Der Terrorangriff der HAMAS am 7. Oktober und das Bombardement Gazas haben nicht nur Israel und Palästina, sondern auch die internationale Politik in eine Krise gestürzt. Diese Krise bleibt nicht allein in der politischen Sphäre verhaftet, sondern trägt zu einer Verschärfung der schon vorher zu beobachtenden Polarisierung der Kulturszene bei. Die permanente Diskussion über Fragen, was gesagt werden darf und wer überhaupt ihre/seine Meinung zu bestimmten Themen äußern darf, führte zu einer zunehmenden Unversöhnlichkeit der verschiedenen Lager und zur Absage zahlreicher Veranstaltungen. Hat die Cancel Culture die Kontrolle über die Kunst- und Kulturszene übernommen? Wie ist es in dieser hochpolarisierten Debatte möglich, Methoden der Deeskalation zu entwickeln und Kanäle der Kommunikation neu zu öffnen? Der Journalist Daisuke Tsuda spricht mit der Philosophin und Autorin Carolin Emcke, dem Regisseur Akira Takayama und mit der Kunsttheoretikerin Yuzu Murakami über Absagen, Boykotte, unversöhnliche Statements und die Frage der Diskurshoheit.
Sprache: Englisch und Japanisch mit Simultanübersetzung
Eintritt frei, Anmeldung erbeten