Josef Haslinger Mein Fall

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Inhalt

»Nie habe ich von Pater G. erzählt, aus Angst, man könne mir anmerken, dass ich sein Kind geblieben bin.«

»Meine Eltern hatten mich der Gemeinschaft der Patres anvertraut, weil mich dort das Beste, das selbst sie mir nicht geben konnten, erwarten würde. Ich habe sie heimlich oft verflucht, weil sie mich nicht darauf vorbereitet hatten, was dieses Beste sei …« Als Zehnjähriger wurde Josef Haslinger Schüler des Sängerknabenkonvikts Stift Zwettl. Er war religiös, sogar davon überzeugt, Priester werden zu wollen, er liebte die Kirche. Seine Liebe wurde von den Patres erwidert. Erst von einem, dann von anderen.

Ende Februar 2019 tritt Haslinger vor die Ombudsstelle der Erzdiözese Wien für Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche. Dreimal muss er seine Geschichte vor unterschiedlich besetzten Gremien erzählen. Bis der Protokollant ihn schließlich auffordert, die Geschichte doch bitte selbst aufzuschreiben.



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Bibliografie

Hardcover

Preis € (D) 20,00 | € (A) 20,60
ISBN: 978-3-10-030058-4
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144 Seiten, gebunden
S. FISCHER
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.

Pressestimmen

»ein bemerkenswertes Buch [...]. Gegen seine inneren Widerstände hat Haslinger eine eigene, schlüssige Form [...] gefunden.«
Christoph Schröder, Die Zeit, 06.02.2020

»Die Zerrissenheit [...] ist zu spüren, aber Haslinger trägt seine Haut nie zu Markte. Das ist sein Stoff. Er macht daraus Literatur.«
Welf Grombacher, Freie Presse, 03.02.2020

»sachlich im Ton, akribisch recherchiert, genau in der Darstellung.«
Joachim Leitner, Tiroler Tageszeitung, 01.02.2020

»Es war eine andere, hierarchische Zeit. Haslinger analysiert sie glasklar und mit treffenden Formulierungen«
Stefan May, Freie Presse, 01.02.2020

»Kritisch sich selbst gegenüber, im Urteil über andere ausgewogen – in diesem Ton schreibt Haslinger.«
Mechthild Baus, MDR Kultur, 29.01.2020

»Als Leser begibt man sich mit ihm gemeinsam auf die Reise vom Missbrauch zur Emanzipation und vor allem in Seitengassen«
Simon Hadler, ORF.at, 29.01.2020

»Er klärt und erklärt sein Verhalten, die Umstände, den Zusammenhang. Die Unfähigkeit, sich zur Wehr zu setzen.«
Katja Gasser, ORF Kulturmontag, 27.01.2020

»ein hochspannendes, zutiefst bewegendes Erzählen seines Falls. Im Ton sehr ruhig gehalten, ohne die Spur von Selbstgerechtigkeit, wird der Text [...] zu einer beeindruckenden Offenbarung.«
Michael Hametner, Sächsische Zeitung, 27.01.2020

»Ein verstörendes, ein im Zorn geschriebenes, aber im Urteil trotzdem klares, ein unbedingt empfehlenswertes Buch.«
Alexander Wasner, SWR2, 26.01.2020

»Dieses Buch ist kein Roman, sondern ein Dokument. Und das reicht auch völlig. Denn was Josef Haslinger dokumentiert, ist ungeheuerlich.«
Martina Läubli, NZZ am Sonntag, 26.01.2020

»Es ist ein Buch, das Zwischentöne kennt, das in der Suchbewegung nach der Wahrheit bleibt.«
Jens Uthoff, taz, 25.01.2020

»Besser ein Buch darüber schreiben. Besser dieses Buch. Am besten dieses Buch.«
Peter Pisa, Der Kurier, 25.01.2020



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Über Josef Haslinger

Josef Haslinger, 1955 in Zwettl/Niederösterreich geboren, lebt in Wien und Leipzig. Seit 1996 lehrt Haslinger als Professor für literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 1995 erschien sein Roman ›Opernball‹, 2000 ›Das Vaterspiel‹, 2006 ›Zugvögel‹, 2007 ›Phi Phi Island‹. Sein letztes Buch ›Jáchymov‹ erschien im Herbst 2011. Haslinger erhielt zahlreiche Preise, zuletzt den Preis der Stadt Wien, den Ehrenpreis des ...

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