Stefan Zweig + Friderike Zweig Herausgeber: Jeffrey B. Berlin + Gert Kerschbaumer

"Wenn einen Augenblick die Wolken weichen"

Hardcover
Preis € (D) 24,90 | € (A) 25,60 | SFR 35,50
ISBN: 978-3-10-097096-1
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Buchdetails

448 Seiten, gebunden
S. Fischer Verlag
ISBN 978-3-10-097096-1
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Inhalt

Anfang 1920 wird Friderike von Winternitz, die zwei Romane geschrieben hat, Stefan Zweigs Frau, eine resolute, wie aus den Ehebriefen hervorgeht. Sie bekundet stets regen Anteil an seinen literarischen Arbeiten und erteilt ihm hin und wieder auch einen Tadel: »Mir ist es traurig zu denken, daß ein Mensch, der wie Du so besonders glückliche Gaben besitzt, der also den Göttern immerzu danken müßte, auch mit Zufriedenheit und Ausgeglichenheit, so unbedenklich ist, Menschen in seiner nächsten Umgebung so schwer zu verkränken und zu demütigen ...«
Stefan Zweig hingegen übt gelegentlich Kritik an Friderikes Erziehung ihrer schwierigen Töchter: »Lass sie schwimmen! Einen Schwimmgürtel hat man ihnen umgetan, dass sie nicht untergehen können, also in Not geraten – um alles andere kümmere Dich nicht, dann werden sie selbst genötigt sein, sich durchzuschlagen.«
Bis Anfang 1934 lebt das Paar samt Töchtern in Salzburg, dann getrennt, er in London, wo er und seine Sekretärin Lotte Altmann einander schätzen und lieben. Nach der Auslöschung Österreichs 1938 erfolgt die Scheidung von Friderike, bei Kriegsbeginn die Heirat Lottes und Stefans. Ihre Exilbriefe an Friderike spiegeln den Leidensweg wider bis zum selbstgewählten Ende.

Die Neuausgabe der Korrespondenz zwischen Friderike und Stefan ist als Erzählung konzipiert und enthält revidierte und bislang unveröffentlichte Briefe, auch einige von Lotte Zweig.

Pressestimmen

»›Wenn einen Augenblick die Wolken weichen‹, nennt sich der Band höchst sinnig. Jeffrey B. Berlin und Gert Kerschbaumer haben ihn klug kommentiert und mit kurzen, vieles erhellenden Zwischentexten versehen.«
Susanne Schaber, Die Presse, 25.11.2006

Über Stefan Zweig + Friderike Zweig

Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren, lebte von 1919 bis 1934 in Salzburg, emigrierte von dort nach England und 1941 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seine historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Am 23. Februar 1942 schied er in Petrópolis, Brasilien, freiwillig aus dem Leben. Seine von einer vergangenen Zeit erzählenden Erinnerungen »Die Welt von Gestern« erschienen posthum.

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Stefan Zweig
© Archiv S. Fischer Verlag

Friderike Zweig, geb. Burger, wurde am 4. Dezember 1882 in Wien geboren. Ihre Ehe mit Felix von Winternitz wurde 1914 geschieden. 1912 hatte sie Stefan Zweig näher kennen gelernt; die Eheschließung mit ihm erfolgte erst 1920, nachdem eine Wiederverheiratung nach österreichischem Gesetz möglich geworden war. Nach ihrer Scheidung von Stefan Zweig 1938 emigrierte die Schriftstellerin und Übersetzerin nach Frankreich, 1941 in die USA, wo sie am 18. Januar 1971 in Stamford, Conn., gestorben ist.

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Jeffrey B. Berlin, geboren 1946, war Professor of Comparative Literature am Holy Family College in Langhorne, Pa, USA, und ist durch seine Arbeiten und Herausgeberschaften als Kenner des Werkes von Stefan Zweig ausgewiesen.

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Gert Kerschbaumer, geboren 1945 in Spital am Semmering, lebt seit den 60er Jahren in Salzburg; arbeitete in der Industrie, studierte nebenher deutsche Literatur und Geschichte; Forschungs- und Lehrtätigkeit. Publikationen zu den Themen Kunst im Dritten Reich und Kunstraub.

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"Wenn einen Augenblick die Wolken weichen"
 
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