Moderiertes Gespräch

Ines Geipel im Gespräch

Die Erinnerungsarbeit in Ost und West mag zeitlich verschoben sein; es bleibt aber die gemeinsame Verantwortung für die jetzige und zukünftige Erinnerungsarbeit. Ines Geipel untersucht in ihrem Buch Leerstellen der Erinnerung, fragend - ohne Moralhammer, sondern mit dem Angebot der Aufarbeitung auf einer neuen Ebene: Erinnerungskultur als eine Möglichkeit der Verständigung zwischen Ost und West in der Gewissheit, dass Traumata weder durch Verdrängung noch Reinwaschung bewältigt werden können. Erinnerungsarbeit ohne Zeitzeugen und originäre Orte ist eine gemeinsame Aufgabe in Ost und West. 

  • Frankfurt, Haus am Dom
  • 23.09.2026
  • 19:30 Uhr

Vom Staatsmythos Buchenwald zum Angriff auf die Demokratie 

Auch 80 Jahre nach der Befreiung von Buchenwald ist die Erinnerung an den Holocaust nicht in der demokratischen Mitte angekommen. Die Angriffe auf das, was im Land Gedächtniskultur heißt, kommen nicht mehr nur von rechts. Warum? Was ist da los? Ines Geipel taucht in ihrem neuen Buch »Landschaft ohne Zeugen« noch einmal in die Vergangenheit ein, sucht nach den Quellen der Lagerwelt und befragt die Legenden nach 1945: von der vorbildlichen Aufarbeitung im Westen bis zum antifaschistischen Staatsmythos der DDR. Ein bestürzendes, hochaktuelles Buch über die alte und neue Unfähigkeit zu trauern und die Erinnerungskälte nach zwei Diktaturen.

Platz 1 der Sachbuch-Bestenliste von NZZ, Die Welt, radio 3 RBB und ORF Radio Ö1 im Mai 2026

Veranstaltungsort

Haus am Dom
Domplatz 3
60311 Frankfurt

Veranstalter

Haus am Dom Kath. Akademie Rabanus Maurus


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