Sieben Frauen im Machtspiel einer der mächtigsten Dynastien Europas
Wo andere Länder Kriege führten, wurde in Österreich geheiratet, oder eigentlich: verheiratet. Jahrhundertelang hatte die kluge Vermählung ihrer Prinzen und Prinzessinnen die Habsburger an der Spitze der europäischen Macht gehalten. Im Jahr 1764, nach kostspieligen Kriegen und angesichts bröckelnder Bündnisse, suchte Kaiserin Maria Theresia die Macht der Dynastie erneut durch strategische Heiraten zu festigen.
Ihre sieben Töchter waren ihr kostbarstes Kapital – bestimmt für die Throne Europas, sollten sie als Spielfiguren im erbarmungslosen dynastischen Ränkespiel des 18. Jahrhunderts dienen: Die strebsame Marianna, die Grande Dame Maria Christina, die entstellte Schönheit Elisabeth, die eigensinnige Amalia, die tragische Braut Josepha, die ihrer Mutter ähnelnde Karolina, und Antonia, die später als Marie Antoinette ihren Kopf verlieren sollte.
Wieder- und neuentdeckte Dokumente, persönliche Tagebücher und Briefe, die ganz Europa durchquerten, werfen ein neues Licht auf diese außergewöhnlichen und doch allzu menschlichen Frauen der Habsburger Dynastie. Veronica Buckley zeigt uns, dass hinter Jahreszahlen echte Menschen stehen, mit Interessen, Sehnsüchten und Ängsten, persönlichen und emotionalen Verlusten, aber auch politischem Kalkül und toxischer Weiblichkeit.
Ein fesselndes Porträt einer untergehenden Welt am Vorabend der Revolution.