Moderiertes Gespräch

Gilda Sahebi im Gespräch

Verbinden statt spalten von Gilda Sahebi nimmt ein populäres Lieblingsdrama auseinander: die angeblich unrettbar zerklüftete Gesellschaft, die sich in endlosen Grabenkämpfen inszeniert – Woke hier, Söderei dort, alle im Dauerempörungsmodus. Die Journalistin, Autorin und Ärztin entlarvt diesen Plot als politisch generierte Fiktion und autoritäres Instrument, das Konflikte überzeichnet und Gemeinsamkeiten unterschlägt. Statt Apokalypse erkennt Sahebi geteilte demokratische Interessen. Im Gespräch mit dem Rechtsextremismusexperten Patrick Wielowiejski wird dieser Abend zum Reality-Check: weniger Alarm, mehr Substanz.

  • Göttingen, Literarisches Zentrum Göttingen
  • 13.05.2026
  • 20:00 Uhr
  • Kostenpflichtig

Warum uns mehr eint als trennt: In ihrem neuen, hochaktuellen Buch zur Politik der Spaltung und Polarisierung hierzulande räumt die renommierte Journalistin und Autorin Gilda Sahebi mit gängigen Mythen und Fake Facts auf. Wer heute in die deutsche Gesellschaft schaut, könnte denken: Es ist ein Land voller Drama, Gegeneinander und Spaltung. Dass dies so sei, ist eine Erzählung, die politisch generiert und medial verstärkt wird. Gilda Sahebi entlarvt sie als Lüge, als Herrschaftsinstrument autoritärer Kräfte. Das zeigt sie an den einschlägigen Debatten um Sozialleistungen, Migration, Gendern und Wokeness, Krieg und Frieden sowie Corona. Studien zeigen immer wieder: Im eigenen Leben sind Menschen viel öfter zufrieden; sie helfen und unterstützen einander, suchen Verbindung, nicht Hass. Wo geht die Suche nach Verbindung auf der gesellschaftlichen Ebene verloren? Und was kann man tun, um der Erzählung von Spaltung keinen Raum im eigenen Leben zu geben? 

Veranstaltungsort

Literarisches Zentrum Göttingen
Nikolaistr. 22
37073 Göttingen

Veranstalter

Literarisches Zentrum Göttingen e.V.


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Preise

Eintritt: Kostenpflichtig