Podiumsdiskussion

Robert Pfaller und Peter Trawny beim philophischen Symposium des Lausitz Festival

Robert Pfaller und Peter Trawny beim philosophischen Symposium des Lausitz Festivals

  • Moderation:  Christoph Menke, Christiane Voss, Lars Dreiucker und Fulvia Modica
  • Cottbus, Altes Stadthaus
  • 10.09.2023
  • 10:00 Uhr

»Hereinforderung«, das Inspirationswort des Lausitz Festivals 2023, dient dem Lausitz Labor als Ausgangspunkt für Vorträge und Diskussionen. Im gesellschaftlichen Miteinander fordern Gerechtigkeit oder Gesetz mitunter Rache oder Gehorsam, aber manchmal ist es auch das Leben selbst, das von uns Menschen etwas fordert, zum Beispiel die Bereitschaft zu improvisieren und umzudenken, wie es viele Lausitzer:innen aktuell erleben. Doch was als Forderung an uns herantritt, muss nicht per se Unterwerfung oder Zwang bedeuten. Wo wir als denkende und fühlende Wesen respektvoll angesprochen und einbezogen werden, eben hereingefordert statt herausgefordert, können wir auch positiv motiviert und auf engagierte Weise für Neues einstehen und verbindlich werden. Lausitz Labor lädt an drei aufeinanderfolgenden Tagen international ausgewiesene Spezialist:innen aus den Bereichen Philosophie, Soziologie, Recht, Literatur, Kunst- und Kulturwissenschaften zu einem Symposium in die Lausitz ein. Anhand einzelner Aspekte ausgewählter Kunstwerke des Festivals werden Themenkomplexe verhandelt und dabei die Wechselwirkung von Kunst und Gesellschaft reflektiert: Welche Art von Wirkungskraft und Kritik kann von Kunstwerken ausgehen? Wie formuliert und verhandelt Kunst grundlegende Normen und Ideale von Freiheit, Liebe und Gerechtigkeit? Auf welche Weise spielen Liebe, Treue und Verrat in neue Formen des Politischen hinein? Wie verhalten sich Demokratie, Recht und Freiheit zueinander? Ist Liebe käuflich? Wo endet Glück und beginnt Gewalt? Was lehrt uns die Kunst über Irrtum, Wahrheit und Hoffnung? Was bedeutet es, den Herausforderungen der Realität als Kollektiv und nicht (nur) als Individuum zu begegnen? Am Sonntag beziehen sich die Vorträge und das Panel auf Motive aus der Oper »Julie« von Philippe Boesmans nach August Strindbergs »Fräulein Julie«. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Medienabhängigkeit und dem Begehren nach Liebe und Glück? Welche Rolle spielen Affekte in der Bildung sozialer, politischer Gemeinschaften? Kuration und Moderation: Christoph Menke, Christiane Voss, Lars Dreiucker, Fulvia Modica Programmbezug: Zwischen Liebe und Oper und allem dazwischen: Boesmans’ »Julie« nach Strindberg 10:00–11:00 Uhr Vortrag 1: Oper und Liebe – Liebe als Befreiung Vortrag: Barbara Vinken 11:30–12:30 Uhr Vortrag 2: Liebe und Glück – Macht der Liebe Vortrag: Robert Pfaller 14:00–15:00 Uhr Vortrag 3: Liebe und Kollektivität – Kraft der Affekte Vortrag: Peter Trawny 15:30–17:00 Uhr Panel: Affektive Freiheiten – Freiheit der Affekte Mitwirkende: Barbara Vinken, Robert Pfaller, Peter Trawny

Veranstaltungsort

Altes Stadthaus
Altmarkt 21
03046 Cottbus


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