Moderiertes Gespräch

150 Jahre Thomas Mann | Drei Novellen im Gespräch

150 Jahre Thomas Mann — Drei Novellen im Gespräch Am 6. Juni 1875 wurde in Lübeck einer der bedeutendsten Schriftsteller deutscher Sprache geboren: Thomas Mann. Aus Anlass seines 150. Geburtstags laden wie Sie ein, einige Aspekte seines umfangreichen Schaffens genauer zu betrachten. Im Zentrum des Abends stehen drei seiner berühmtesten Novellen: "Tristan" (1903), "Der Tod in Venedig" (1911) und "Mario und der Zauberer" (1930). Diese Werke markieren unterschiedliche Stationen in Thomas Manns literarischer Entwicklung und eröffnen einen faszinierenden Blick auf seine zentralen Themen — von der dekadenten Ästhetik des Fin de Siècle über existenzielle künstlerische Krisen bis hin zu politischen Überlegungen. Christine Lubkoll und Christian Begemann, ausgewiesene Kenner der deutschen Literatur der Moderne, gehen im Gespräch mit Christian Gohlke auf die Entstehungsgeschichte, die stilistischen Eigenheiten und die künstlerische Bedeutung dieser Erzählungen ein. Gemeinsam nehmen sie das Publikum mit auf eine Reise durch Thomas Manns künstlerisches Universum — ein Universum, das zwischen Ironie und Ernsthaftigkeit, Sinnlichkeit und Moral, Kunst und Leben oszilliert.

  • München, Café Luitpold La Gâterie GmbH&Co.KG
  • 06.06.2025
  • 19:00 Uhr
  • Kostenpflichtig

Thomas Manns wichtigstes politisches Vermächtnis.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten verließ Thomas Mann Deutschland und kehrte nie wieder zurück. Im Schweizer Exil verlor der deutsche Literaturnobelpreisträger 1936 seine Staatsbürgerschaft. Er emigrierte weiter nach Amerika, von wo aus er ab 1940 seine Anti-Kriegsreden sendete. In 58 verzweifelten, glühenden humanistischen Appellen redete er den deutschen Hörern bis November 1945 ins Gewissen. Seine Radioansprachen, auf abenteuerlichen Wegen von der BBC nach Europa übertragen, sind einzigartige Dokumente eines aufrechten Deutschen. 

»Ich kann mir nicht helfen: es tut doch wohl, Hitler so recht ins Gesicht hinein einen blödsinnigen Wüterich zu nennen.« Thomas Mann

»Der Thomas Mann der Radioansprachen ist ein über sein Land verbitternder und enttäuschter Schriftsteller. Er hat für die Faschisten, die ›die Welt in Nacht und Grauen‹ hüllen, nur ein Gefühl übrig: Hass. Ja, er hasst die Nazis aus der Tiefe seines poetischen und politischen Herzens.« Mely Kiyak

Veranstaltungsort

Café Luitpold La Gâterie GmbH&Co.KG
Brienner Str. 11
80333 München

Veranstalter

Café Luitpold La Gâterie GmbH&Co.KG


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Preise

Eintritt: Kostenpflichtig