Seminar, Workshop

Schreibseminar mit Lena Schätte

Reflexion, Schreiben und Gespräche: Eine Schreibreise zu Herkunft und den Geschichten, die uns geprägt haben.

  • Fröndenberg, DAS SILO
  • 05.02.2027
  • Kostenpflichtig

Vom 05. – 07. Februar 2027 trifft sich im SILO in Fröndenberg, in der Nähe von Dortmund, eine kleine, sehr exklusive Runde und stellt sich dabei folgendem Thema:

Eine Schreibreise zu Herkunft und den Geschichten, die uns geprägt haben.

Wo kommen wir her? Eine scheinbar einfache Frage – und eine, auf die es selten nur eine Antwort gibt. Wir kommen aus bestimmten Häusern und Wohnungen, aus Straßen und Dörfern, aus Städten und Landschaften. Aus einer Region, einer Sprache, einem Dialekt, einem bestimmten Tonfall. Aus Küchen, in denen bestimmte Gerichte gekocht wurden, aus Gerüchen und Geräuschen, aus Festen und Gewohnheiten. Wir kommen aus Familien, aus den Menschen, mit denen wir aufgewachsen sind, aus ihren Geschichten, ihren Sätzen, ihren Vorstellungen vom Leben – und manchmal auch aus dem, worüber nie gesprochen wurde. Vielleicht ist es das, was ewig in uns nachklingt. Vielleicht auch das, was wir längst los sein wollen.

In diesem Schreibwochenende machen wir uns auf eine literarische Spurensuche nach der eigenen Herkunft. Ausgangspunkt sind Erinnerungen und Fragmente: ein Küchentisch, das Treppenhaus des Elternhauses, die Landschaft einer Heimat, der Geruch eines bestimmten Essens, ein Familienfest. Wir sammeln, was uns einfällt, und folgen auch den Lücken: dem, was wir nicht mehr genau wissen, nur vom Hörensagen kennen oder gerne noch erfahren würden. Mit intuitiven Schreibübungen verwandeln wir diese Fundstücke in literarische Szenen und Texte. Dabei darf Erinnerung widersprüchlich sein. Sie darf Lücken haben, sich verändern und unterschiedliche Wahrheiten enthalten. Denn manchmal beginnt gerade dort, wo wir etwas nicht mehr genau wissen, die literarische Vorstellungskraft. Der Workshop verbindet autobiografisches Schreiben, literarisches Handwerk und Selbsterfahrung.

Geleitet wird diese Schreibreise von Lena Schätte, Schriftstellerin und Literaturvermittlerin, deren schreiben schon immer um das Autofiktionale kreist. So auch ihr Roman „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“, das für den deutschen Buchpreis nominiert war und ihr Text „Was wir tragen“ mit dem sie den Bachmannpreis gewann. Literatur versteht sie als stetige Biografiearbeit, – als Widerstand und Versöhnung gleichzeitig.

Am Ende des Wochenendes nehmen die Teilnehmer*innen ein Konvolut aus kleinen Texten, Szenen und Fragmenten mit nach Hause – Material, das weitergeschrieben, verbunden und zu größeren Geschichten entwickelt werden kann.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Lena Schätte, geboren 1993 in Lüdenscheid, debütierte 2014 mit dem Roman »Ruhrpottliebe«. In den Folgejahren arbeitete sie als Psychiatriekrankenschwester im Ruhrgebiet, bis sie 2020 ein Studium des Literarischen Schreibens am Deutschen Literaturinstitut Leipzig aufnahm. Für einen Ausschnitt aus dem Roman »Das Schwarz an den Händen meines Vaters« erhielt Lena Schätte den W.-G.-Sebald-Literaturpreis 2024, der Roman stand 2025 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises und wurde mit dem Förderpreis Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. 2026 erhielt Lena Schätte den Ingeborg-Bachmann-Preis.

Anmeldung, Zeitplan und weitere Informationen finden Sie auf der Website des Veranstalters.

Veranstaltungsort

DAS SILO
Ostbürenerstr. 15a
58730 Fröndenberg


Anmeldung unter: https://salonfestival.de/event/lena-schaette-schreibworkshop-februar/

Veranstalter

Salonfestival gGmbH


Zur Veranstaltung

Preise

Eintritt: Kostenpflichtig