Die Politik der Demütigung
 

Ute Frevert

Die Politik der Demütigung

Schauplätze von Macht und Ohnmacht

Hardcover
Preis € (D) 25,00 | € (A) 25,70
ISBN: 978-3-10-397222-1
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336 Seiten, gebunden
S. FISCHER
ISBN 978-3-10-397222-1
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Cover »Die Politik der Demütigung«
Die Politik der Demütigung
Preis € (D) 22,99
ISBN: 978-3-10-490201-2

Inhalt

In einem brillanten Gang durch 250 Jahre Geschichte schildert die bekannte Historikerin Ute Frevert, welche Rolle die öffentliche Beschämung in der modernen Gesellschaft spielt. In den unterschiedlichsten Bereichen werden die Demütigung und das damit einhergehende Gefühl der Scham zum Mittel der Macht – ob in der Erziehung von Kindern, im Strafrecht oder in Diplomatie und Politik.
So wurden nach 1944 in Frankreich Frauen, die sich mit deutschen Besatzern eingelassen hatten, die Haare geschoren. Richter in den USA bestrafen Bürger neuerdings damit, dass diese an belebten Straßen auf einem Schild ihr Vergehen kundtun müssen. Nicht zuletzt der Medienpranger – wie im Fall von Jan Böhmermanns Schmähgedicht auf den türkischen Präsidenten Erdogan – und das Internet haben die öffentliche Beschämung allgegenwärtig gemacht.
Ute Frevert zeigt nicht nur an zahlreichen Beispielen aus der Geschichte, wie Demütigungen in Szene gesetzt wurden und werden (wobei sich die Bilder über Epochen und Kulturen hinweg erstaunlich gleichen). Sie macht auch klar, dass die Moderne den Pranger keineswegs abgeschafft, sondern im Gegenteil neu erfunden hat. Nicht mehr der Staat beschämt und demütigt, sondern die Gesellschaft.



Pressestimmen

»Ute Frevert hält immer eine gesunde Balance zwischen Abstraktion und Anschaulichkeit. Eine Fülle von Anekdoten illustriert den Wandel der letzten 250 Jahre.«
Matthias Heine, Die Welt, 07.10.2017

»Glänzend geschrieben und anschaulich bebildert.«
Sabine Dultz, Münchner Merkur, 07.10.2017

»Ute Frevert erzählt elegant, pointiert und packend.«
Sandra Pfister, Deutschlandfunk, 20.11.2017



Über Ute Frevert

Ute Frevert, geboren 1954, zählt zu den wichtigsten deutschen Historikern. Sie lehrte Neuere Geschichte in Berlin, Konstanz und Bielefeld. Von 2003 bis 2007 war sie Professorin an der Yale University, seit 2008 leitet sie den Forschungsbereich »Geschichte der Gefühle« am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Sie wurde 1998 von der DFG mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet und erhielt 2016 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, da sie »in herausgehobener Weise und im europäischen und internationalen Kontext« über ihre wissenschaftliche Tätigkeit hinauswirkt.

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Foto: Mike Wolff / Verlag Der Tagesspiegel

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