Ismail Kadare Die Dämmerung der Steppengötter

Die Dämmerung der Steppengötter
 

Ismail Kadare Die Dämmerung der Steppengötter

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Inhalt

Ismail Kadare, Albaniens berühmtester Autor und seit Jahren Anwärter auf den Literatur-Nobelpreis, war Ende der 50er Jahre Student am berühmten Maxim-Gorki-Literaturinstitut in Moskau. In dieser Zeit wurde er Zeuge der beispiellosen Hetzkampagne in allen Medien gegen Boris Pasternak, der den Nobelpreis nicht entgegennehmen durfte.
Illusionslos zeichnet Ismail Kadare ein Bild der Schriftsteller aus allen Teilen des großen Sowjetreichs, denen er im Rahmen seines Studienaufenthaltes am Maxim-Gorki-Institut begegnete. Zu seiner bodenlosen Enttäuschung trifft er überwiegend auf Konformisten, ultraloyale Schmeichler, frustrierte Sozialisten und korrupte Informanten. Die eigenartige Stimmung aus Beklemmung, Misstrauen und gegenseitger Bespitzelung unter den Studenten fängt er in zum Teil surreal anmutenden Szenen ein. Gesteigert wird die klaustrophobische Atmosphäre noch durch den Ausbruch einer Epidemie, die zu einer vollständigen Quarantäne führt. Ein Sinnbild der politischen Isolation, in der sich die Sowjetunion nach der Tauwetterperiode unter Chruschtschow befindet, und ein ahnungsvoller Vorgriff auf die Isolation Albaniens nach der Loslösung vom »Großen Bruder«.

»Ismail Kadare hat mehr über das 20. Jahrhundert und seine Dunkelheit zu erzählen als jeder andere zeitgenössische Autor.« Daniel Kehlmann



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Bibliografie

Hardcover
Originalsprache: Albanisch
Übersetzt von: Joachim Röhm

Preis € (D) 20,00 | € (A) 20,60
ISBN: 978-3-10-038414-0
lieferbar

208 Seiten, gebunden
S. FISCHER
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.

Pressestimmen

»Von der ›Dämmerung der Steppengötter‹ hätte man gerne noch mehr gelesen, viel mehr. Man sollte gleich noch einen anderen Kadare zur Hand haben.«
Bernhard Windisch, Nürnberger Nachrichten, 16.01.2017

»Kadare ist in diesem frühen Roman […] bereits als der große Erzähler zu erkennen, der sich auf Intrigenspiele und die Funktionsweise der Macht spezialisiert«
Jörg Magenau, Deutschlandradio Kultur, 27.12.2016

»Hervorragend übersetzter Roman besticht mit seiner melodisch, bildhaften Sprache […] der uns vor allen totalitären Strömungen warnt und deshalb auch und gerade hochaktuell ist.«
Dorothee Wahl, Frankfurter Rundschau, 22.12.2016

»Zwischen Ironie und Melancholie oszillierende Erzählperspektive […] die letztlich schweren Stoff zu vergnüglicher Lektüre macht. Jede Figurenzeichnung ist eine Miniatur voller Poesie und subtilem Witz.«
Peter Zimmermann, Österreichischer Rundfunk/Ö1/Ex libris, 13.11.2016

»(...) geht es (…), um die Literatur und deren Betrieb, um die Autoren und deren Welt. Und (…) um sein Lebensthema, um die Diktaturen, den Totalitarismus.«
Beqe Cufaj, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2016

»In alledem begegnet uns mit diesem wunderbaren Roman Kadares ein unvergleichliches Individuum, ein Schriftsteller, dessen schöpferische Intelligenz und menschliche Wärme über alles das triumphiert.«
Beqё Cufaj, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2016

»Ismael Kadare ist einer der großen Erzähler des 20. Jahrhunderts. […] Mich hat das Buch unendlich glücklich gemacht.«
Maxim Biller, ZDF/Das Literarische Quartett, 14.10.2016

»Ich bin begeistert von dem Buch.«
Volker Weidermann, ZDF/Das Literarische Quartett, 14.10.2016



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Über Ismail Kadare

Ismail Kadare, Albaniens berühmtester Autor, wurde 1936 im südalbanischen Gjirokastra geboren. Er studierte Literaturwissenschaften in Tirana und Moskau. Seine Werke wurden in vierzig Sprachen übersetzt, er gilt seit Jahren als Anwärter auf den Literaturnobelpreis. 2005 erhielt Kadare den Man Booker International Prize. 2015 wurde er mit dem Jerusalem Prize ausgezeichnet. Er ist Mitglied der französischen Ehrenlegion und lebt heute in Tirana und ...

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Ismail Kadare
© Martin Nauclér

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