Raul Hilberg Herausgegeben von: Walter H. Pehle + René Schlott Anatomie des Holocaust

Essays und Erinnerungen

Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Petra Post, Andrea von Struve
Anatomie des Holocaust
 

Raul Hilberg Herausgegeben von: Walter H. Pehle + René Schlott Anatomie des Holocaust

Essays und Erinnerungen

Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Petra Post, Andrea von Struve
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Inhalt

Der große Historiker Raul Hilberg hat mit seinem Werk ›Die Vernichtung der europäischen Juden‹ die Erforschung des Holocaust maßgeblich geprägt. Auch sein Buch ›Täter, Opfer, Zuschauer‹ ist in der Debatte um die Geschichte des Nationalsozialismus bis heute zentral.

Der 2007 verstorbene Doyen der Holocaust-Forschung hat einen reichhaltigen Fundus an wichtigen Texten hinterlassen, die bislang nicht ins Deutsche übersetzt wurden. Im Band ›Anatomie des Holocaust‹ liegt nun erstmals eine Auswahl dieser Texte auf Deutsch vor. Es geht darin um bis heute kontroverse Fragen zur Geschichte des Holocaust, etwa die Rolle der Judenräte, die Motive der Deutschen für die Verfolgung und Ermordung der Juden und die Frage der moralischen Verantwortung.

Zugleich runden sehr persönliche Texte das Bild ab: So beschreibt Raul Hilberg seine bewegende Reise nach Auschwitz als Mitglied der Holocaust-Kommission 1979 und erzählt, wie er seine Arbeit als Holocaust-Forscher empfunden hat. Ein Band, der uns den Menschen und Historiker Raul Hilberg neu entdecken lässt.



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Bibliografie

Sachbuch

Hardcover

Preis € (D) 24,99 | € (A) 25,70
ISBN: 978-3-10-002505-0
lieferbar

336 Seiten, gebunden
S. FISCHER
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.

Pressestimmen

»Hilbergs Analyse des Täterhandelns beeindruckt in ihrer Nüchternheit, Klarheit und Prägnanz. Auch wer seine Schriften kennt, dürfte erneut beeindruckt von […] der Form seiner Ausführungen sein.«
Bernward Dörner, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 01.11.2016

»Knapp, nüchtern, ohne jede Aufgeregtheit, treffsicher. […]Raul Hilberg ist der wichtigste Pionier der Täterforschung.«
Matthias Arning, Frankfurter Rundschau, 25.10.2016

»ohne Zweifel der wichtigste Pionier der Täterforschung, deren Themen und Kontroversen er in nuce allesamt vorweggenommen hat.«
Christoph Dieckmann, H-Soz-Kult, 30.09.2016

»eine positive Überraschung […] Die Sammlung […] kann auch als Einführung in das Gesamtwerk des Holocaustforschers gelesen werden.«
Nicolas Berg, Einsicht - Bulletin des Fritz Bauer Instituts, 01.09.2016

»Ein Band großer Humanität«
Jan Feddersen, taz, 27.08.2016

»Mit der Sammlung von Essays und Erinnerungen […] lernen wir Hilberg noch einmal als einen ungemein produktiven, neugierigen und innovativen Historiker kennen.«
Michael Wildt, Süddeutsche Zeitung, 01.08.2016

»Raul Hilberg wieder lesen. Sich daran erinnern, welchen Quantensprung in der Holocaust-Forschung wir seiner Arbeit verdanken.«
Sabine Lueken, Konkret / August 2016, 01.08.2016



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Über Raul Hilberg

Raul Hilberg (1926-2007) mußte 1939 mit seinen Eltern über Kuba in die USA auswandern. Er studierte u.a bei Franz Neumann (»Behemoth«) und gehörte zu den ersten Wissenschaftlern, die mit den in die USA überführten deutschen Akten aus der NS-Zeit arbeiten konnten. Hilberg lehrte bis zu seiner Emeritierung 1991 Politikwissenschaften an der University of Vermont in Burlington. Er verstarb am 4.8.2007.Literaturpreise:Auszeichnungen: 1955: Clark F. ...

Mehr über Raul Hilberg

Raul Hilberg
© Andreas Labes

Walter H. Pehle, Jahrgang 1941, studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie in Köln, Bonn und Düsseldorf; Promotion zum Dr. phil. bei Wolfgang J. Mommsen mit einer Arbeit über Nationalsozialismus in einer Provinzregion. Von 1976 bis 2011 war er verantwortlicher Lektor für Geschichtswissenschaft im S. Fischer Verlag und im Fischer Taschenbuch Verlag. Verantwortlicher Redakteur der Reihe »Europäische Geschichte ...

Mehr über Walter H. Pehle

Walter H. Pehle
Foto: (c) Stefan Gelberg

René Schlott studierte nach einer kaufmännischen Berufsausbildung Geschichte, Politik und Publizistik in Berlin und Genf. 2011 wurde er am Graduiertenkolleg »Transnationale Medienereignisse« an der Justus-Liebig-Universität in Gießen promoviert. Seit 2014 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam. Er arbeitet gegenwärtig an einer Biographie zu Leben und Werk von Raul Hilberg.

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