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Eine Lebensreise rund ums Mittelmeer.

Jaffa Road

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Nach dem Erfolg von »Piccola Sicilia« nun der neue Roman von Bestseller-Autor Daniel Speck.

Eine Villa am Meer unter Palmen: Die Berliner Archäologin Nina reist nach Palermo, um das Erbe ihres verschollenen Großvaters Moritz anzutreten. Dort begegnet sie ihrer jüdischen Tante Joëlle - und einem mysteriösen Mann, der behauptet, Moritz’ Sohn zu sein. Elias, ein Palästinenser aus Jaffa. Haifa, 1948: Unter den Bäumen der Jaffa Road findet das jüdische Mädchen Joëlle ein neues Zuhause. Für das palästinensische Mädchen Amal werden die Orangenhaine ihres Vaters zur Erinnerung an eine verlorene Heimat. Beide ahnen noch nichts von dem Geheimnis, das sie verbindet, in einer außergewöhnlichen Lebensreise rund ums Mittelmeer.

Drei Familien, drei Generationen, drei Kulturen - und ein gemeinsames, bewegendes Schicksal: Mit dem Bestseller ›Piccola Sicilia‹ führt Daniel Speck uns auf eine Reise ins Herz des Mittelmeers.
Dieses vielstimmige Panorama der Kulturen erweitert er in seinem neuen Familienroman ›Jaffa Road‹.

Leseprobe

Prolog

Prolog

Später, in Momenten des Zweifels, würde Joëlle sich immer an diesen Morgen erinnern. Das endlose Meer ringsherum und die begrenzende Geborgenheit  in  seinen  Armen. Reines, leuchtendes  Glück. Immer wenn sie sich an Papà zu erinnern versuchte, würde sie ihn als diesen jungen Mann im frühen Licht sehen, der mit seiner kleinen Tochter auf dem Arm an der Reling stand. Wie er seinen braunen Filzhut tiefer zog, damit der Wind ihn nicht fortwehte, wie seine raue, unrasierte Wange sich an ihre schmiegte, wie er auf eine Wolke zeigte und ein springendes Pferd sah. Einen Walfisch. Einen Drachen. Sie liebte ihn, wie nur ein Kind lieben kann, grenzenlos. Zwischen ihnen war nichts Falsches, nichts als Liebe und Vertrauen. 

Zur vollständigen Leseprobe.

 

 

Miniaturbild
Foto/Video: Daniel Henschel @feinkorn.tv

Der »Skyline Talk« von der Dachterrasse des S. Fischer Verlages aus Frankfurt: Daniel Speck im Gespräch mit seiner Lektorin Dr. Cordelia Borchardt über »Jaffa Road«.

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Interview mit Daniel Speck

Wo liegt die »Jaffa Road«, die Ihrem neuen Roman den Titel gibt?

Die Jaffa Road ist eine Straße in Haifa, die aus der Altstadt am Hafen bis zum Stadtrand
führt. Ein lebendiger Mikrokosmos, in dem verschiedene Nationen und Religionen aufeinandertreffen.
Als Landstraße führt sie bis nach Jaffa, das heute ein Teil von Tel Aviv ist.
Jeder kennt die berühmten Orangen, aber kaum einer kennt die wechselvolle Geschichte der ältesten Hafenstadt der Welt.

Ihre Romane handeln von Familien und der Begegenung unterschiedlicher Kulturen.
Worum geht es Ihnen dabei?

Unsere Identität besteht aus Geschichten – denen, die uns erzählt wurden und denen, die
wir uns selbst erzählen. In der Begegnung mit den Geschichten der Anderen lernen wir, neue
Perspektiven einzunehmen. Um dann selbst zu definieren, wer wir sind. Bei der Geburt geben
unsere Eltern uns einen unsichtbaren Koffer in die Hand. Darin liegen ihre Träume, ihre Wunden
und ihr Schweigen. Irgendwann muss jeder seinen Koffer öffnen und die Erinnerungen sortieren: 
Was gehört wirklich zu mir?

Was hat Sie daran gereizt, die Geschichte von Moritz aus »Piccola Sicilia« weiterzuerzählen?

»Piccola Sicilia« beruhte auf der wahren Geschichte eines deutschen Soldaten, der in
Tunis einem Juden das Leben rettete. Sie wurden beste Freunde. In »Jaffa Road« frage
ich mich: Was wäre, wenn sie dieselbe Frau lieben? Wenn Moritz seine Identität wechselt,
um mit ihr ein neues Leben zu beginnen? Er ist ein Mensch, der Gutes tun will, aber sich
tragisch in Schuld verstrickt. Man kann »Jaffa Road« auch lesen, wenn man »Piccola Sicilia«
nicht kennt, denn es beginnt mit einem radikalen Neuanfang nach dem Krieg. Ein Mann mit
falschem Namen auf einem illegalen Auswandererschiff auf dem Mittelmeer...

Wie und wo haben Sie für den Roman recherchiert?

Ich habe Historiker getroffen, ihre Forschung verglichen und Augenzeugenberichte gelesen.
Ich habe alle Schauplätze bereist und mit Menschen auf allen Seiten gesprochen. Ihre
Erinnerungen haben die Charaktere von »Jaffa Road« geprägt. Es sind die Geschichten
der kleinen Leute, die mich interessieren. Stimmen, die im Lärm der großen Geschichte
überhört werden.

Ihre bisherigen Romane spielen am Mittelmeer. Welche Düfte und Geschmäcker werden Ihren Lesern begegnen?

Die mediterran-levantinische Küche in ihrer Vielfalt. Jedes Gericht hat, wie die Menschen,
von denen ich erzähle, eine Reise hinter sich. »Jaffa Road« ist ein Buch voller Geschichten,
und sie alle führen auf Sizilien zusammen, dem kulturellen Herz des Mittelmeers.

Stadtplan der israelischen Stadt Haifa

Miniaturbild
www.buerosued.de


 

Kurz-Lesung mit Daniel Speck

 

 

Daniel Speck

Daniel Speck

Daniel Speck, 1969 in München geboren, baut mit seinen Geschichten Brücken zwischen den Kulturen. Durch seine Reisen und seine Recherchen trifft er Menschen, deren Schicksale ihn zu seinen Romanen inspirieren. Der Autor studierte Filmgeschichte in München und in Rom, wo er mehrere Jahre lebte. Er verfasste Drehbücher, für die er mit dem Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Sein Roman ›Bella Germania‹ wurde als Dreiteiler prominent verfilmt. Mit dem Bestseller ›Piccola Sicilia‹ führt Daniel Speck uns auf eine Reise ins Herz des Mittelmeers. Dieses vielstimmige Panorama der Kulturen erweitert er in seinem neuen Familienroman ›Jaffa Road‹.

www.danielspeck.com

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