Andreas Bernard Komplizen des Erkennungsdienstes

Das Selbst in der digitalen Kultur

Komplizen des Erkennungsdienstes
 

Andreas Bernard Komplizen des Erkennungsdienstes

Das Selbst in der digitalen Kultur

lieferbar
Bestellen Sie mit dem Warenkorb direkt beim Händler Ihrer Wahl.

Inhalt

In seinem Buch »Komplizen des Erkennungsdienstes« geht es Andreas Bernard um das Selbst in der digitalen Kultur. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass auffällig viele Verfahren der Selbstpräsentation und Selbsterkenntnis in der digitalen Kultur auf Methoden zurückgehen, die in der Kriminologie, Psychologie und Psychiatrie seit dem Ende des 19. Jahrhunderts erdacht wurden: Das Format des »Profils«, in den Sozialen Netzwerken heute unbestrittener Ort der Selbstdarstellung, entstand als »psychiatrisches Profil« von Internierten oder als »Täterprofil« von Serienmördern. Die Selbstortung auf dem Smartphone, ohne die kein Pokémon-Go-Spiel und keine Registrierung bei Uber, Yelp oder Lieferando möglich wäre, nutzt eine Technologie, die bis vor zehn Jahren hauptsächlich im Zusammenhang mit der elektronischen Fußfessel bekannt war. Und die Vermessungen der »Quantified Self«-Bewegung zeichnen Körperströme auf, die einst die Entwicklung des Lügendetektors voranbrachten. Andreas Bernard fördert die wissensgeschichtlichen Zusammenhänge zutage und geht der irritierenden Frage nach, warum Geräte und Verfahren, die bis vor kurzem Verbrecher und Wahnsinnige dingfest machen sollten, heute als Vehikel der Selbstermächtigung gelten.



Zur Leseprobe Buch empfehlen

Bibliografie

E-Book

Preis € (D) 19,99
ISBN: 978-3-10-490444-3
lieferbar

240 Seiten,
FISCHER E-Books
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.

Pressestimmen

»ein bemerkenswertes Buch«
Jens Münchrath, Handelsblatt, 29.03.2018

»Andreas Bernard hat ein sehr kluges und erhellendes Buch über die Selbstdarstellungs- und Selbsterkenntnistechniken der digitalen Kultur geschrieben.«
Adrian Lobe, NZZ am Sonntag, 25.02.2018

»Es ist ein düsteres, ja erschreckendes Bild, das Andreas Bernard in seinem erhellenden Buch von unserer schönen, neuen digitalen Welt zeichnet«
Ralph Gerstenberg, Deutschlandradio, 29.01.2018

»Bernard zeigt eindrucksvoll, inwiefern Techniken, die heute der Kultivierung des Selbst dienen, aus der Kriminologie und den exakten Humanwissenschaften stammen.«
Marie Schmidt, DIE ZEIT, 20.12.2017

»Ein ebenso erhellendes wie beunruhigendes Buch!«
Julia Kospach, Falter, 11.10.2017

»eine interessante und neue Sichtweise auf die täglich und wie selbstverständlich genutzten Techniken.«
Jennifer Lepies, Technology Review Online, 09.10.2017

»Sehr gelobt werden muss [...] das soeben erschienene Buch des Lüneburger Kulturwissenschaftlers Andreas Bernard«
Jens-Christian Rabe, Süddeutsche Zeitung, 30.09.2017

»In seinem scharfsinnigen und verstörenden Buch […] zeichnet Andreas Bernard den düsteren Werdegang des modernen digitalen Profils nach.«
Susanne Billig, Deutschlandfunk Kultur, 27.09.2017



Buchtipps

Wissenschaft

  • Robert Gernhardt
»Der kleine Gernhardt«
  • Jan Wagner
»Die Live Butterfly Show«
  • Simon Stone
»Stücke«
  • Wolfram Lotz

+
Roland Schimmelpfennig

+
Ferdinand Schmalz

+
Jen Silverman

+
Marlene Streeruwitz

+
Björn SC Deigner

+
Gracie Gardner

+
Caren Jeß
»Dramatische Rundschau«
  • Josef M. Gaßner

+
Jörn Müller
»Können wir die Welt verstehen?«
  • Peter Trawny
»Philosophie der Liebe«
  • Michael Sandel

+
Carolin Emcke

+
Harald Welzer

+
Roger Willemsen

+
Carlo Strenger

+
David Van Reybrouck

+
Lisa Herzog

+
Remo H. Largo
»Die ZEIT-Bibliothek der Werte«
  • Michi Strausfeld
»Gelbe Schmetterlinge und die Herren Diktatoren«
  • Frédéric Martel
»Sodom«
  • Lucia Lucia
»Texte, die auf Liebe enden«
  • Friedrich von Borries

+
Benjamin Kasten
»Stadt der Zukunft –  Wege in die Globalopolis«
  • Edward Snowden
»Permanent Record«

Über Andreas Bernard

Andreas Bernard, geboren 1969 in München, ist Professor für Kulturwissenschaften am »Centre for Digital Cultures« der Leuphana-Universität Lüneburg. Von 1995 bis 2014 war er Autor und Redakteur der »Süddeutschen Zeitung«. Derzeit schreibt er für das »ZEIT Magazin« die Rubrik »Laufende Ermittlungen – Notizen aus dem Alltag« sowie für das Feuilleton der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«. In den Fischer Verlagen ist erschienen: »Die ...

Mehr über Andreas Bernard

Andreas Bernard
Foto: Andreas Labes

Mehr zu diesem Buch

Newsletter abonnieren
0 Artikel  0 €