Lesung und Gespräch

Hamza Howidy im Gespräch

Zukunft zwischen Trümmern – Eine Perspektive für den Gazastreifen

  • Moderation:  Lisa Schneider (taz-Redakteurin im Auslandsressort)
  • Berlin, Online Only | in der Mediathek der taz
  • 25.04.2026
  • 15:00 Uhr
  • Kostenpflichtig

Der Krieg ist erstmal vorbei, doch Frieden ist noch lange nicht im Gazastreifen eingekehrt. Das Gebiet ist geteilt, die Hamas kontrolliert die eine, das israelische Militär die andere Hälfte. Die Hamas denkt gar nicht daran, die Macht endlich abzugeben. Und auf der israelisch-kontrollierten Seite dringen immer wieder Siedler ein, die damit klar machen, was ihrer Meinung nach mit dem Gebiet geschehen soll. Auch der Trumpsche Friedensplan läuft nur sehr schleppend an: Noch immer ist unklar, welche Staaten Truppen für seine „Intetnationale Stabilisierungsmission“ entsenden sollten. Und das palästinensisch besetzte Gaza-Board, das die operativen Geschäfte übernehmen soll, darf bislang nicht einmal in den Gazastreifen hinein. Die Situation ist also vertrackt. Wie kommt man da wieder raus? Wie könnte eine Perspektive für Gaza aussehen — und welche konkreten Schritte sind dafür nötig?


Muscheln am Strand von Gaza

Erinnerungen an ein zerstörtes Land | Eine Geschichte von Verlust, Mut und der ungebrochenen Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten


Unter Mitwirkung von: Judith Poppe

»Manchmal fühle ich mich wie der einsamste Palästinenser auf der Welt.« 
Hamza Abu Howidy erzählt uns vom Aufwachsen im Gaza der 2000er-Jahre, von seiner Familie, besonders seinem Vater, der ihm beim Muschelsammeln die großen Lektionen des Lebens beigebracht hat, aber auch von den blutigen Kämpfen zwischen Fatah und Hamas, direkt vor seiner Haustür, und wie sehr das Leben in Gaza von Terror geprägt warJahre später protestiert er gegen die Hamas und wird festgenommen, gefoltert und muss fliehen. Heute zählt er zu den wichtigsten politischen Stimmen  aus der palästinensischen Exilgemeinde, dabei lässt er sich weder von pro-israelischer noch pro-palästinensischer Seite vereinnahmen. Ein sehr persönliches Buch, das Hoffnung und Plädoyer zugleich für eine demokratische und friedliche Lösung des Nahostkonflikts ist.


Hamza Abu Howidy

Hamza Abu Howidy, geboren 1997 in Gaza, studierte Wirtschaft und Verwaltung an der Islamischen Universität Gaza und engagierte sich früh gegen die Hamas-Herrschaft. Als Teil der Protestbewegung »Wir wollen leben« wurde er mehrfach verhaftet und gefoltert. 2023 floh er über Ägypten und Griechenland nach Deutschland. Als freier Autor und Redner tritt er in deutschsprachigen und internationalen Medien für gewaltfreie Ansätze im Nahostkonflikt ein.

Veranstaltungsort

Online Only | in der Mediathek der taz
Berlin

Veranstalter

taz


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Preise

Eintritt: Kostenpflichtig