Was unterscheidet uns von Tieren? Und was ist überhaupt ein »Tier«?
Als Lea Schneider anfing Vögel zu beobachten, lernte sie, dass nur die Männchen singen – Weibchen anlocken, Arterhalt, Evolutionstheorie. Doch in Wahrheit singen auch 71 Prozent der weiblichen Singvögel. Und wie die Männchen tun sie dies keineswegs nur aus Notwendigkeit, sondern auch, weil es ihnen einfach Spaß macht.
Die moderne Forschung bestätigt, was indigene Philosophien immer schon wussten: Tiere sind Subjekte, handelnde Personen, die mit uns die Welt gestalten. In elf richtungsweisenden Essays erzählt Lea Schneider von nichtmenschlichen Personen und Animismus, von Männern, die Tiere bewerten, und Tieren, denen das egal ist, von Evolution und Freiheit, von sogenannten Problemtieren und Träumen als Widerstand. »Von Tieren und anderen Menschen« schenkt und eine radikal andere Perspektive auf unsere Mitlebewesen und damit inmitten der Klimakatastrophe Hoffnung: auf eine Zukunft, in der wir gemeinsam neue Welten bauen.
Eine radikale Neuerkundung des Verhältnisses zwischen Mensch und Tier: überraschend, poetisch, welterweiternd.