwona, eine eher unattraktive, eher graue Frau, die ein sehr einfaches Leben führt. Für den Leser ist diese Liebschaft, die sich zu einer Amour fou auswächst, überraschend. War auch für Sie diese Liebe überraschend?
Peter Stamm: Die Beziehung zur unscheinbaren Iwona war der Ausgangspunkt der Geschichte. Was mich interessierte, war die Macht, die ein Mensch über uns hat, wenn er uns liebt. Was Alex an Iwona bindet, ist nicht so sehr körperliche Anziehung, sondern ihre bedingungslose Hingabe. Auf das Thema bin ich in Witold Gombrowicz' Stück ›Ivonne, Prinzessin von Burgund‹ gestoßen, in dem der Prinz aus einer Art Überdruss die hässlichste Frau zu seiner Ehefrau wählt und sie dann nicht mehr loswird, weil er, wie er sagt, »in ihr« ist. Aus dem Stück hat meine Figur auch ihren Namen. Es war schwierig, eine unattraktive Figur zu schaffen, ich habe gemerkt, dass Hässlichkeit sehr schwer zu definieren ist und mehr mit dem Charakter als mit dem Aussehen zu tun hat. Auf eine komplizierte Art ist Iwona ja doch attraktiv. Überraschend – und manchmal schockierend – war für mich, wie sich die Geschichte entwickelt hat. Iwona hat, vielleicht gerade weil sie unattraktiv ist, einen sehr starken Willen, sie ist bereit, jedes Opfer zu bringen, um ihr Ziel zu erreichen. Wie sie mit ihrer Schwangerschaft umgeht, ist zum Beispiel ziemlich schockierend.

