Die nie erzählte Geschichte des einzigen jüdischen Verlags, der nach Deutschland zurückgekehrt ist.
Die Geschichte des S. Fischer Verlags in den Jahren nach 1933 wurde bisher nur lückenhaft erzählt. Wie war den jüdischen Inhabern das Verlegen im nationalsozialistischen Deutschland noch möglich und wann entschieden sie sich zur Emigration? Wie agierte daraufhin Peter Suhrkamp als Treuhänder des »arisierten« Verlagsteils ab 1936: Mit welchem Programm dirigierte er den Verlag durch die NS-Diktatur und den Zweiten Weltkrieg? Wie erging es dem jüdischen Teil im Exil mit Stationen in Wien, Stockholm und New York und ab 1948 zusammen mit dem Querido Verlag in Amsterdam? Und was führte in den Jahren 1945 bis 1950 zum Zerwürfnis von Gottfried und Brigitte Bermann Fischer mit Peter Suhrkamp? Jan-Pieter Barbian und Siegfried Lokatis haben eine Vielzahl an öffentlichen und privaten Archiven ausgewertet. Sie zeichnen packend und erstaunlich lebendig anhand von persönlichen Zeugnissen, Briefwechseln und politischen Dokumenten die Turbulenzen, Intrigen und Verwicklungen nach und räumen dabei mit Mythen auf, die sich über Jahrzehnte fortgeschrieben haben. Die Nachwirkungen dieser Zeit sind bis in unsere Gegenwart spürbar.
Siegfried Lokatis und Jan-Pieter Barbian leuchten bis in die tiefsten Archivwinkel und fördern Erstaunliches zutage
In der bewegten Geschichte des S. Fischer Verlags der Jahre zwischen Weimarer und Bundesrepublik spiegelt sich die Geschichte Deutschland