Moderiertes Gespräch

Götz Aly im Gespräch mit Michael Wolffsohn

Michael Wolffsohn spricht und diskutiert mit Götz Aly über sein neues Buch.

Wie nur konnte Hitler so viele Deutsche, die vorher und nachher nicht kriminell waren, zu aktiven und passiven Stützen, zu Mittätern, Helfern, großen und kleinen Profiteuren, stumpfen Mitmachern seiner Politik des Verbrechens, der Zerstörung und des Massenmords machen. Warum kämpften Millionen Deutsche Soldaten – anders als im Ersten Weltkrieg – bis zum bitteren Ende, obwohl ein Sieg längst aussichtslos geworden war?

  • München, Café Luitpold
  • 18.09.2025
  • 19:00 Uhr
  • Kostenpflichtig

Götz Aly zählt zu den bekanntesten Autoren zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust – hier stellt er die zentrale Frage: Wie konnte das geschehen?
In einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand stärksten Partei gewählt. Bald konnte sie die Macht übernehmen und auf wachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler brauchte den Krieg – das Volk fürchtete sich davor. Dennoch terrorisierten schließlich 18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu? Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden?
Die Antwort ist vielschichtig. Die NSDAP versprach den Deutschen Aufstieg und Wohlstand, zugleich hielt man die Menschen in Bewegung, keine Atempause, keine Zeit zum Nachdenken, so ging es Richtung Krieg. Als der Glaube an einen Sieg nachließ, wurde aus der Volksgemeinschaft eine Verbrechensgemeinschaft. Jeder konnte wissen, welche Schuld die Deutschen auf sich luden, die Angst vor dem, was nach einer Niederlage geschehen würde, wurde bewusst geschürt.
Götz Aly schildert in einer fesselnden Erzählung die Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder in vom Krieg abgestumpfte Mitmacher verwandelten – und von denen nicht wenige beängstigend aktuell sind. 

Veranstaltungsort

Café Luitpold
Brienner Str. 11
80333 München

Veranstalter

Café Luitpold La Gâterie GmbH&Co.KG


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Preise

Eintritt: Kostenpflichtig