Roger Willemsen Herausgegeben von: Insa Wilke Wer wir waren

Zukunftsrede

Wer wir waren
 

Roger Willemsen Herausgegeben von: Insa Wilke Wer wir waren

Zukunftsrede

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Inhalt

Roger Willemsens letztes Buch sollte ›Wer wir waren‹ heißen. Es sollte die Versäumnisse der Gegenwart aus der Perspektive derjenigen erzählen, die nach uns leben werden. Dieses Buch werden wir nie lesen können. Umso stärker wirkt eine Rede, die Roger Willemsen noch im Juli 2015 gehalten hat: Sie ist nicht nur das melancholische Resümee und die scharfe Analyse eines außergewöhnlichen Zeitgenossen, sondern zugleich das leidenschaftliche Plädoyer für eine »Abspaltung aus der Rasanz der Zeit«. Sie ist ein Aufruf an die nächste Generation, sich nicht einverstanden zu erklären.
Roger Willemsen hat diese Rede am 24. Juli 2015 gehalten. Es war sein letzter öffentlicher Auftritt.

»Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.«
Roger Willemsen



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Bibliografie

Hardcover Preis € (D) 12,00 | € (A) 12,40
ISBN: 978-3-10-397285-6
lieferbar

64 Seiten, gebunden
S. FISCHER
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.

Pressestimmen

»Scharf, kritisch, nichts beschönigend - und hinten raus dann doch subtil abgefedert mit heiterer Ironie.«
Korinna Hennig, Norddeutscher Rundfunk Kultur, 23.11.2016

»Es sind Fragen, um die uns »kein Navigationssystem herum manövriert«, die Willemsen hier aufwirft. Es ist ein Glück, dass er sie uns hinterlassen hat.«
Katja Kraft, Münchner Merkur, 23.11.2016

»eine wache, abgeklärte Neugier auf die herrschenden Verhältnisse«
Marc Reichwein, Die Welt, 24.11.2016

»wenn es so etwas wie das Buch des Jahres gäbe, dann wäre es am Ende dieses«
Mirko Weber, Stuttgarter Zeitung, 08.12.2016

»»Wer wir waren« taucht die uns umgebenden Verhältnisse in ein ungemütliches Licht. Wie erstaunlich, dass man sich dennoch daran wärmen kann.«
Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel, 01.12.2016

»Was wir Zurückgebliebenen in Roger Willemsens Augen benötigen, ist eine Eigenschaft, mit der er selber im Übermaß gesegnet war: Geistesgegenwart.«
Iris Radisch, Die Zeit, 08.12.2016

»treffend Beobachtetes, Witziges, Skurriles«
Hannes Hintermeier, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.12.2016

»Man liest diesen kulturkritischen Abriss der Gegenwart gern, weil er von intellektueller Neugier, wirklichem Erkenntnisinteresse statt Bescheidwissertum getragen ist.«
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 10.01.2017



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Über Roger Willemsen

Roger Willemsen, geboren 1955 in Bonn, gestorben 2016 in Wentorf bei Hamburg, arbeitete zunächst als Dozent, Übersetzer und Korrespondent aus London, ab 1991 auch als Moderator, Regisseur und Produzent fürs Fernsehen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis in Gold, den Rinke- und den Julius-Campe-Preis, den Prix Pantheon-Sonderpreis, den Deutschen Hörbuchpreis und die Ehrengabe der ...

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Roger Willemsen
Foto: Anita Affentranger

Insa Wilke wurde 1978 in Bremerhaven geboren und lebt als Publizistin, Literaturkritikerin und Moderatorin in Frankfurt am Main. Sie veröffentlichte u.a. die Monographie ›Ist das ein Leben. Der Dichter Thomas Brasch‹ (2010) und ›Bericht am Feuer. Gespräche, E-Mails und Telefonate zum Werk von Christoph Ransmayr‹ (2014). 2010 übernahm sie die Programmleitung im Literaturhaus Köln und gab diese Tätigkeit zugunsten des freiberuflichen Arbeitens 2012 ...

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Insa Wilke
Foto: Frank Mädler
hundertvierzehn.de
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