Roland Schimmelpfennig legt mit »Fremde Sonne« eine neue Interpretation des großen Mythos um die Argonauten, Iason und Medea vor – und wirft dabei einen sehr gegenwärtigen Blick auf die Antike. Was geschah, bevor die Argonauten mit dem tödlichen Auftrag losgeschickt wurden, um jeden Preis das kostbarste Ding auf der Welt zurückzuerobern? Statt strahlender Heroen schickt Roland Schimmelpfennig eine Gruppe von Antihelden mit universellem Allmachtsanspruch auf eine fatale Mission - mit desaströsen Folgen. Er begleitet Iason und Medea durch eine Rekonstruktion der traumatischen Ereignisse von Kolchis nach Korinth und in die Katastrophe des Kindermordes – der hier als letzter Akt des Widerstands einer Fremden in einer feindlichen Welt erscheint. Mit »Medea in Athen« holt Schimmelpfennig die Tragödie schließlich ins Heute und in den bürgerlichen Albtraum einer zerstörerischen Ehe voller Alkohol und Tabletten.
In »Fremde Sonne. Die Argonauten. Iason. Medea.« finden sich vier neue Theaterstücke von Roland Schimmelpfennig rund um den großen Mythos vom Goldenen Vlies:
»Die Argonauten: Auftrag, Aufbruch und Irrfahrt«, »Medea in Kolchis: Eine Rekonstruktion«, »Medea in Korinth: Die verlorenen Kinder«, »Medea in Athen: Der gefundene Sohn«.