Vom Unglück eines Lottogewinns - Der neue Roman von Norwegens eindrücklichsten Gegenwartsautorin
»Die arbeitende Bevölkerung war verreist, wir waren in der Kneipe, Sandvika schlief, die meisten Bewohner Sandvikas hatten Hütten oder Geld, um ans Mittelmeer zu reisen, wir waren in der Kneipe, es war verschlafen und schön, still und schön, in derselben Bar und gleichsam im selben Boot, so konnte es mir vorkommen, ab und zu.«
Eine alte Kneipe in Sandvika, einem Vorort von Oslo, ist der Ort, an dem sie immer wieder zusammentreffen: die junge Frau, die jeden Samstag Lotto spielt, das ältere Ehepaar, das kein Wort miteinander wechselt, der streitlustige Mann mit dem Schnurrbart, der lebensmüde Trinker, der weinend an der Bar sitzt und – eine Schriftstellerin, die sie beobachtet. Das Geld ist knapp, getrunken wird alleine, und doch sind sie hier weniger einsam. Eines Abends gewinnt die junge Frau, Ada, tatsächlich im Lotto und das Unglück nimmt seinen Lauf.
Vigdis Hjorth schreibt über das Leben, wie es gelebt wird, über das Gewöhnliche, sodass es außergewöhnlich wird.
Der gute Mensch von Sandvika erzählt präzise und nervenstark von den Unterschieden, die von außen nicht immer sichtbar sind. Davon, was es heißt, ein guter Mensch zu sein und wer es sich leisten kann in Würde zu leben – und davon, wie viel Zärtlichkeit das Leben braucht. Ein tragikomischer Roman über Wirtschaft, Glücksspiel, Bier, Schicksal und soziale Schichten.