Clemens Meyer

Als wir träumten

Roman
Taschenbuch
Preis € (D) 9,95 | € (A) 10,30
ISBN: 978-3-596-17305-1
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Buchdetails

Roman
528 Seiten,
FISCHER Taschenbuch
ISBN 978-3-596-17305-1
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Cover »Als wir träumten«
Als wir träumten
Preis € (D) 9,99
ISBN: 978-3-10-400118-0

Inhalt

»Ein bewegendes Buch. Das Monument einer Jugend. Ein Stück Zauberei.«
Sten Nadolny

Nach den Kinderspielen kommen die Kämpfe: Rico, Mark, Paul und Daniel wachsen auf im Leipzig der Nachwendejahre, zwischen Autoklau, Alkohol und Angst, zwischen Wut und Zerstörung. Jede Nacht ziehen sie durch die Straßen. Sie feiern, sie klauen, sie fahren ihr Leben gegen die Wand. Sie sind frei und dem Leben ausgeliefert. Mit direkter, wütender, sensibler und authentischer Stimme erzählt dieser Roman von dem Traum, dass irgendwo ein besseres Leben wartet.



Über Clemens Meyer

Clemens Meyer, geboren 1977 in Halle / Saale, lebt in Leipzig. 2006 erschien sein Debütroman ›Als wir träumten‹, es folgten ›Die Nacht, die Lichter. Stories‹ (2008), ›Gewalten. Ein Tagebuch‹ (2010), der Roman ›Im Stein‹ (2013) sowie die Frankfurter Poetikvorlesungen ›Der Untergang der Äkschn GmbH‹ (2016). Für sein Werk erhielt Clemens Meyer zahlreiche Preise, darunter den Preis der Leipziger Buchmesse. ›Im Stein‹ stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis und wurde mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet. ›Als wir träumten‹ wurde 2015 von Andreas Dresen für das Kino verfilmt und lief im Wettbewerb der Biennale.

Literaturpreise:

Mainzer Stadtschreiber 2016
Bremer Literaturpreis 2013
Stahl-Literaturpreis, 2010
TAGEWERK-Stipendium der Guntram und Irene Rinke-Stiftung, 2009
Preis der Leipziger Buchmesse, 2008
Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg, 2007
Märkisches Stipendium für Literatur, 2007
Förderpreis zum Lessing-Preis des Freistaates Sachsen, 2007
Mara-Cassens-Preis, 2006
Rheingau-Literatur-Preis, 2006
Einladung zum Ingeborg Bachmann-Wettbewerb, 2006
Nominierung zum Preis der Leipziger Buchmesse, 2006
2. Platz MDR-Literaturwettbewerb, 2003
Literatur-Stipendium des Sächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, 2002
1. Platz MDR-Literaturwettbewerb, 2001

Mehr über Clemens Meyer

Clemens Meyer
Foto: Gaby Gerster


Interview zum Buch

Interview Clemens Meyer zu ›Im Stein‹, 11.06.2013
Frage: Lieber Clemens Meyer, Ihr erster Roman, ›Als wir träumten‹, erschien 2006. Seither sind ein Band mit Stories, ›Die Nacht, die Lichter‹, und ein Tagebuch ›Gewalten‹ erschienen. Wie lange haben Sie an dem zweiten Roman gearbeitet?
Clemens Meyer: Das ist schwer zu sagen, es fühlt sich sehr, sehr lange an, ein endloser Raum, durch den ich mich bewegt habe, und zum Schluss, also im April 2013, konnte ich nicht mehr genau sagen, wie und wann das alles genau entstanden ist. Die ersten Sätze schrieb ich Anfang 2008, also kurz bevor ›Die Nacht, die Lichter‹ erschien, ein erstes kurzes Kapitel, das nun, überarbeitet und modifiziert, kurioserweise das letzte Kapitel des Romans geworden ist.
Ich kam aber sehr langsam rein in das Projekt, habe ewig geplant, recherchiert, überlegt, wie kannst du das machen, es formte und formte sich über diese fünf Jahre und eigentlich auch schon davor, da die Idee schon 1998 entstand, aber da war ich gerade mal 21 Jahre alt und hatte außer einiger Prosaminiaturen und sehr kurzen expressiven Skizzen und Geschichten, mit denen ich mich damals am Literaturinstitut beworben hatte, noch nichts weiter geschrieben (wenn ich die Gedichte und Tiergeschichten der Kindheit jetzt mal außen vor lasse).
Von '99 bis 2005 war dann ›Als wir träumten‹. Und 2008 war ich dann endlich in der Lage zu beginnen, aber ich wusste auch, du bist noch nicht so weit, um das in einem Rutsch zu schreiben, und erst 2011 konnte ich richtig loslegen, bis dahin habe ich drei Kapitel gehabt und die Ideen zu mehreren Figuren, und mein Arbeitstisch war bedeckt mit Notizen, Zeitungsausschnitten, Büchern, an der Heizung standen Pinnwände, und ich kam nicht so recht weiter, also vor allem 2009, und schrieb dann in sieben, acht Monaten dieses sehr persönliche und für mich auch sehr schmerzhafte Buch ›Gewalten‹. 2010 habe ich dann weiter geplant und nachgedacht und ein wichtiges Kapitel geschrieben.
Aber erst 2011 und 2012 habe ich im Prinzip durchgeschrieben, Kapitel um Kapitel, natürlich nicht in der Reihenfolge, in der sie jetzt sind, die musste ich zum Schluss festlegen, hatte aber schon so eine Ahnung, wie das ganze aussehen muss.
Richtig schlimm wurde es dann Januar bis April '13, als ich im Prinzip nur noch im Roman lebte, das letzte Drittel oder Viertel schrieb, nur noch der Roman war, Tag und Nacht, und plötzlich saß ich in Tokio, recherchierte was, weil es eine Person im Buch dahin verschlägt, und schrieb parallel weiter, in einem kleinen Hotel in Shinjuku, und war dann wieder zu Hause, schrieb immer weiter, ich hatte mir ja gedacht und hatte das befürchtet, dass das eigentlich nicht zu schaffen ist bis Ende April, aber die Zeit dehnte sich auf seltsame Art und Weise, ich denke, dass das ein Phänomen ist, das viele Schriftsteller kennen, da bin ich mir ganz sicher. Das ist wie ein schwarzes Loch, ein Raum-Zeit-Paradox. Nun ist es geschafft.

Hörprobe

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