João Guimarães Rosa, geboren 1908 in Cordisburgo, eignete sich schon als Jugendlicher autodidaktisch Spezialwissen und zahlreiche Sprachen an. Später arbeitete er unter anderem als Militärarzt und Diplomat: Zwischen 1938 und 1942 war er Vizekonsul in Hamburg, wo er seine zweite Frau, Aracy de Carvalho Guimarães Rosa, kennenlernte, die für ihren Einsatz zur Rettung von Juden als »Gerechte unter den Völkern« ausgezeichnet wurde. Ab 1956 veröffentlichte er sein monumentales Romanwerk »Großer Sertão: Querungen« sowie weitere große Romane und Erzählungsbände. 1967 starb er in Rio de Janeiro, heute ist das staatliche brasilianische Kulturinstitut »Instituto Guimarães Rosa« (IGR) nach ihm benannt.