taz-Gespräch mit Valentin Groebner
- Moderation: Jan Feddersen
- erer, Online-Veranstaltung
- 29.04.2024
- 19:00 Uhr
- Kostenpflichtig
Historisch noch zu nah? Nein: Ein Blick zurück in unsere nächste Antike, auf die 1980er Jahre – Valentin Groebner, »einer der interessantesten Historiker der Gegenwart« (tazFUTURZWEI), seziert in seinem Essay die Kraft der Nostalgie und anderer Gefühle, vergangener und gegenwärtiger. Das Beschwören guter alter Zeiten - damals, in den Wäldern Frankfurts, im Kampf gegen die Startbahn West! - ist unwiderstehlich, weil es von nichts anderem handelt als der eigenen Gegenwart. Der verklärte Rückblick erzeugt im Jetzt starke Gefühle, und die sind ansteckend. Nostalgie, Kränkung und Zukunftsangst schaffen Erregungsgemeinschaften, in denen sich Bedrohung und Verlustangst mit dem Vergnügen am Klagen mischen. Das macht sie verführerisch, es ist großes Kino – und alles echt, weil man es ja selbst fühlt. Doch woher kommen die Slogans, Bilder und Drehbücher für solche Affekte? In seinem Buch „Gefühlskino. Die gute alte Zeit aus sicherer Entfernung” geht Valentin Groebner auf private Forschungsreise in die 1980er Jahre und ihr langes Nachleben: zu ratlosen Kämpfern, zu strengen Predigern und zu den Hauptdarstellern fremder Leiden. Ein taz Talk auch über die Seligkeiten der persönlichen Erinnerungen, die echter Zukunftszugewandtheit im Wege stehen.
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